Neue Kfz-Regionalklassen 2017 Sachsen-Anhalt: Weiterhin niedrige Regionalklassen

Für die Autofahrer in Sachsen-Anhalt gelten auch im kommenden Jahr überwiegend niedrige Regionalklassen in der Kfz-Versicherung.


Für die Autofahrer in Sachsen-Anhalt gelten auch im kommenden Jahr überwiegend niedrige Regionalklassen in der Kfz-Versicherung. Nach der aktuellen Regionalstatistik des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) bleiben in 11 der 14 Zulassungsbezirke des Landes die Einstufungen in der Kfz-Haftpflichtversicherung erhalten. Autofahrer im Saale-Kreis, Anhalt-Bitterfeld und dem Jerichower Land profitieren von einer besseren Einstufung. Damit gelten für rund 75 Prozent der Autofahrer in Sachsen-Anhalt die niedrigsten Regionalklassen 1 und 2.

 

Auch in der Kaskoversicherung ändert sich im Vergleich zum Vorjahr nur wenig: Lediglich die Vollkaskoversicherten in Boerde, Anhalt-Bitterfeld und im Burgenland rutschen in eine höhere Regionalklasse. Für 75 Prozent der Vollkasko- und rund 82 Prozent der Teilkaskoversicherten bleiben die aktuellen Regionalklassen erhalten.

 

Bundesweit profitieren knapp 6,3 Millionen Autofahrer in Deutschland von besseren Regionalklassen in der Kfz-Haftpflichtversicherung, rund 4,8 Millionen werden heraufgestuft. Für weitere 28,5 Millionen Kfz-Haftpflichtversicherte bleiben die Regionalklassen des Vorjahres erhalten. Besonders niedrige Einstufungen ergeben sich weiterhin für Autofahrer in Brandenburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Hohe Regionalklassen gelten vor allem in Großstädten sowie in Teilen Bayerns. In den Kaskoversicherungen ändert sich durch die aktuelle Regionalstatistik nur wenig: Für 87 Prozent der Voll- oder Teilkaskoversicherten bleibt die Einstufung des Vorjahres erhalten.

 

Regionalklassen spiegeln die Schadenbilanz der Regionen wider

 

Die Regionalklassen werden für die insgesamt 415 deutschen Zulassungsbezirke einmal im Jahr vom GDV herausgegeben und spiegeln die Schadenbilanz der Regionen wider. Entscheidend ist dabei nicht, wo ein Unfall passiert oder ein anderer Kaskoschaden entstanden ist, sondern in welchem der Zulassungsbezirke der Fahrzeughalter seinen Wohnsitz hat.

 

Regionalklassen gibt es für die Kfz-Haftpflicht- sowie für die Voll- und Teilkaskoversicherung. In der Kfz-Haftpflichtversicherung sind die Versicherungsleistungen für geschädigte Dritte nach Verkehrsunfällen maßgeblich. In der Kaskoversicherung fließen die Versicherungsleistungen nach selbstverschuldeten Unfällen und für alle anderen Kaskoschadensfälle in die Berechnung ein, unter anderem für Autodiebstähle, Glasschäden, Wildunfälle oder Schäden durch Naturereignisse.

 

Die so berechneten Schadenbilanzen der Zulassungsbezirke werden versicherungsmathematisch in einen Indexwert umgerechnet, der die jeweilige Regionalklasse bestimmt. Für die Haftpflicht gibt es 12, für die Vollkasko 9 und für die Teilkasko 16 Klassen. Je besser die Schadenbilanz und damit die Einstufung in der Regionalklasse, desto günstiger wirkt es sich auf den Versicherungsbeitrag aus. Allerdings lässt sich über eine Veränderung bei der Regionalklasse keine Aussage über die Entwicklung des gesamten Kfz-Versicherungsbeitrages treffen. Wie sich ein Kfz-Versicherungsbeitrag zusammensetzt und welche Tarifmerkmale es gibt, erfahren Sie hier.

 

Die Regionalstatistik des GDV ist für die Versicherungsunternehmen unverbindlich und kann ab sofort für Neuverträge und für bestehende Verträge zur Hauptfälligkeit angewendet werden – in der Regel ist dies der 1. Januar 2017.



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