Mi
25
Jan
2012
Wölfe kehren nach Sachsen-Anhalt zurück
Sachsen-Anhalt ist nicht mehr Wolfserwartungsland. Der Wolf erobert sich langsam den Lebensraum zurück, der ihm einst in Deutschland genommen wurde. Über 100 Jahre wurde er nicht gesehen. In den letzten Jahren sind nun Wölfe aus anderen Ländern wieder eingewandert; über benachbarte Bundesländer kommen diese Tiere auch zu uns.
Der NABU Sachsen-Anhalt fordert die Öffentlichkeit auf, mit dem Thema Wolf sensibel, sachlich und offen umzugehen. Wölfe sind recht vorsichtige Tiere, die die Nähe des Menschen meiden. Selbst Wissenschaftler und Förster und Jäger bekommen diese nur selten zu gesichtet. Da die Wölfe nicht zwischen Nutz- und Wildtieren unterscheiden kann, kann es natürlich vorkommen, daß sie auch Schafe reißen. Hier sind rechtzeitige Präventionsmaßnahmen besonders wichtig und müssen auch zügig ergriffen und umgesetzt werden, um hier vorzubeugen und Akzeptanz zu schaffen.
Wirtschaftliche Schäden sollten erstattet werden. „Die Sorgen der Schäfer müssen ernst genommen werden und sind auch berechtigt.“ Hier sollte nach dem Vorbild von Sachsen auch über die Verwendung von Fördermitteln diskutiert werden, um eine Teilfinanzierung von Schutzzäunen zu ermöglichen. Diese Schutzeinrichtungen in Kombination mit speziell ausgebildeten Schutzhunden sind die beste Möglichkeit zum Schutz der Schafe.
Der Wolf sucht sich den Lebensraum aus, der für ihn geeignet erscheint. Seit einigen Jahren ist der Wolf wieder nach Deutschland zurückgekehrt, nachdem er ausgerottet wurde, aber nicht ausgestorben war. Nach europäischem Recht ist der Wolf eine besonders geschützte Art und damit besteht für die Gesellschaft eine Verpflichtung in der Verantwortung für den Wolf.
Melden Sie jede Sichtung eines Wolfes den zuständigen staatlichen Stellen (Naturschutzbehörden/ Umweltämter) oder über den NABU.
Auf 32 Seiten gibt die Broschüre „Willkommen Wolf“ es einen umfassenden Einblick in Lebensweise und Verhalten der scheuen Rückkehrer. Die Broschüre informiert über Verbreitung und Vorkommen, Konflikt-Management sowie die neuesten Erkenntnisse zum Sozialgefüge frei lebender Wölfe. Neben einer Chronologie der Wölfe in Deutschland, enthält sie Bilder der sächsischen Wölfe, eine Karte vom Wolfsgebiet und bundesweiten Wolfssichtungen und nennt Adressen und Ansprechpartner der jeweiligen Bundesländer, die für Wolfsmeldungen zuständig sind.
Nachdem die Tiere vor etwa 150 Jahren in Deutschland ausgerottet wurden, sind seit dem Jahr 2000 wieder frei lebende Wölfe nach Deutschland zurückgekehrt. Mittlerweile leben zwei Rudel im östlichen Sachsen und ziehen regelmäßig Welpen auf. Der NABU will frei lebenden Wölfen in Deutschland wieder eine Heimat schaffen. Zu diesem Zweck hat er im vergangen Jahr das Projekt „Willkommen Wolf“ für mehr Akzeptanz und zum Schutz der Wildtiere gestartet. Der NABU unterstützt in Wolfsgebieten den Aufbau eines ehrenamtlichen Netzwerkes von Wolfsbetreuern und setzt sich aktiv für den Erhalt von ehemaligen Truppenübungsplätzen und großflächigen Schutzgebieten ein, die sich als Rückzugsräume für Wölfe eignen.
Wer mehr wissen möchte, kann gern die Broschüre „Willkommen Wolf“, A5-Format, 32 Seiten beim NABU Sachsen-Anhalt bestellen für 1,50 Euro plus Versandkosten unter Telefon 0391/ 561 93 50 oder beim NABU Natur Shop, Am Eisenwerk 13, 30519 Hannover, Tel. 05 11-2 15 71-11 oder -81, Fax 05 11-1 23 83-14, Info@NABU-Natur-Shop.de
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