Zwei Betrugsfälle, Polizei klärt auf

Fall1: Dienstagmittag wurde eine Rentnerin (70) von einem angeblichen Staatsanwalt Kramer von der Staatsanwaltschaft Frankfurt angerufen. Der Mann erklärte, dass die Ermittlungen im Zuge mit Drohanrufen gegenüber der Angerufenen fast abgeschlossen sind. Eine Ergreifung würde kurz bevor stehen. Allerdings würde dazu die Unterstützung der Rentnerin benötigt. Diese Unterstützung sicherte die Frau zu. Wenig später meldet sich der Mann wieder und teilte der Rentnerin mit, dass sie eine Gegenleistung von 4950.- € bei der Postbank auf ein Konto der Western Union Bank in der Türkei überwiesen soll. Die Rentnerin begab sich daraufhin zur Sparkasse um den Betrag abzuheben und anschließend bei der gewünschten Bank (Postbank) einzuzahlen. Die Angestellte der Postbank hielt die Frau dankenswerter Weise von der Einzahlung ab. Somit konnte zumindest ein wirtschaftlicher Schaden bei der Rentnerin verhindert werden. Die informierte Polizei nahm eine Strafanzeige wegen Betruges entgegen und erklärte der Rentnerin die Betrugsmasche.

 


Fall 2: Am Dienstagnachmittag wurde ein 16-Jähriges Mädchen Opfer der sogenannten Facebook-Betrugsmasche. Sie erhielt eine Nachricht von der angeblichen Schwester ihres Freundes und wurde zur Herausgabe der Handynummer überredet. Anschließend erhielt sie mehrere Codes (Gesamtwert ca. 300.-€) welchen auch übermittelt wurden.

 

In beiden Fällen wurde in den vergangenen Wochen und Monaten, auch unter Zuhilfenahme der örtlichen und überörtlichen Medien, ausreichend Präventionsarbeit geleistet. Nun hat es zumindest den Anschein, dass noch nicht alle ausreichend informiert sind.

 

Die Polizei erlebt dieses Phänomen aber häufiger. Zum einen könnte dies daran liegen, dass sich im Zuge der Aufklärungsarbeit neue Täter finden um die Masche auszuprobieren. Zum anderen werden natürlich auch Straftaten, welche vorher im Dunkelfeld gelandet wären, da sich die Betroffenen z.B. aus Scham über den Betrug nicht an die Polizei wenden, erst zur Anzeige gebracht. Dies bezieht sich auf alle Arten von Betrügereien.

 

Daher hier noch einmal der Hinweis: Auch im Internet sind jede Menge Betrüger unterwegs, die auf die verschiedensten Arten versuchen an ihr Geld zu gelangen. Statistisch ist es mittlerweile belegt, dass die Betrugsstraftaten etwa 1/6 aller Straftaten ausmachen. Ein Großteil davon wird telefonisch oder über das Internet begangen. Eine gesunde Skepsis und keine Angst jemanden anders um Rat zu fragen, könnten einen großen Anteil dieser Straftaten verhindern oder zumindest erschweren.

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