Do

21

Jan

2016

Erkältungswelle treibt Krankenstand 2015 hoch

Copyright Foto: istockphoto / phildate
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In Sachsen-Anhalt haben sich 2015 wieder mehr Arbeitnehmer krankgemeldet. Nach einer aktuellen Auswertung der DAK-Gesundheit kletterte der Krankenstand von 5,0 auf 5,1 Prozent. Er liegt damit erneut weit über dem Bundesschnitt (4,1 Prozent). Vor allem Erkältungen machten 2015 den Menschen in Sachsen-Anhalt zu schaffen.

 

Die Anzahl der Fehltage aufgrund von Atemwegserkrankungen wie Bronchitis stieg um gut ein Viertel. 2015 verursachten schwere Erkältungen – bezogen auf 100 erwerbstätige Versicherte der DAK-Gesundheit – 316 Fehltage, rund 64 Tage mehr als 2014.

 

„In einer Erkältungssaison sind verschiedene Virenstämme unterwegs, die sich ständig verändern und in einem Jahr besonders hartnäckig sein können“, erklärt Steffi Steinicke, Landeschefin der DAKGesundheit in Sachsen-Anhalt. „Die Erkältungswelle 2015, die sich in unserer Statistik spiegelt, liegt im Rahmen dessen, was alle Jahre mal wieder auftritt.“

Deutschlands Arbeitnehmer meldeten sich 2015 wieder häufiger krank. Nach einer aktuellen Auswertung der DAK-Gesundheit kletterte der Krankenstand von 3,9 auf 4,1 Prozent. Insbesondere Atemwegserkrankungen machten den Deutschen zu schaffen. Die Anzahl der Fehltage aufgrund von schweren Erkältungen wie Bronchitis stieg um mehr als ein Viertel. Ausfälle durch psychische Erkrankungen nahmen um knapp drei Prozent zu. Atemwegserkrankungen verursachten 2015 – bezogen auf 100 erwerbstätige Versicherte der DAK-Gesundheit – rund 249 Fehltage, 53 Tage mehr als 2014. "Die Auslöser von Erkältungen haben eine gewisse Mutationsfreudigkeit und können so das Immunsystem immer wieder neu herausfordern. Daher erkranken in manchen Jahren mehr Beschäftigte“, erläutert Herbert Rebscher, Vorstandschef der DAK-Gesundheit. „Es ergeben sich dadurch Wellenbewegungen beim Krankenstand, die aber nicht weiter dramatisch sind."

 

Mehr Berufstätige krankgeschrieben

Jeder zweite Berufstätige bundesweit war 2015 mindestens einmal krankgeschrieben. Gut die Hälfte aller Arbeitsunfähigkeitstage (54,5 Prozent) ging auf das Konto von nur drei Diagnosegruppen: Der häufigste Grund für Fehltage waren Muskel-Skelett-Erkrankungen, wie beispielsweise Rückenschmerzen. Mehr als jeder fünfte Ausfalltag (21,7 Prozent) wurde dadurch verursacht. Atemwegserkrankungen folgten auf Rang zwei mit einem Anteil von 16,6 Prozent und psychische Erkrankungen mit 16,2 Prozent auf Rang drei. Verletzungen kamen mit 11,7 Prozent auf Rang vier.

 

Branchenvergleich

Die Branchen mit dem höchsten Krankenstand waren 2015 das Gesundheitswesen sowie Verkehr, Lagerei und Kurierdienste mit jeweils 4,7 Prozent. Den niedrigsten Krankenstand hatte der Bereich Datenverarbeitung und Informationsdienste mit 2,9 Prozent. Für die Analyse zum Krankenstand wurden die Daten von 2,7 Millionen erwerbstätigen Versicherten der Krankenkasse DAK-Gesundheit durch das IGES Institut in Berlin ausgewertet. Die DAK-Gesundheit ist eine der größten gesetzlichen Kassen in Deutschland und versichert 6,1 Millionen Menschen.


Für die Analyse zum Krankenstand wurden bundesweit die Daten von 2,7 Millionen erwerbstätigen Versicherten der Krankenkasse DAKGesundheit durch das IGES Institut in Berlin ausgewertet. Die DAK-Gesundheit ist eine der größten gesetzlichen Kassen in Deutschland und versichert rund 144.000 Menschen in Sachsen-Anhalt.
Mehr Informationen im Internet: www.dak.de.

 

Die wichtigsten Diagnosen mit ihrem Anteil an den Fehltagen in den Jahren 2015 und 2014

 

2015

 

1.   Muskel- Skelett- System (21,7 Prozent)

2.   Atmungssystem (16,6 Prozent)

3.   Psychische Erkrankungen (16,2 Prozent)

4.   Verletzungen und Vergiftungen (11,7 Prozent)

5.   Verdauungssystem (5,2 Prozent)

6.   Infektionen (4,6 Prozent)

7.   Neubildungen (4,5 Prozent)

8.   Kreislaufsystem (4,3 Prozent)

9.   Nervensystem, Augen, Ohren (4,2 Prozent)

10. Unspezifische Symptome (3,8 Prozent)

2014

 

1.   Muskel - Skelett - Erkrankungen (22,7 Prozent)

2.   Psychische Erkrankungen (16,6 Prozent)

3.   Atmungssystem (13,7 Prozent)

4.   Verletzungen und Vergiftungen (12,2 Prozent)

5.   Verdauung (5,5 Prozent)

6.   Neubildungen (4,8 Prozent)

7.   Kreislaufsystem (4,4 Prozent)

8.   Nervensystem, Augen, Ohren (4,3 Prozent)

9.   Infektionen (4,3 Prozent)

10. Unspezifische Symptome (3,8 Prozent)


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