Polizeiliche Kriminalstatistik 2011 – Polizeirevier Salzlandkreis

Nachdem gestern die Polizeiliche Kriminalstatistik des Landes Sachsen-Anhalt für 2011 veröffentlicht wurde, gab es heute die aktuellen Zahlen des Salzlandkreises. Im Polizeirevier des Salzlandkreises in Bernburg konnte heute die Polizeiliche Kriminalstatistik für das Jahr 2011 präsentiert werden. Steigende Delikte und steigende Aufklärung der Straftaten gegenüber dem Vorjahr umfasst das Gesamtergebnis.

Wie aus der aktuellen Polizeilichen Kriminalstatistik hervorgeht, wurden 15.277 Straftaten im Salzlandkreis registriert. Zum Salzlandrevier gehören die Polizeireviere Bernburg, Aschersleben, Staßfurt sowie Schönebeck. Hier stiegen im vergangenen Jahr die Anzahl der Straftaten gegenüber 2010  um 1.041 Fälle. Von den Anzeigeneingängen konnten durchschnittlich 57,5% aufgeklärt werden. Somit liegt die Aufklärungsquote im Salzlandkreis leicht über die des Landes und stellt im Bundesdurchschnitt einen guten Wert dar.

 

Im Vergleich zwischen den einzelnen Polizeirevieren des Salzlandkreises konnten in Bernburg und Schönebeck mehr Verfahren abgeschlossen werden als im Vorjahr. Zwar gibt es große Unterschiede in der Aufklärungsquote, nämlich von 53,3 % in Staßfurt bis 61,5 % in Bernburg, jedoch ist diese aber auf die Strukturierung und Aufstellung der Kriminalpolizei zurückzuführen. Während sich die Zahl der deutschen Tatverdächtigen leicht erhöhte, nahm die Zahl der nichtdeutschen Tatverdächtigen ab.

 

Laut der Tatverdächtigenstruktur waren 322 Kinder, 533 Jugendliche, 463 Heranwachsende und 4.510 Erwachsene an einer Straftat beteiligt. Somit beträgt der Anteil der Jungtatverdächtigen an allen Tatverdächtigen 22,6 % im Jahr 2011. Davon verübten 4.332 männliche und 1.496 weibliche Personen eine Straftat.     

 

Der Diebstahl war mit 48,4 % (Wegnahme und besonders schwerer Fall) das am häufigsten verzeichnete Delikt. Hier gingen die Zahlen steil nach oben. Während 2010 noch 6.104 Diebstahlfälle erfasst wurden, so waren es 2011 schon 7.398 Fälle. Die Aufklärungsquote aller Diebstahldelikte liegt bei 36,3 %, bei Ladendiebstahl sogar 96,4 %.

 

Die Rohheitsdelikte, wozu auch die Körperverletzung zählt, konnten zu 92,5 % aufgeklärt werden. Insgesamt wurden 1.321 Körperverletzungsdelikte erfasst, dass sind weniger als in den Vorjahren.

 

Die Rauschgiftdelikte haben hingegen stark zugenommen. Waren es im letzten Jahr 535 erfasste Fälle, so waren es im Vorjahr nur 362 Fälle. Dies ist auf eine erstklassige Polizeiarbeit zurückzuführen. In allen Betäubungsmittelklassen, vor allem aber bei Cannabis sind steigende Werte zu erkennen.

 

Wegen dem professionell organisierten Identitätsdiebstahl oder Manipulation von Online-Überweisungen sollen Sonderermittler eingesetzt werden. Wegen des zunehmenden Diebstahls von Handtaschen und Diebstahls im Wohnbereich sollen die Bürger verstärkt durch die Polizei aufgeklärt werden.