Fördermöglichkeiten für jugendliche Arbeitslose ausschöpfen

Am 12. August ist der „Internationale Tag der Jugend“. Aus diesem Grund hat die Agentur für Arbeit Bernburg die Situation jüngerer Menschen auf dem Arbeitsmarkt im Salzlandkreis analysiert.


Weniger Jugendliche auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt aktiv

 

Der demografische Wandel ist besonders bei den Jugendlichen zu spüren. So sind auf dem Arbeitsmarkt deutlich weniger junge Menschen beschäftigt als vor fünf Jahren. Während die Beschäftigung allgemein in den letzten fünf Jahren um ein Prozent zugenommen hat, sank die Zahl der jüngeren Erwerbstätigen um etwas mehr als ein Drittel. Aktuell sind im Agenturbezirk Bernburg 4.471 Menschen unter 25 Jahren sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Auch die Zahl der Auszubildenden sank im Salzlandkreis im Zeitraum der letzten fünf Jahre um fast ein Drittel.

 

Dasselbe Bild zeigt sich in der Arbeitslosenstatistik. So sind aktuell 532 Jugendliche arbeitslos, mehr als 50 Prozent weniger als vor fünf Jahren.

 

„Wir haben die Talsohle beim demografischen Wandel langsam durchschritten. In den nächsten Jahren werden wieder mehr Jugendliche die Schule beenden. Unternehmen sind deshalb gut beraten, sich intensiv um den Fachkräftenachwuchs zu bemühen. Dazu zählt auch, Jugendlichen eine berufliche Perspektive zu geben, die nicht alle gewünschten Voraussetzungen erfüllen. Gerade für diese jungen Menschen gibt es vielfältige Unterstützungsmöglichkeiten“, so Thomas Holz, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Bernburg.

 

Fördermöglichkeiten für jugendliche Arbeitslose und Auszubildende nutzen

 

Damit auch leistungsschwächere Jugendliche ihre Ausbildung erfolgreich absolvieren, stehen unterschiedliche Fördermöglichkeiten der Arbeitsagentur zur Verfügung.

 

So können ab dem ersten Tag der Ausbildung so genannte „ausbildungsbegleitende Hilfen“ in Anspruch genommen werden. Hier erhalten Jugendliche eine gezielte Förderung, wenn sie Probleme in der theoretischen oder praktischen Ausbildung haben oder speziell auf Zwischen- und Abschlussprüfungen vorbereitet werden sollen. Im vergangenen Jahr nutzten dies 96 Auszubildende.

 

Junge Menschen, die noch keine genaue Vorstellung vom späteren Beruf haben oder noch nicht ausbildungsreif sind, können während einer „Einstiegsqualifizierung“ im Unternehmen erste berufliche Erfahrungen sammeln. Dieses Langzeitpraktikum in der Firma dauert sechs bis 12 Monate, und die Kosten werden von der Arbeitsagentur übernommen. Ziel ist es, nach dem Praktikum eine betriebliche Ausbildung, möglichst im gleichen Unternehmen, aufzunehmen. Im letzten Jahr haben 69 Jugendliche eine Einstiegsqualifizierung begonnen.

 

Neu ist die „assistierte Ausbildung“, bei der erfahrene Coaches dem Ausbildungsbetrieb und dem Azubi zur Seite stehen. Zusätzlicher Förderunterricht ist ebenfalls möglich. „Im vergangenen Jahr starteten wir mit 8 Teilnehmern im Salzlandkreis. In diesem Jahr bieten wir 12 Plätze an“, so Holz.

 

Detaillierte Informationen zu den Fördermöglichkeiten erhalten die Unternehmen bei ihrem persönlichen Ansprechpartner im Arbeitgeber-Service oder unter der kostenlosen Arbeitgeber-Hotline 0800 4 5555 20.



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