Polizeireform: Regionalbereichsbeamte Könnern, Aschersleben, Schönebeck nehmen Dienst auf

Nach Änderung der Polizeireform hat nun die Polizei in Sachsen-Anhalt mit der Einführung der ersten Regionalbereichsbeamten (RBB) in den Gemeinden des Landes begonnen. Heute wurden nun auch die ersten  RBB im Polizeirevier des Salzlandkreises Bernburg vorgestellt. In den nächsten Tagen werden die RBB bereits ihren Dienst in Schönebeck, Aschersleben und Könnern aufnehmen. Innenminister Holger Stahlknecht „Schlagen neues Kapitel polizeilicher Arbeit auf“. Polizeidirektor Eckehard Peters, Leiter des Polizeireviers Salzlandkreis in Bernburg stellte die neuen Regionalbereichsbeamten des Salzlandkreis vor und erklärte die künftigen Aufgaben der RBB, welche nun nach und nach mit der Polizeireform in Sachsen-Anhalt seit 01. Juli 2014 umgesetzt wird. Die Auftaktveranstaltung fand am 01. Juli statt, hier stellte der Innenminister Holger Stahlknecht die ersten RBB in Gommern vor, nunmehr sind alle Landkreise angehalten, ihre RBB zu benenne. Künftig wird es in jeder Verwaltungsgemeinschaft oder Einheitsgemeinde soll es je nach Bevölkerungszahl mindestens zwei Regionalbereichsbeamte geben. Nun wurden die ersten RBB ausgewählt, der gesamte Salzlandkreis wird 13 RBB schrittweise zum Einsatz bringen. Die Beamten wurden bereits gestellt und von der Polizeidirektion Nord bestätigt. 

Entsprechend der Bevölkerungsanzahl bekommt der Bereich Könnern 2 RBB, die Stadt Aschersleben 2 RBB, der Bereich Schönebeck 3 RBB und der Bereich Bernburg künftig auch 3 RBB. Die Benennung der Regionalbereichsbeamten hat am 01. Juli 2014 begonnen, weitere Mitarbeiterbenennungen und die richtige Personalauswahl sind abhängig von der Suche der Liegenschaften in den Gemeinden. Aktuell steht die Polizei in Verhandlungen, erst wenn alle Liegenschaften abgeschlossen sind, werden in absehbarer Zeit alle RBB zum Einsatz kommen. 

Bereich Könnern

Kriminalkommissarin Krystina Michaelis (52) und Polizeioberkommissar Benno Puschke (58)
Kriminalkommissarin Krystina Michaelis (52) und Polizeioberkommissar Benno Puschke (58)

Bereich Aschersleben

Polizeiobermeisterin Annett Kahl (40) und Polizeihauptmeister Jörg Offenborn (46)
Polizeiobermeisterin Annett Kahl (40) und Polizeihauptmeister Jörg Offenborn (46)

Bereich Schönebeck

Polizeihauptmeisterin Petra Peters (47), Polizeiobermeisterin Marion Schulz (56)
Polizeihauptmeisterin Petra Peters (47), Polizeiobermeisterin Marion Schulz (56)

Bereich Könnern

2 Regionalbereichsbeamte, Frau Kriminalkommissarin Krystina Michaelis (52) und Polizeioberkommissar Benno Puschke (58).

 

Bereich Schönebeck

3 Regionalbereichsbeamte, Polizeihauptmeisterin Petra Peters (47), Polizeiobermeisterin Marion Schulz (56), Polizeihauptmeisterin Brigitte Horn (55).

 

Bereich Aschersleben

2 Regionalbereichsbeamte, Polizeiobermeisterin Annett Kahl (40) und Polizeihauptmeister Jörg Offenborn (46).  Sind in der Stadt weitgehend bekant Bereich Aschersleben

Bereich Bernburg

3 Regionalbereichsbeamte, sind noch zu benennen

 

Die RBB werden in Bernburg, den Ortsteilen sowie dem gesamten Salzlandkreis als Ansprechpartner für alle polizeilichen Belange zur Verfügung stehen. Regionalbereichsbeamte werden im Zuge der Organisationsfortentwicklung der Polizei Sachsen-Anhalts künftig in allen Einheits- und Verbandsgemeinden sowie den kreisfreien Städten eingesetzt. Ihre Anzahl richtet sich nach der jeweiligen Einwohnerzahl. Grundsätzlich versehen in jeder Einheits- und Verbandsgemeinde bis unter 30.000 Einwohnern zwei Regionalbereichsbeamte ihren Dienst. Ab 30.000 Einwohnern und pro weitere 10.000 Einwohner wird je ein zusätzlicher Regionalbereichsbeamter eingesetzt. Die Übertragung der Aufgaben soll mit Beginn des kommenden Jahres abgeschlossen sein, so dass dann in Land Sachsen-Anhalt insgesamt 305 Regionalbereichsbeamte ihren Dienst versehen.

 

Den Regionalbereichsbeamten obliegen vornehmlich die Aufgaben der Präsenz und Prävention in der Gemeinde. Sie sollen für alle polizeilichen Belange als Ansprechpartner zur Verfügung stehen und sollen Kontakte zu den verschiedensten Stellen, beispielsweise zu den Kommunalverwaltungen, zu Schulen, Vereinen oder Unternehmen pflegen. Bei geeigneten Voraussetzungen sollen Regionalbereichsbeamte auch die Möglichkeit haben, Dienstfahrräder zu nutzen. Denkbar hierfür sind Präsenzstreifen insbesondere in städtischen Bereichen oder aber auch Einsatzanlässe wie Festumzüge oder Präventionsveranstaltungen. Dazu zählen auch die Kontakte zu Unternehmen in den jeweiligen Verantwortungsbereichen, dass zentrale Notrufmanagement, der Kontakt zu Leitern von Verkaufseinrichtungen, es sind die banalen Dinge wie: Wer hat Schlüssel? Wer lässt uns rein? Wer ist der Tankstellenbesitzer? Wer ist der verantwortliche für eine Sparkasse? Außerdem gehört das Abgleichen von Daten dazu.

 

Die RBB werden sich um das örtliche Leben kümmern, Präsenz zeigen, ihre Streifentätigkeit verrichten, Volksfeste und Umzüge absichern. Dabei tragen sie ein hohes Maß an Eigenverantwortung bei der Gestaltung der Dienstzeit, der Planung in Abstimmung mit den Ordnungsamtsleitern und Veranstaltungskalender, sie werden da sein, wo polizeiliche Unterstützung nötig ist.

 

Polizeidirektor Eckehard Peters ist erfreut über die Dienstaufnahme der ersten RBB, stellen diese doch ein wichtiges Element der Organisationsentwicklung der Polizei dar. Die Polizei vor Ort, Polizei zum anfassen.  

 

In den nächsten Wochen werden die Benennung der nächsten RBB folgen, die Verhandlungen und Bedingungen der Liegenschaften müssen abgeschlossen werden, dazu steht die Polizei mit allen Bürgermeistern in Verbindung. In Aschersleben, Schönebeck und Bernburg wird dies kein Problem darstellen, weil dort ja schon Revierkommissariate vorhanden sind, aber teilweise werden die alten Revierstationen in diesem Umfang nicht mehr benötigt, schließlich muss auch ortsübliche Miete bezahlt werden. Auch die Verkleinerung von Büroräumen werden dazu gehören, nach und nach werden diese Aufgaben abgearbeitet, wenn die Verhandlungen und Verträge mit der Polizeidirektion abgeschlossen ist, werden die RBB eingesetzt. Zum 01. Oktober soll dann die Einrichtung der Streifenkreise erfolgen, bis zum Jahresende soll die Neuorganisation der Kriminalitätsbekämpfung abgeschlossen sein. Künftig wird es im Salzlandkreis 4 Streifenkreise mit jeweils 24 km Durchmesser geben. Dazu gehören Schönebeck, Staßfurt, Aschersleben und Bernburg. Als Unterstützung der Streifenpolizisten sollen die Funkstreifenwagen, welche nur noch in einem jeweilig festgelegten Muster von 24 Kilometern unterwegs sind, innerhalb von 20 Minuten an jedem Einsatzort sein. Außerdem wurden die Streifenwagen der Polizei mit neuen GPS-Systemen ausgerüstet, umso schneller an jeweiligen Einsatzorten zu sein.