Fr
18
Nov
2011
Bund hat Proteste wahrgenommen und richtig reagiert
Drei Monate nach der Gründung des Saale-Bündnisses hat die unabhängige und überparteiliche Initiative eine erste, positive Bilanz gezogen. „Nach einem Vierteljahr ist es im Normalfall zu früh, um nach hinten zu blicken“, sagte der Landrat des Salzlandkreises, Ulrich Gerstner, der dem Bündnis vorsteht. „Aber wir sind stolz auf das Erreichte, weil unsere geballten Proteste gegen die vom Bund geplante Herabstufung der Saale zur Rest-Wasserstraße endlich eine messbare Wirkung zeigen.“
Denn erst kürzlich wurde der Ost-Beauftragte der Bundesregierung, Christoph Bergner, in einer Tageszeitung mit den Worten zitiert: „Die Rest- Wasserstraße ist vom Tisch.“ Außerdem wurde eine neue Wirtschaftlichkeitsprüfung für die Saale in Auftrag gegeben, die Neukategorisierung nach hinter verschoben und für den Bau des für die Binnenschifffahrt so wichtigen Saale-Seitenkanals besteht ebenfalls wieder Hoffnung. „Wir haben mit unserem Gründungstag am 6. August eine ungeheure Bewegung ausgelöst. Der Bund hat die Proteste aus der Saale-Region endlich wahrgenommen und richtig reagiert“, sagte Gerstner. „Die Zeichen aus dem Bundesverkehrsministerium deuten wir positiv und vertrauen auf das Zugesagte.“
Doch die Mitglieder des Saale-Bündnisses haben nicht allein gekämpft. Bereits bei der Auftaktveranstaltung an und auf der Saale in Alsleben im Salzlandkreis saß man mit vielen starken Partnern in einem Boot. Rund 70 Sport- und Freizeitschiffer machten ihrem Ärger Luft und zeigten mit Transparenten Flagge. Es folgten eine Kundgebung vor dem Magdeburger Landtag, eine Saale-Konferenz in Halle und die Mobilisierung vieler Tausender Unterstützer auf der bündniseigenen Internetseite. Da waren die Ergebnisse einer vom Landesverkehrsministerium in Auftrag gegebenen, repräsentativen Umfrage wie Balsam auf die Seelen der Bündnis-Mitglieder. Denn: Fast zwei Drittel aller Befragten stehen hinter den Forderungen der Initiative, 64 Prozent sprachen sich eindeutig gegen die Pläne des Bundes aus, die Saale zur Rest-Wasserstraße zu degradieren. „Wir haben viele kleine Etappenziele erreicht, sind aber noch lange nicht im Ziel“, betonte Landrat Gerstner. Bis zum Frühjahr 2012 – dann soll das Ergebnis der Wirtschaftlichkeitsprüfung vorliegen – wird das Saale- Bündnis sicher noch viele kleine Schlachten schlagen.
Fotograf: L. Altrock
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