Mo

12

Dez

2011

Junge Menschen stehen hinter der Saale als wichtigen Standortfaktor

Vor etwas mehr als zwei Monaten (4. Oktober) nahm das Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr die Saale-Konferenz in Halle zum Anlass, eine repräsentative Umfrage zur infrastrukturellen Entwicklung in der Saale-Region der Öffentlichkeit vorzustellen.

Für die Erfassung des Meinungsbildes hatten die Berliner Meinungsforscher der INFO GmbH im Zeitraum vom 9. bis 18. August dieses Jahres 1000 Menschen ab 18 Jahre in der Saale-Region telefonisch interviewt. Sehr erfreulich ist die Tatsache, dass mit 74 Prozent fast drei Viertel der Bewohner in der Saale-Region sagen, dass auf dem Fluss weiterhin Schifffahrt für Wirtschaft und Tourismus möglich sein sollte. Sie erteilen damit den Plänen der Bundesregierung zur Herabstufung der Saale als Rest-Wasserstraße eine klare Absage. In der Gruppe der 18- bis 29-Jährigen tun das sogar 77 Prozent – ein klares Votum für die Saale als wichtigen Standortfaktor. Im Parteienspektrum ist besonders der 65-prozentige Anteil an Grünen-Wählern erwähnenswert.

 

Dass die erst kürzlich begonnene Arbeit des Saale-Bündnisses bereits durch die Menschen wahrgenommen und honoriert wird, zeigt die Tatsache, dass 64 Prozent den Bündnis-Forderungen zustimmen. Es sind deutlich mehr Frauen (70 Prozent) als Männer (57 Prozent) und auch hier überraschen die 18- bis 29-Jährigen positiv: 70 Prozent von ihnen sagen „ja“ zum Saale-Bündnis. Bei der Auswertung der Wahlpräferenzen liegen die SPD-Anhänger mit 69 Prozent knapp vor denen von Bündnis 90/Grüne (65 Prozent). 76 Prozent der jungen Menschen bis 29 Jahre haben den Meinungsforschern gesagt, dass die Schiffbarkeit der Saale wichtig für den Erhalt bestehender und die Schaffung neuer Arbeitsplätze ist. Thematisiert wurde in der Umfrage auch der Saale-Seitenkanal, für den bis zum Februar 2012 die Ergebnisse einer kürzlich in Aufrag gegebenen Wirtschaftlichkeitsprüfung vorliegen sollen. Noch im August war fast jeder Zweite (48 Prozent) der 18- bis 29-Jährigen der Meinung, dass die Landesregierung ihren bisherigen Kurs gegenüber dem Bund hinsichtlich der Prüfung des Kanalbaus beibehalten soll, 16 Prozent wollten sogar den Druck auf die Bundesregierung verstärken. Jetzt hat der Bund endlich reagiert und prüft intensiv, ob das Planverfahren weitergehen soll. Und auch hier zeigt sich beim Blick auf die Wähler bzw. Anhänger von Bündnis 90/Grüne eine Überraschung: 53 Prozent haben zum Saale-Seitenkanal eine positive Meinung.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0