„ANKOMMER. Perspektive Deutschland“ schafft Ausbildung und Arbeit für geflüchtete Menschen

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Rund 190 Startups und (sozial-)unternehmerische Initiativen, die mit innovativen, übertragbaren Ansätzen Flüchtlingen Zugang zu Bildung sowie zu Ausbildungs- und Arbeitsplätzen bieten, haben sich für das Stipendienprogramm „ANKOMMER. Perspektive Deutschland“ beworben. Statt geplanten 12 wurden nun sogar 14 Projekte von einer Expert/-innenjury ausgewählt. Ab Mitte November werden die Gründer/-innen bis zu acht Monate lang gecoacht. Schirmherr des Programms der KfW Stiftung und der Social Impact gGmbH ist Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel. Das Stipendium umfasst Leistungen im Gegenwert von 12.500 Euro. Darunter fallen Coaching, Fachberatung, Workshops und ein Co- 15 Working-Arbeitsplatz in den Labs der Social Impact gGmbH in Berlin, Frankfurt, Hamburg, Leipzig und Duisburg. Am Ende des Stipendiums werden die besten drei Projekte mit einem Startgeld von jeweils 20.000 Euro prämiert.

(Foto: PitchBerlin6_FotografChristianKlant.jpg)

 

An den eingegangenen Bewerbungen lassen sich bundesweite Trends in der ökonomischen Integration von Flüchtlingen ablesen: Die Spanne reicht von Lösungen für Beschäftigung im Bereich IT, Handwerk, Gastronomie und Kulturwirtschaft bis hin zu spezifischen Formen der Rechtsberatung, Arbeitsvermittlung und des Mentorings. Wirksame Initiativen zur Integration von Flüchtlingen entstehen auf lokaler Ebene. „ANKOMMER. Perspektive Deutschland“ ist das erste Projekt in Deutschland, das lokalen Initiativen systematisch bundesweite Sichtbarkeit verschafft. Die KfW Stiftung und die Social Impact gGmbH möchten mit ihrem Stipendienprogramm die Infrastruktur für das neue Sozialunternehmertum stärken, das eine wichtige Rolle bei der Lösung der aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen mit ökonomischen Mitteln spielt. Um einen möglichst großen Impact für so viele Geflüchtete wie möglich zu generieren, spielte daher der Vorbild- und Modellcharakter der Projekte bei der Auswahl der Stipendiat/-innen eine entscheidende Rolle. Viele der ins Programm aufgenommenen Projekte werden zwar als Presseerklärung relativ kleine Ideen anfangen und sich zunächst an einem Ort etablieren. Künftig sollen sie jedoch bundesweit die ökonomische und soziale Integration vieler Menschen erleichtern. Angestrebt ist eine Win-Win-Situation: Einerseits erhält die deutsche Wirtschaft durch neue, gut vorbereitete und teils sogar fertig ausgebildete Arbeitskräfte eine zusätzliche Chance, dem demografischen Wandel entgegenzuwirken. Auf der anderen Seite können mehr Flüchtlinge selbstbestimmt leben und sind nicht auf staatliche Leistungen angewiesen.

 

Dazu Schirmherr Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel: „Die hohe Zahl der zu uns kommenden Flüchtlinge stellt Europa und Deutschland vor große wirtschaftliche und soziale Herausforderungen. Die Kommunen allein können diese nicht bewältigen, sondern es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, Flüchtlinge gesellschaftlich und ökonomisch besser zu integrieren. Dazu leistet das Projekt „ANKOMMER. Perspektive Deutschland“ der KfW Stiftung und der Social Impact gGmbH einen wertvollen Beitrag.“ Der Geschäftsführer der KfW Stiftung, Dr. Bernd Siegfried, sagte: „Die KfW Stiftung setzt sich für verantwortungsbewusstes unternehmerisches Denken ein, das sich mit kreativen Ideen und innovativen Strukturen den gesellschaftlichen Herausforderungen der Zukunft stellt. Die Eingliederung von Flüchtlingen, ihre Befähigung zur Teilhabe am sozialen und wirtschaftlichen Leben in unserem Land ist eine solche Herausforderung. Das Programm „ANKOMMER. Perspektive Deutschland“ entspricht geradezu exemplarisch unserer Zielsetzung."

 

Geschäftsführer der Social Impact gGmbH, Norbert Kunz: „Das Thema Flüchtlingspolitik und die damit verbundenen gesellschaftlichen Herausforderungen können nicht ausschließlich auf politischer oder kommunaler Ebene gelöst werden. Eine Willkommenskultur in Deutschland braucht heute mehr denn je neue und gerechte Lösungen. Sie erfordert soziales Umdenken und die Bereitschaft, Vielfalt als festen Teil unserer Gesellschaft zu verstehen. Wir müssen lernen, die neuen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Chancen für Deutschland zu erkennen und zu nutzen.“

 

Die KfW Stiftung setzt sich mit der Bewältigung großer gesellschaftlicher Herausforderungen auseinander. Dazu zählen der Schutz von Umwelt und Klima, der demografische Wandel sowie die Globalisierung. Unter dem Leitmotiv „Verantwortung übernehmen – Vielfalt gestalten“ entwickelt sie eigene Projekte zu diesen Kernthemen. Dabei fördert sie Initiativen, die bestehende Muster hinterfragen, entwickelt Konzepte für alternatives Handeln und bietet Plattformen für grenzüberschreitenden Austausch. Der Stiftungszweck umfasst die Themenfelder Verantwortliches Unternehmertum, Soziales Engagement, Umwelt und Klima sowie Kunst und Kultur.

Mehr Informationen auf www.kfw-stiftung.de

 

Die Social Impact gGmbH mit Sitz in Potsdam wurde 1994 unter dem Namen iq consult gegründet. Social Impact ist die Agentur für soziale Innovationen und Experte für Gründungsberatung mit Fokus auf Programme für Social Startups sowie Angebote für weitere Zielgruppen. Die Gründungsprogramme werden in Social Impact Labs angeboten, an derzeit sechs Standorten (Berlin, Hamburg, Frankfurt, Leipzig, Duisburg, Potsdam). Social Impact mit seinen rund 50 Mitarbeitern wird durch bekannte Unternehmen und Stiftungen gefördert.

Mehr Informationen auf www.socialimpact.eu

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