Aufklärungsmeldung - Brandermittlungen im Stadtgebiet Aschersleben

Im Rahmen der Ermittlungen zu den Bränden im Stadtgebiet von Aschersleben gab es am Dienstagnachmittag den entscheidenden Durchbruch, wodurch der  Großteil der Straftaten geklärt werden konnte.


Der bereits ins Visier der Polizei geratene 32-jährige Ascherslebener nutzte die Möglichkeit des rechtlichen Gehörs und legte ein umfassendes Geständnis ab. Demnach war er an etwa 90 % der untersuchten Branddelikte im Raum Aschersleben maßgeblich beteiligt. Die Ermittlungen zu den restlichen Branddelikten dauern weiter an.


Seine Motivation ist sehr wahrscheinlich auf persönliche Probleme zurückzuführen.

Bereits vor dem letzten Brand eines Dachstuhls, im Bereich der Lauestraße, war der 32-jährige in den Focus der Ermittler geraten. Er wurde erstmals in den Morgenstunden nach diesem Brand polizeilich vernommen, stritt zu diesem Zeitpunkt allerdings eine Beteiligung vehement ab.


Anhand der Auswertung der an den Tatorten gesicherten Spuren verhärtete sich allerdings der Tatverdacht gegen ihn. Durch zusätzliche Zeugenaussagen ließ sich dieser Verdacht untermauern. Letzte Gewissheit brachte eine am Dienstagvormittag durchgeführte Wohnungsdurchsuchung. Der wachsende Ermittlungsdruck führte letztendlich offenbar dazu, dass der Beschuldigte die Vernehmung nutzte um ein umfassendes Geständnis abzulegen. Eine umfassende kriminalistische Aufarbeitung der Taten wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

 

In Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft wurde von der Untersuchungshaft abgesehen. Eine Wiederholungsgefahr wurde nicht erkannt, da seit der ersten Vernehmung des Beschuldigten keine weiteren Branddelikte aktenkundig wurden. Eine positive Sozialprognose und die umfangreiche Geständigkeit ließen weitere Haftgründe wie Fluchtgefahr oder Verdunklungsgefahr ebenfalls entfallen. Eine Gefährderansprache mit Verweis auf die Folgen einer erneuten Tat, wurde trotzdem geführt.

 

Das Verfahren soll nun schnellstmöglich abgeschlossen und der Staatsanwaltschaft zugestellt werden.