Mi
25
Jan
2012
Sonderprogramm ermöglicht Berufsabschluss für Erwachsene
„Nachdem wir in den vergangenen Jahren das Hauptaugenmerk auf die Qualifizierung Beschäftigter – im Rahmen des Sonderprogramms WeGebAU – gelegt haben, soll nun über die „Initiative zur Flankierung des Strukturwandels (IFlaS)“ die Qualifikation Geringqualifizierter intensiver als im Jahr 2010 ermöglicht werden.“ so Markus Behrens, Chef der Arbeitsagentur Dessau-Roßlau zum Sonderprogramm IFlaS.
Mit dem Anziehen der Konjunktur in Deutschland rückt der vorhandene und drohende Fachkräftemangel wieder stärker in den Mittelpunkt der öffentlichen Diskussion. Die Agentur für Arbeit hat dazu eine Reihe von Personengruppen identifiziert, die besser erschlossen werden müssen. Dazu gehört die Gruppe der Geringqualifizierten.
Die Initiative zur Flankierung des Strukturwandels hilft Arbeitnehmern und Arbeitgebern: Arbeitnehmer erhalten bei langfristig rückläufigem Angebot an Stellen für Unqualifizierte eine Perspektive am Arbeitsmarkt und Arbeitgeber können ihren Fachkräftebedarf sichern.
Vielfach ist es wegen individueller Hemmnisse nicht möglich, Arbeitslose direkt zu einem anerkannten Berufsabschluss zu führen. Zwischenschritte über Teilqualifikationen berücksichtigen dies und helfen den betroffenen Personen.
Behrens blickt auf das vergangene Jahr zurück „Das Sonderprogramm IFlaS gab es bereits im Jahr 2010 und es konnte 88 Personen durch eine Qualifizierung für den Arbeitsmarkt fit gemacht werden.“
Das IFlaS ist ein Sonderprogramm der Arbeitslosenversicherung. Im Bereich der Grundsicherung gibt es zwar diese Form der Förderung für Arbeitnehmer nicht, dennoch sind auch für diesen Personenkreis Unterstützung, um sich für den Arbeitsmarkt zu qualifizieren.
„Für das Jahr 2011 stehen uns eine halbe Mio. Euro für das Neugeschäft über das Sonderprogramm zur Verfügung. Das entspricht 85 Eintritten in Umschulungs- und Teilqualifizierungsmaßnahmen. Schwerpunkte werden auch in diesem Jahr die Bereiche Metall/ Elektro, Logistik und sozialpflegerische Berufsbilder sein. Da sich in diesen Branchen die Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt wiederspiegelt.“ informiert Behrens.
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