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21

Okt

2011

Rede im Bundestag Ministerpräsident Haseloff

Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff hat heute erstmals im Deutschen Bundestag gesprochen. Auch namens seiner thüringischen Amtskollegin, Ministerpräsidentin Lieberknecht, und seines sächsischen Amtskollegen, Ministerpräsidenten Tillich, warb Haseloff für das Reformationsjubiläum 2017.

In seinem Redebeitrag stellte Haseloff die gemeinsamen Interessen aller am Jubiläum Beteiligten in den Mittelpunkt. Haseloff: „Gemeinsam, das heißt für uns: Zwar durchaus im Bewusstsein der Unterschiede zwischen Kirche und Staat mit Blick auf ein Ereignis, das ja unzweifelhaft zunächst einmal kirchlicher Natur ist. Aber eben doch zugleich in enger, freundschaftlicher Zusammenarbeit, weil die Bezüge dieses Ereignisses ja ebenso unzweifelhaft tief hineinwirken in Staat und Gesellschaft.“

 

Ausdrücklich begrüßte Haseloff Überlegungen der Kirchen, „im Jahr des Reformationsjubiläums zu einem Kirchentag nach Berlin und Wittenberg einzuladen. Dem Reformator wichtige Fragen der Weltverantwortung des Glaubens können so ganz bewusst vor dem Hintergrund einer inzwischen ausgeprägten Säkularisation an den Stätten der Reformation diskutiert und auf ihre Relevanz für uns im Hier und Heute hin reflektiert werden.“ Er wünsche sich, „dass dieses Jubiläum eine spirituelle Kraft auch über konfessionelle Grenzen hinweg entfaltet“.

 

Dem Bund dankte Haseloff für seine bisherige ideelle und materielle Unterstützung. Auf sie sei Sachsen-Anhalt „dringend angewiesen“. Das gelte auch für alle anderen am Jubiläum beteiligten Bundesländer. Haseloff: „Wahrnehmung und Bewertung des Reformationsjubiläums hängen entscheidend von der touristischen Infrastruktur, von einem guten Veranstaltungsangebot, interessanten Projekten und vom baulichen Zustand kultureller Leuchttürme wie den Lutherstätten ab. Das alles sind wichtige Voraussetzungen für den Erfolg des Jubiläums, und hier ist auch der Bund besonders in der Pflicht. Im Jahr 2017 soll die Welt nur den besten Eindruck von einem geschichts­bewussten, kulturgeprägten, weltoffenen und gastfreundlichen Deutschland gewinnen.“ Daran sollten alle gemeinsam weiterarbeiten, so Haseloff.

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