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23

Dez

2011

Informationen und Geschichte "Anhalt 800"

Mit den unterschiedlichsten Veranstaltungen wird das Jubiläum „Anhalt800“ begangen. Der Landstrich gilt als die historische und kulturelle Wiege Sachsen-Anhalts. Als Graf Bernhard, Sohn des berühmten Askaniers Albrecht der Bär, im Jahr 1212 starb, wurde die Grafschaft Anhalt erstmals eigenständiger Teil des „Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation“. Highlights des Festjahres werden die Eröffnungsfeier im Anhaltischen Theater in Dessau, der Anhaltische Kirchentag in Ballenstedt und der Sachsen-Anhalt-Tag in Dessau sein. In die Feierlichkeiten sollen zudem die Schlösser in Bernburg und Köthen sowie die Anhaltische Gemäldegalerie einbezogen werden.

Zu Anhalt gehören Ballenstedt, Gernrode, Gröbzig, Harzgerode, Hoym, Bernburg (Saale), Güsten, Hecklingen, Leopoldshall, Nienburg, Sandersleben, Dessau, Radegast, Jeßnitz (Anhalt), Raguhn, Roßlau, Köthen, Zerbst und Coswig. Der Name Anhalt geht auf die Burg Anhalt im Selketal (Harz) bei Ballenstadt zurück, deren Fundamente noch heute zu sehen sind. Von hier kamen kulturelle, geisteswissenschaftliche und technische Meisterleistungen, die Erfindungen des Flugzeugbauers Hugo Junkers und die Bauhaus-Idee. Mit der Region sind berühmte Persönlichkeiten verbunden: die russische Zarin Katharina die Große, der „Alte Dessauer“ – Fürst Leopold von Anhalt-Dessau, der Komponist Johann Sebastian Bach, der Arzt und Homöopathie-Begründer, Samuel Hahnemann, der Komponist Kurt Weill und natürlich der Pionier des Flugzeugbaus, Hugo Junkers.

Köthen wartet mit einem Veranstaltungszentrum im Schloss auf, das als eines der schönsten und akustisch besten in Europa gilt. In der Bachgedenkstätte im Schloss erfahren Besucher Wissenswertes über das Wirken von Bach als Hofkapellmeister in Köthen.

Reppichau bei Köthen würdigt mit einer Freiluft-Dauerausstellung zum Sachsenspiegel an den wahrscheinlich in Reppichau geborenen Rechtsgelehrten Eike von Repgow und illustriert mit Plastiken und Wandgemälden Szenen aus dem Rechtsbuch.

Zerbst wird die Spuren der russischen Zarin Katharina der Großen (Katharina II.) zeigen. Diese wurde 1729 als anhaltische Prinzessin Sophie Auguste Friederike von Anhalt-Zerbst geboren und hat es als Zarin geschafft, Weltgeschichte zu schreiben. Eine überlebensgroße Bronzestatue und die Sammlung „Katharina II.“ würdigen die Regentin.

Dessau steht mit dem Bauhaus und den Meisterhäusern UNESCO-Welterbestätten auf dem Besichtigungsprogramm.

Wörlitz ist das Gartenreich und zählt zum UNESCO-Welterbe. Es wurde von Fürst Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau geschaffen. Hier wird man Einblicke in die Epoche der Aufklärung erhalten.

Bernburg gehört heute zur Straße der Romanik, die auch nach Ballenstedt, der Wiege Anhalts, führt. In der Schlosskapelle St. Nikolai kann man dort dem Stammvater der Askanier, Albrecht dem Bären, an dessen Grab die Ehre erweisen.

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