Di
03
Jan
2012
Die Flimmerstunde ist zurück – Großes Montagskino im Capitol
Am Montag den 09.01.2012 startet um 20 Uhr die Flimmerstunde im Kino Capitol in Bernburg. Zu sehen ist dann der Film "DIE GRAUZONE", FSK ab 16 Jahren. Die Grauzone ist ein Film von Tim Blake Nelson aus dem Jahr 2001. Das Drama beschäftigt sich mit der Problematik der jüdischen Zwangsarbeiter im KZ Auschwitz-Birkenau, die niederste Arbeit verrichteten, um einige Wochen länger zu leben.
In Deutschland kam das in den USA produzierte Drama erst rund vier Jahre später in die Kinos. Der Film verfolgt zwei Handlungsstränge, die sich gegen Ende treffen: Der jüdische Arzt Miklos Nyiszli muss für den KZ-Arzt Josef Mengele diverse pathologische Dienste verrichten und kann so seine Familienangehörigen, die ebenfalls im KZ gefangen sind, mehrmals vor dem sicheren Tod bewahren. Er unterhält sich oft mit dem ihn beaufsichtigenden SS-Oberscharführer Erich Muhsfeldt, der ihm vorwirft, sein Volk zu verraten.
Währenddessen bereitet das 12. Sonderkommando einen Aufstand vor, in dem mehrere Krematorien vernichtet werden sollen. Dabei werden sie von einigen Frauen unterstützt, die in der Munitionsfabrik Union arbeiten und ihnen Sprengstoff liefern. Immer wieder wird die Arbeit des Sonderkommandos und die damit verbundene psychische Belastung gezeigt: Die Sonderkommandos müssen den für den Tod durch Zyklon B bestimmten Häftlingen zunächst vorgaukeln, dass keine Gefahr bestehe, um anschließend ihre Leichen aus den Gaskammern zu räumen und dann zu verbrennen, sowie ihre Habe zu sortieren.
Der geplante Aufstand gerät in Gefahr, als einige der Frauen mit dem Sprengstoff erwischt werden, der für den Aufstand bestimmt ist. Die Frauen werden gefoltert, vor ihren Augen werden ihre Mitgefangenen erschossen, damit sie aussagen, für wen der Sprengstoff bestimmt war. Sie wählen den Freitod, bevor eine der Frauen dazu etwas sagen kann. Die prekäre Lage veranlasst die Sonderkommandos aber – nach vorherigem Zögern – zu dem Entschluss, den Aufstand am nächsten Tag auszuführen. In der Nacht zuvor ereignet sich ein kleines Wunder: Ein Mädchen überlebt die Gaskammer. Das Sonderkommando rettet es und bringt es zum jüdischen Arzt Nyiszli, der das Mädchen vollständig wiederbeleben kann. Er ringt Muhsfeldt sogar das Versprechen ab, das Mädchen freizulassen.
Am nächsten Tag, dem 7. Oktober 1944, kommt es zum Aufstand: Die Sprengung des Krematorium 3, das von polnischen Häftlingen betrieben wird, gilt als Startsignal des Aufstandes. Waffen werden verteilt, um die heranrückenden Wachmannschaften aufzuhalten. Bei der Stürmung der Krematorien gelingt es dem ungarischen Sonderkommando (welches vorher das kleine Mädchen gerettet hatte) ihr Krematorium - das Krematorium 1 - zu sprengen. Die überlebenden Häftlinge werden nach dem Aufstand hingerichtet. Unter Ihnen das kleine Mädchen.
Der Hintergrund des Aufstandes war, dass den Häftlingen bewusst gewesen ist, dass kein vorheriges Sonderkommando länger als 4 Monate überlebt hatte. Ihnen war weiterhin bekannt, dass die Rote Armee immer näher rückte und dass die nationalsozialistische Vernichtungsmaschinerie verzögert und ausgebremst werden müsse, damit so viele Menschen wie möglich befreit werden können.
Die beiden großen Krematorien (1 und 3) werden zerstört und nicht wieder aufgebaut. Dem rebellierenden 12. Sonderkommando folgte nur noch ein Sonderkommando vor der Befreiung. Es war auch das einzige Sonderkommando, das einen Aufstand wagte.
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