Mi

07

Sep

2011

Vorbereitungen 800 Jahre Anhalt

Das Kultusministerium und die informierten über den Stand der Vorbereitungen zum Jubiläum „800 Jahre Anhalt“ im kommenden Jahr. 1212 starb Graf Bernhard, Sohn des Askaniers Albrecht der Bär. In jenem Jahr wurde die Grafschaft Anhalt zum ersten Mal ein eigenständiger Teil des „Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation“.

„Anhalt war wichtiges Zentrum der Aufklärung, von hier kamen kulturelle, geisteswissenschaftliche und technische Meisterleistungen, u. a. die Erfindungen von Hugo Junkers oder die Bauhaus-Idee“, so Kultusminister Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz. „Auch wenn Anhalt im staatlichen Sinne nicht mehr existiert – heute ist nur noch die evangelische Landeskirche Anhalt als Körperschaft des öffentlichen Rechts in den historischen Grenzen des Herzogtums tätig – sind doch die Menschen, die her leben, sehr mit der Region Anhalt verwurzelt.“ Die Region zwischen Harz und Mittlerem Elbtal hat dem 1990 neu gegründeten Bundesland Sachsen-Anhalt einen Teil seines Bindestrichnamens gegeben, ebenso wie dem gerade neu geordneten Landkreis Anhalt-Bitterfeld.

 

Aus diesem historischen Bewusstsein heraus wird Anhalt 2012 als ein unverzichtbares Stück Heimat würdig gefeiert. Das Jubiläum soll insbesondere Touristen die Möglichkeit geben, Anhalt zu „erfahren“. Zur Vorbereitung der Feier knüpfen engagierte Bürger ein Netzwerk, zu dem stetig neue Knotenpunkte hinzu kommen. Zwei besonders wichtige sind die Lenkungsgruppe und das beratende Kuratorium. Die Lenkungsgruppe besteht aus Mitgliedern des Kultusministeriums, des Ministeriums für Wirtschaft und Arbeit sowie aus Vertretern der Region und wird von Dessau-Roßlau aus geführt. Im Kuratorium sind u. a. Eduard Prinz von Anhalt, Landtagspräsident Dieter Steinecke, Staatsministerin Cornelia Pieper, Dr. Christoph Bergner (MdB), Minister Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz, Minister Dr. Reiner Haseloff, Minister Holger Hövelmann, Dr. Michael Naumann, Bernd Junkers, Prof. Dr. Adolf Spotka und Prof. Dr. Mathias Tullner versammelt.

 

Eckpunkte des Festjahres sind die Eröffnung des Jubiläumsjahres im Februar im Anhaltischen Theater in Dessau, der Anhaltische Kirchentag in Ballenstedt im Juni und der Sachsen-Anhalt-Tag in Dessau im Juli. Geplant sind weiterhin Ausstellungen, Kolloquien und Publikationen im Bereich Musik und Theater. Bereits im September dieses Jahres findet die Veranstaltung „800 Jahre Anhalt – wir machen uns auf den Weg“ in Dessau-Rosslau statt. Das Kultusministerium, der Museumsverband und die betreffenden kommunalen Museen bereiten eine Wanderausstellung „800 Jahre Anhalt“ für das Jahr 2012 vor. Auch für eine zentrale Ausstellung in der Dessauer Marienkirche entsteht derzeit ein Konzept. Die Schlösser in Bernburg und Köthen und die Anhaltische Gemäldegalerie in Dessau sollen in die Feierlichkeiten im Jubiläumsjahr einbezogen werden.

 

Für den Ausbau einer entsprechenden touristischen Infrastruktur hat das Wirtschaftsministerium eine Potenzialstudie in Auftrag gegeben, die in Zusammenarbeit mit der Region entwickelt und Ende dieses Jahres fertig gestellt wird. Ziel aller dieser Aktivitäten ist eine positive Auswirkung auf mittelständische Unternehmen der Tourismuswirtschaft und des tourismusnahen Gewerbes (Cafes, Reiseangebote, Führungen, Veranstaltungen) in den Folgejahren.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0

  • loading