DRK und AOK engagieren sich für gesündere Mitarbeiter

Mit den Ergebnissen aus Umfragen, Messungen und Analysen planen DRK und die AOK-Gesundheitsexperten in einem nächsten Schritt nun zukünftige Angebote für die DRK-Beschäftigten.


Rückenscans, Stressmessung und Fitnesskurse – der Kreisverband Östliche Altmark des Deutschen Roten Kreuzes setzt sich für die Gesundheit seiner Mitarbeiter ein. Denn gerade in Gesundheitsberufen ist die physische und psychische Belastung hoch. Gemeinsam mit der AOK Sachsen-Anhalt entwickelte der Kreisverband deshalb ein Gesundheitsangebot für seine Beschäftigten. Das Ziel: Hilfe zur Selbsthilfe.

 

Sie pflegen Hilfsbedürftige, betreu­en Kinder und retten Menschenleben. Die rund 600 Mitarbeiter des Deut­schen Roten Kreuzes, Kreisverband Östliche Altmark, haben Jobs mit viel Verantwortung und einer ho­hen Belastung. Egal ob bei der Kindererziehung, in der Altenpflege oder in der Kleiderkammer: Ihre Arbeit ist ein Knochenjob, der auf Dauer krank machen kann. „Vorbeugen, statt heilen“, lautet daher die De­vise, der sich die Personalverant­wortlichen verschrieben haben. Betriebliche Gesundheitsförderung ist zu einem festen Bestandteil der Perso­nalpolitik und des Qualitätsmanagements beim Kreisverband geworden. Eine Vereinbarung mit der AOK Sachsen-Anhalt wurde jetzt um ein Jahr verlängert.

 

Rückenscans und Stressmessung

 

Mit einer Umfrage wollten die AOK-Gesundheitsberater erfahren, welchen körperlichen Belastungen die einzelnen Mitarbeiter ausgesetzt sind. Weiterhin analysierten sie, aus welchen Gründen die Beschäftigten fehlten und ob und wie dies mit ihren Arbeitsaufgaben und Arbeitsbedingungen zusammenhing.

 

Anschließend veranstaltete die AOK für die DRK-Beschäftigten Gesundheitstage in ihren Einrichtungen. Mit Rückenvermessungen beispielsweise analysierten die Gesundheitsexperten der Krankenkasse Verformungen der Wirbelsäule. Wie stark gestresst die Mitarbeiter sind, untersuchten die Experten der Krankenkasse mit Kardioscans. Die Ergebnisse wurden mit den Teilnehmern gleich ausgewertet.

 

Mit den Ergebnissen aus Umfragen, Messungen und Analysen planen DRK und die AOK-Gesundheitsexperten in einem nächsten Schritt nun zukünftige Angebote für die DRK-Beschäftigten. Denkbar sind zum Beispiel arbeitsplatzbezogene Rückenschulen, Seminare zu Stressmanagement oder Zeitmanagement. Aber auch der Umgang mit psychischen Belastungen, wie sie beispielsweise in Pflegeheimen oder in den Kinder- und Jugendhäusern an der Tagesordnung sind.

 

Die Angebote stehen nicht nur AOK-Versicherten offen, sondern allen Mitarbeitern. Alle DRK-Einrichtungen im Landkreis sind an dem Projekt beteiligt.

 

Gesundheitsförderndes Umfeld am Arbeitsplatz

 

Sabine Moll, Personalleiterin des DRK-Kreisverbandes berichtet: „Hilfe zur Selbsthilfe ist der Grundgedanke des Programms. Wir wollen unseren Mitarbeitern dabei helfen, gesund und fit zu bleiben.“ So ist der Arbeitgeber DRK regelmäßig dabei, das Umfeld anzupassen, die Arbeitsplätze möglichst ergonomisch zu gestalten oder ein flexibles Arbeitszeitmanagement auf- und auszubauen. „Dabei stehen wir noch am Anfang. Die nächsten Schritte sind geplant und für weitere Vorschläge sind wir immer offen.“

 

Ulrich Walter, AOK-Gesundheitscoach, unterstreicht: „Es kommt auf jeden Einzelnen an, etwas für seine Gesundheit zu tun. Sich mehr zu bewegen ist das Wichtigste. Wer Sport treibt, einen Fitnesskurs oder eine Rückenschule besucht, kann Gesundheitsschäden gut vorbeugen.“

 

Die AOK Sachsen-Anhalt ist für viele Unternehmen der erste Ansprechpartner für betriebliche Gesundheitsfragen. Landesweit ist die Krankenkasse in rund 800 Firmen aktiv.

 

Die AOK Sachsen-Anhalt betreut rund 725.000 Versicherte und 44.000 Arbeitgeber in 44 regionalen Kundencentern. Mit einem Beitragssatz von 14,9 Prozent und einem Marktanteil von rund 35 Prozent ist sie die günstigste und größte Krankenkasse in Sachsen-Anhalt.



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