Mo
19
Dez
2011
Vorläufige Einigung in der SALUS-Tarifauseinandersetzung
In den Tarifverhandlungen für die rund 2.100 Beschäftigten der SALUS gGmbH und ihrer Tochtergesellschaften wurde eine vorläufige Einigung erzielt. Die Sozialpartner - vertreten durch die Gewerkschaft ver.di und die Tarifkommission auf der Arbeitnehmerseite sowie durch die SALUS-Geschäftsführung als Arbeitgeberseite - verständigten sich auf lineare Einkommenserhöhungen, die je nach Berufsgruppe und Wirkungsfeld zwischen zwei und viereinhalb Prozent liegen.
Pflegekräfte liegen dabei vorn (4,5), gefolgt von den Fachtherapeuten (3,0). Die Erhöhungen sollen etappenweise bis 2013 wirksam werden, wobei die erste Stufe für die Einrichtungen der SALUS gGmbH rückwirkend zum 1. Juli 2011 zu nehmen wäre und die nächste für alle Beschäftigten zum 1. Januar 2012. Darüber hinaus wurden bessere Eingruppierungen für einige Berufsgruppen vereinbart. Dies betrifft die Leiterinnen und Leiter von Stationen, Diplom-Psychologen sowie Psychologische Psychotherapeuten. Des Weiteren ist 2013 eine Arbeitszeitverkürzung für alle Beschäftigten von derzeit 40 auf 38,5 Stunden bei vollem Lohnausgleich geplant. Ebenso soll ab 2013 die Parallelzahlung von Spät- und Nachtdienstzuschlägen eingeführt werden. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2013. Das Verhandlungsergebnis bedarf noch der Zustimmung durch die Gremien der Gewerkschaft sowie des Landes Sachsen-Anhalt als Gesellschafter der SALUS gGmbH.
Kurz informiert: Die SALUS gGmbH ist eine Betreibergesellschaft des Landes Sachsen-Anhalt für sozial orientierte Einrichtungen des Landes Sachsen-Anhalt mit derzeit rund 2.100 Beschäftigten. Unter ihrem Dach werden derzeit 14 Krankenhaus- und Heimeinrichtungen geführt. Dazu gehören die psychiatrischen Fachklinika und Maßregelvollzugskrankenhäuser in Uchtspringe und Bernburg sowie das Kinder- und Jugendheim "Schloss Pretzsch". In Gardelegen, Uchtspringe und Magdeburg führt die SALUS spezialisierte Einrichtungen der Behindertenhilfe und Altenpflege, wo überwiegend Menschen mit geistigen, seelischen oder mehrfachen Behinderungen betreut werden. Zum Verbund gehören des Weiteren drei Tochtergesellschaften: die SALUS-Service (Catering-, Architektur- und Baudienstleistungen), die SALUS-Integra (berufliche Integration von gesundheitlich und sozial benachteiligten Menschen) sowie die SALUS-Praxis (ambulante fachärztliche Angebot innerhalb von Medizinischen Versorgungszentren in Bernburg, Stendal, Wittenberg, Dessau-Roßlau und Oebisfelde).
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