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2011
Zukunft des Cafe Wien Bernburg
Bernburg 10.07.2011. Der Tag der offenen Tür im neuen Kulturzentrum „Hotel Wien“ in der Krumbholzstraße 18-19 kann als sehr erfolgreiche Auftaktaktion für das Projekt eines freien Kulturzentrums in der Trägerschaft der Jugendkulturinitiative Berburg e.V.i.G. und der Stadt Bernburg gewertet werden.
Insgesamt fanden sich im Zeitraum von 16:00-24:00 Uhr insgesamt 300 interessierte Besucher in den Räumen der ehemaligen Sonderbar ein. Das Publikum war bunt durchmischt, neben vielen jungen Leuten aus der Stadt und Studenten der Hochschule Anhalt, kamen auch interessierte Bürger und direkte Anwohner des Projektes. Darüber hinaus informierten sich Vertreter der SPD Fraktion, des Bündnis 90 die Grünen, der BBG-Fraktion sowie Vertreter der bernburger Linken über das Projekt.
Im Laufe des Tages konnte den Besuchern ein vielfältiges Kulturprogramm präsentiert werden, so spielten das Reggea-/Folkduo Birth of the Cool (Leipzig), der Freestyle Rapper Tobi MC und die Leipziger Reggea-Funkband Grünfeuer im Laufe des Tages und Abends, den Abschluss bildete eine musikalische Jamsession zwischen Vertretern der Jugendkulturinitiative und den Musikern von Birth oft the Cool.
An inhaltlichem Rahmenprogramm stellte der Stadthistoriker und Buchautor Olaf Böhlk (Bernburg) in einem Abriss die Geschichte der Stadt Bernburg unter besonderer Berücksichtigung der Talstadt dar und stellte gleichzeitig seine Initiative „Bernburg braucht ein junges Herz vor“. Die Jugendkulturinitiative Bernburg e.V.i.G. konnte in Einzelgesprächen, sowie durch ihren Vortrag die Nutzungsperspektiven für das ehemalige Hotel Wien erklären und lobte vor allem die hervorragende Zusammenarbeit mit der Stadt Bernburg, dem Bernburger Baudezernenten und der Sachsen-Anhaltinischen Landesentwicklungsgesellschaft (SALEG), ohne deren engagierte Unterstützung, ein Tag der offenen Tür zu diesem Zeitpunkt nicht möglich gewesen wäre.
Die Jugendkulturinitiative plant in der unteren Etage des Gebäudes dauerhaft einen Raum zu schaffen, der als Kultur- und Begegnungsstätte für Menschen mit unterschiedlichem sozialem Hintergrund dienen soll. Geplant ist ein vielfältiges kulturelles Angebot, dass von Konzerten, Podiumsdiskussionen, Improvisationstheater bis hin zur Einrichtung einer Fahrradwerkstadt und eines Konferenzraumes, welcher verschiedenen Vereinen offen stehen soll. Darüber hinaus soll ein Cafebetrieb eingerichtet werden, der freie Internetnutzung genauso, wie das spielen an Kicker- und Billardtischen ermöglicht. Die oberen Etagen des Gebäudes sollen für ein freies, selbstverwaltetes
Wohnprojekt zur Verfügung gestellt werden, in dem günstiges Wohnen für junge Leute mit kleinem Geldbeutel realisiert werden soll.
Die Veranstalter bedauern ausdrücklich, dass es im Zeitraum um 22:30 Uhr eine Beschwerde wegen Lärmbelästigung durch die Polizei übermittelt wurde. Trotz der Ausnahmegenehmigung der Stadt, die eine Darbietung von Musik bis 24:00 Uhr einräumte, brachen die Veranstalter daraufhin das laufende Konzert ab, um ihre ausdrückliches Interesse an einer guten nachbarschaftlichen Zusammenarbeit mit den Anwohnern zu signalisieren. Die Jugendinitiative Bernburg setzt sich nachhaltig dafür ein, dass eine solche Lärmbelästigung in Zukunft, in einem für die Einwohner erträglichen Maß bleibt, wirbt aber an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich für Toleranz gegenüber freier Kulturarbeit und den Interessen junger Menschen.
Der Tag der offenen Tür sollte gerade für alle direkten Anwohner eine Möglichkeit darstellen, in Kontakt mit den Projektorganisatoren zu kommen um Vorbehalte auszuräumen. Diese Transparenz und Offenheit ist uns nach wie vor wichtig und wir freuen uns auf einen offenen Dialog mit den Anwohnern des Viertels sowie auf eine aktive Mitgestaltung durch alle Bernburger.
Kommentare: 1
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#1
Da sind wohl noch Gelder vom Stadtumbau Ost gefunden worden?-die IBA ist aber vorbei... Hände weg von Gebäuden mit Denkmalschutz. Da wollen nur andere verdienen! Leute in 15 Jahren sind die Innenstädte tot-geht mal vormittags spazieren, nur noch 70 + Schiebewagenkolonnen, die ihre neuesten Tabletten verdauen. Auch keine Parkplätze, nicht mal für Fahrräder. Viel zu eng dies Ecke am Markt. Geschichte schön und gut-wir aber brauchen Freiheit. Ich denke ein anderes Gebäude muss gefunden oder gebaut werden.

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