Finanzminister Jens Bullerjahn hat die Landesregierung über die Ergebnisse der probeweise eingerichteten Servicestellen im Rahmen der Finanzamtsstrukturreform informiert. Er erklärte dazu: „Wir haben die Erprobung nunmehr abgeschlossen.
Als Ergebnis wurde festgestellt, dass die geringe Inanspruchnahme die Kosten einer mit qualifiziertem Personal besetzten Servicestelle nicht rechtfertigt. Das Ministerium der Finanzen hat deshalb unter besonderer Berücksichtigung einer sparsamen Haushaltsführung entscheiden müssen, auf eine Fortführung und Ausweitung der Servicestellen der Finanzämter zu verzichten.
Mit der Finanzamtsstrukturreform wird die Zahl der Finanzämter im Land Sachsen-Anhalt aus wirtschaftlichen Gründen von 21 auf 14 reduziert. Um die Finanzverwaltung bürgerfreundlich zu gestalten, ist mit der Auflösung von Standorten in den Städten Halberstadt, Wernigerode und Aschersleben seit 2009 jeweils eine Servicestelle probeweise eingerichtet worden. In den Servicestellen konnten die Bürger einmal wöchentlich ihre steuerlichen Angelegenheiten wohnortnah mit einem Finanzamtsmitarbeiter abstimmen.
„Im Ergebnis haben wir festgestellt, dass die Nutzung der Stellen sehr gering war. Zum Großteil wurden sie nur als Briefkasten genutzt, was den Einsatz von qualifiziertem Personal nicht rechtfertigt, zumal dieses dann in den Finanzämtern für die Bearbeitung der Steuerfälle fehlen würde. Allerdings - Bürgerservice bleibt weiterhin eine wichtige Aufgabe der Zukunft, hier werden wir gemeinsam mit den Kommunen nach einer zündenden Ideen suchen“, so Bullerjahn.
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