Salzlandkreis vom Bundesverkehrsministerium ausgezeichnet

V.l.n.r.: Staatssekretär Rainer Bomba, Fachbereichsleiterin Karin Pfeiffer, Fachdienstleiter Tilo Wechselberger, Landrat Markus Bauer

Rainer Bomba, Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, zeichnete am Dienstag den Salzlandkreis für das Konzept zur langfristigen Sicherung von Versorgung und Mobilität der Bürger aus. Bundesweit haben 91 Regionen am Wettbewerb teilgenommen. Insgesamt 18 Regionen konnten überzeugen. Der Salzlandkreis ist als einziger Landkreis in Sachsen Anhalt dabei. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur fördert nun die Umsetzung der Ideen aus dem Salzlandkreis mit bis zu 500.000 Euro. Davon können bis zu 100.000 Euro für investive Maßnahmen ausgegeben werden.

 

Durch den Ausbau von Verkehrs- und digitaler Infrastruktur soll die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse im ländlichen Raum garantiert werden. Landrat Markus Bauer ist stolz über diese Auszeichnung, die die kreative und effiziente Arbeit der Landkreisverwaltung belege. „Der ländliche Raum wird vernetzt“. Das bedeute die Wertschätzung von Investitionen der älteren Generation und dass das Leben auf dem Land an Attraktivität gewinne, so Markus Bauer zur Ehrung in Berlin.


Das Modellvorhaben läuft von Januar 2016 bis Juni 2018. Nach der Urkundenübergabe gestern beim BMVI wird jetzt der konkrete Fördermittelantrag erarbeitet, der bis zum 8. Jan. 2016 beim Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) eingereicht werden wird.

 

Zur Sicherung der Einrichtungen der Daseinsvorsorge und der Mobilität werden mit der Förderung auf der Grundlage umfangreicher Bestandsanalysen Strategien zur Bündelung der Daseinsvorsorge sowie zukunftsfähige Mobilitätslösungen erarbeitet werden. Hierbei sollen gemeinsam mit den Gemeinden Kooperationsräume gebildet werden. Weiterhin werden Mobilitätsstrategien auch im Hinblick auf die E-Mobilität entwickelt. Begleitet wird dieser Prozess durch Regionale Bürgerwerkstätten und die Öffentlichkeitsarbeit. Eine Lenkungsgruppe unter Leitung des Landrates und mit Beteiligung der Gemeinden, der Fachausschüsse des Kreistages wird die wesentliche Steuerung des Projektmanagements übernehmen.

 

Zur Vorbereitung des Projektantrages ist der SLK von der in Magdeburg ansässigen RKW Sachsen-Anhalt GmbH unterstützt worden. Es ist beabsichtigt, dass die RKW das Projekt als beauftragtes Büro unterstützt. Wichtig ist im Modellvorhaben aber auch die Netzwerkarbeit der 18 Modellregionen. Hierzu wird es bis 2018 eine Reihe von Regionalen Workshops und Fachveranstaltungen geben. Mit der wissenschaftlichen Begleitung hat das BMVI die Hochschule Neubrandenburg und das Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel (InnoZ) Berlin beauftragt.

 

Foto: Salzlandkreis