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2011

Kriminalstatistik Salzlandkreis 2010

Bernburg, 14. Februar 2011 - Erfreuliche Nachrichten aus dem Polizeirevier des Salzlandkreises, denn für das Jahr 2010 ist ein Rückgang der Straftaten bei einer gleichzeitigen Erhöhung der Aufklärungsquote zu verzeichnen. Heute wurde die Polizeiliche Kriminalstatistik für 2010 präsentiert. Jedes Jahr ist die Vorstellung der Polizeilichen Kriminalstatistik eine gute Gelegenheit,

ein Resümee zu ziehen und auf die Entwicklung der Sicherheit im Salzlandkreis zurückzuschauen. Natürlich gebe diese auch Gelegenheit zu prüfen, inwieweit bestehende Maßnahmen den künftigen Erfordernissen genügen, angepasst bzw. ergänzt werden müssen, so Holger Herrmann, Chef der Kripo im Salzlandkreis.

 

Die Gesamtzahl der Straftaten im Salzlandkreis ist gegenüber dem Vorjahr um 440 Fälle gesunken. Besonders stolz ist die Kripo des Salzlandkreises auf die steigende Aufklärungsquote, die im abgeschlossenen Jahr bei 60,3% liegt. Die Häufigkeitszahlen liegen mit 6.744 Gesamtstraftaten unter dem Durchschnitt. Für die zu bewältigende Arbeit muss der Polizei für ihre Arbeit gedankt werden. Holger Herrmann führte ergänzend aus, dass bei Betrachtung der Statistik wiederum deutlich werde, dass sich die bereits in den vergangenen Jahren erkennbare Verschiebung der Kriminalitätsfelder weiter fortgesetzt hat. Während immer weniger Diebstähle verübt werden, vermehren sich die Computer- und Internetkriminalität sowie in diesem Zusammenhang auftretende Betrugsformen.

 

Auch in Bernburg ist die Anzahl der Straftaten von 4.828 im Jahr 2008 auf 4.476 im Jahr 2010 gesunken. Während die Aufklärungsquote 2008 bei 59,6 % lag, beträgt diese jetzt 63,1%. Die Delikte für leichte und mittlere Kriminalität des Salzlandkreises wird im Polizeirevier Bernburg bearbeitet. Dabei standen im letzten Jahr 5.847 Personen unter Tatverdacht, davon 4.427 Erwachsene. 532 Heranwachsende im Alter zwischen 18 bis 21 Jahre fallen unter das Jugendstrafrecht. Aber auch Kinder und Jugendliche zählen zur Tatverdächtigenstruktur. Während 4.384 Delikte durch männliche Tätern erfolgten, wurden 1.402 Straftaten von weiblichen Tätern ausgeübt.

 

Die Straftaten des Salzlandkreises teilen sich in verschiedene Deliktgruppen. Die meisten Straftaten sind: Besonders schwerer Fall des Diebstahls mit 26,3%, gefolgt von Diebstahl mit 19,2% und Vermögens- und Fälschungsdelikte mit 17,2%. 3.357 Delikte des besonders schweren Diebstahls wurden begangen, dazu gehören Einbrüche und der Diebstahl von gesicherten Sachen. 2.747 Delikte sind dem Diebstahl zugeordnet, dazu gehören beispielsweise der Ladendiebstahl oder der Diebstahl einer Geldbörse.

 

Besonders hoch ist die Aufklärungsquote bei den Körperverletzungsdelikten. 93,9% aller Fälle konnten aufgeklärt werden. Auch hier sanken die erfassten Fälle von 1.398 auf 1.318 im letzten Jahr.   

 

2008 wurden 8.224 Diebstahlfälle erfasst, 2010 waren es dagegen nur noch 6.104. Davon wurden allein 1.038 Fahrraddiebstähle gemeldet, gefolgt von 986 Ladendiebstählen, 387 Diebstählen aus Lager und Büros und 306 Diebstählen aus Kraftfahrzeugen. Dabei liegt bei Ladendiebstählen die Aufklärung mit 96,1% am höchsten, im Durchschnitt jedoch nur bei 35,6%.

 

2.154 Vermögens- und Fälschungsdelikte wurden 2010 im Salzlandkreis erfasst. Davon 90,9% wegen Betrug, 94,4% wegen Urkundenfälschung, 76,7% wegen Unterschlagung und 92,2% wegen weiteren Betrugsarten.

 

Zu den sonstigen Straftaten nach StGB zählen u.a. Widerstand/Straftaten gegen die öffentl. Ordnung, Beleidigung, Sachbeschädigung oder sonstige. Hier ist eine deutliche Zunahme des Widerstandes gegen die öffentl. Ordnung zu erkennen. Waren es 2008 noch 436 Fälle, so sind es im Jahre 2010 - 526 Fälle. Davon 461 Straftaten wegen Beleidigung, 1.672 Straftaten wegen Sachbeschädigung und 3.070 sonstige Straftaten. Obwohl hier die Aufklärungsquote recht hoch ist, liegt sie bei Sachbeschädigung gerade einmal bei 34,5%. Hierzu gehören Beschädigungen wie Graffiti, deshalb wird man hier im vorwiegenden Jugendbereich aufrüsten.  

 

In der Rauschgiftkriminalität wurden folgende Fälle erfasst: 362 Rauschgiftdelikte und 246 Allgemeine Verstöße wegen des § 29 BtMG. Während ein Rückgang bei den meisten Betäubungsmittel festzustellen ist, nimmt die Einname von Amphetamin / Ecstasy stark zu. Am häufigsten jedoch wird Cannabis konsumiert. Im Salzlandkreis hat sich der Handel von Rauschgift zunehmend auf private Grundstücke und Wohnungen zurückgezogen. In Bernburg ist der Schwerpunkt Am Teichweg.

 

Insgesamt sind Dank der Polizei die Straftaten im Jahr 2010 gesunken. Das gesamte Ergebnis sieht wie folgt aus:

Straftaten
2008 2009 2010

Präventive Programme und Aktivitäten zur Reduzierung von Straftaten in unserer Gesellschaft, vor allem bei Kindern und Jugendlichen, sowie zur Verhinderung sexueller Angriffe auf Frauen und Kinder, zur Suchtvorbeugung sowie zum Schutz älterer Menschen haben deshalb einen besonderen Stellenwert. Die Polizei unterstützt dabei andere Träger der Prävention bei ihren Aufgaben.

Rauschgiftkriminalität   364   390   362  
Gewaltkriminaliät   592   475   504  
Wirtschaftskriminalität   31   69   26  
Straßenkriminailität   3925   3140   2926  

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