Sa
01
Okt
2011
Ihr Fotograf in Bernburg
Mal ganz ehrlich: Was macht ein ´gutes´ Foto eigentlich aus? Betrachtet man es aus der Sicht des Betroffenen (der fotografierten Person) sind das meist gänzlich andere Dinge, als aus der Sicht
eines neutralen Betrachters des Bildes. Ein Fotograf ist ein Künstler. Und die Kunst ist, es beiden Recht zu machen.
Ein Fotograf ist aber kein Zauberer. Sondern er bildet nur das ab, was er gerade zu sehen bekommt. Beinharte Reality. Aber es macht die Qualität des Fotografen aus, das beste draus zu machen. Es
so zu fotografieren, daß es immer noch die Realtität ist, aber das Beste dabei rauszuholen. Und das gilt für sämtliche Bereiche: für die Technik, fürs Anvisieren des Motivs, etc. Gefällt sich die
Person dann immer noch nicht... sorry, Du siehst nun mal nicht aus wie Angelina Jolie.
Letztlich sollte ein guter Fotograf wie gesagt immer versuchen, das Beste draus zu machen - und dafür sind die richtigen Einstellungen nötig - in zweifacher Hinsicht:
Wie soll ein Foto gut werden, wenn ich nicht das Bedürfnis habe, ein gutes Foto zu machen? Auf den Auslöser drücken kann ja jeder - deswegen hat heute auch ´jeder´ eine Handy- oder Pocketkamera.
Es ist nun mal nötig, sich mit dem Motiv auseinanderzusetzen, sich (und die Kamera) auf die Situation einzustellen. Man muss das was man tut lieben, dann wird man es auch gut machen. Dieser weise
Spruch stammt nicht von mir, aber er trifft auf die Fotografie in hohem Ausmaß zu.
WIR Fotografen sollten den Leuten eine Freude machen, wenn wir sie fotografieren. Der Hauptgrund eines Bildes ist doch, daß es eine visuelle Erinnerung an eine nie wiederkehrende Zeit
darstellt. Bei mir jedenfalls ist es so: Wenn ich von jemanden ein Foto mache und er sagt ´danke´, weiß ich, daß ich den Zweck erfüllt habe und er sich hoffentlich über das Foto freut. Bei der
Masse an ´Fotografen´, die heute herumläuft ist es leider oft umgekehrt: Die Menschen bekommen das Gefühl, daß sie dem Typ mit der Kamera einen Gefallen tun, wenn sie sich fotografieren lassen,
weil der arme Kerl ja nicht ohne Fotos zum Chef zurückkommen darf. Und genau das ist wieder der Punkt, wo ich sage: der Markt ist übersättigt, wenn die Leute ein Foto von sich nicht mehr als
nette Erinnerung sondern als fast schon lästige Zeiterscheinung wahrnehmen. Sobald ich mir in einem Lokal vorkomme wie ein Bittsteller, weil die Leute schon zig-mal fotografiert wurden, dreh ich
um und gehe. Man will ja niemanden auf die Nerven gehen, nur weil man ihm eigentlich eine nette Erinnerung machen wollte.
Lutz Altrock ist einer der Fotografen von BBGLIVE, der nicht nur Events fotografiert. KONTAKT
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