Fr

08

Jan

2016

Mitarbeiter des Jobcenters Aschersleben bedroht

Zu einer verbalen Auseinandersetzung eines 34-jährigen Deutschen mit einem Mitarbeiter des Jobcenters auf dem Dr.-Wilhelm-Külz-Platz kam es am Freitag gegen 08:00 Uhr.

 

Hier hatte der 34-Jährige eine Geldforderung an das Jobcenter. Da noch nicht über seinen Antrag entschieden wurde, wollte er das Gebäude nicht verlassen bis er sein Geld bekommt. Um dem Nachdruck zu verleihen warf er mit einem Stein und bedrohte die Mitarbeiter.

 

Erst nachdem die eingesetzten Polizeibeamten den Streit entschärften und durch das Jobcenter eine für den 34-jährigen positive Entscheidung getroffen wurde, konnte die Ruhe und Ordnung wieder hergestellt werden. Gegen den Mann wird ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

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Kommentare: 4
  • #1

    Ulrich Wockelmann (Samstag, 09 Januar 2016 10:25)

    Wenn über den Leistungsanspruch des Kunden auch am Freitag, den 08.01.2016 noch nicht entschieden wurde, steht er womöglich trotz Rechtsanspruch seit 8 Tagen völlig
    ohne Geld da. Dann kommt das Wochenende. Nochmal drei Tage.
    Wenn über den Antrag noch nicht entschieden wurde, ist wahrscheinlich weder die Miete bezahlt, noch die Energieversorger befriedigt.
    Und der Kühlschrank dürfte leer sein.

    Natürlich ist Eigenverschulden nicht ausgeschlossen. Möglicherweise wurde der Weiterbewilligungsantrag nicht rechtzeitig gestellt, oder es fehlen noch Unterlagen.
    Aber solange keine leistungsrelevanten Änderungen bekanntgegeben wurden, muss das Jobcenter mit den alten Zahlen weiterleisten. Dafür braucht man keine 11 Tage.
    Und immerhin geht es um das soziokulturelle Existenzminimum. Den Rechtsanspruch darauf hatte das Bundesverfassungsgericht mehrfach bestätigt.

    Außerdem ist der Berichterstattung zu entnehmen, dass der Mann den Stein in der Tasche hatte und erst herausnahm, als er wieder weg gewiesen wurde.

    Wenn ich das richtig lese steht dort also: Ohne Stein und Drohen - Abweisung, mit Randale und Polizeipräsenz - Abhilfe.

    Darüber darf man durchaus nachdenken.

  • #2

    Bernburger (Samstag, 09 Januar 2016 13:04)

    Sonst steht doch in den Nachrichten auch nie "Deutscher" usw.

    Warum jetzt aufeinmal?!

    Will man jetzt damit den (extrem schlimmen) Vorfall im AMEOS Klinikum relativieren?!

    Für wie blöd wird man eigentlich in diesem Staat u. von der "Presselandschaft" gehalten???

    Mein Tipp:
    Vielleicht hätte der o.g. Mann (mit 34Jahren auch noch sehr jung) seinen deutschen Ausweis wegschmeissen sollen und sich
    als Ingenieur aus "sie-wissen-schon-vorher" ausgeben sollen.

    Dann wäre wahrscheinlich innerhalb von Stunden sämtliches gestellt worden....

  • #3

    daniel (Samstag, 09 Januar 2016 13:18)

    der mann hätte sich ein großes schild um den hals hängen sollen - aufschrift:

    WIR SCHAFFEN DAS

    ;-)

    aber freitag um 1 macht jeder seins... auch die tollen mitarbieter des jobcenters sind doch qausi schon im wochenende.
    die wollen dann ebend nicht mit "sowas" belästigt werden. wenn interessiert schon essen im kühlschrank, miete usw.

    schei*** land ist das!

  • #4

    Ulrich Wockelmann (Samstag, 09 Januar 2016 19:50)

    Erst am 22.12.2015 war ich als Beistand (§ 13 SGB X) Zeuge einer ähnlichen Situation im Jobcenter Märkischer Kreis in Iserlohn.
    Ich hatte ausführlicher darüber berichtet.
    http://www.lokalkompass.de/iserlohn/politik/wie-viele-jobcenter-mitarbeiter-sind-erforderlich-um-ein-darlehen-ueber-15000-zu-gewaehren-d610498.html

    Jobcenter sind für mich künstlich geschaffene soziale Brennpunkte. Die Frage ist nicht ob die Leute Amok laufen, sondern wann. In den Medien wird oft nur der Vorfall dokumentiert ohne die Vorgeschichte zu recherchieren. Meine Anforderungen an Journalismus liegen höher.
    http://www.beispielklagen.de/IFG055.html