Langzeitarbeitslosigkeit bleibt eine der größten Herausforderungen für den Arbeitsmarkt

„Die Gründe für lange Arbeitslosigkeit sind vielfältig. Neben dem Alter sind dies häufig fehlende Berufsabschlüsse und Qualifikationen“, weiß Anja Huth, Chefin der Bernburger Arbeitsagentur.


Die Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt im Salzlandkreis ist groß. Wer eine Ausbildung hat, der ist meist nur kurz ohne Job. Je länger aber eine Person ohne Arbeit bleibt, umso schwieriger wird es für sie, in einem neuen Job Fuß zu fassen. So gibt es zwar immer weniger Arbeitslose, aber darunter immer mehr Menschen, die ein Jahr oder länger ohne Arbeit sind. Insgesamt waren im Landkreis im Januar 32,9 Prozent der Arbeitslosen Langzeitarbeitslose.

 

Der Rückgang der Langzeitarbeitslosigkeit ist nicht mit der allgemeinen rückläufigen Entwicklung der Arbeitslosigkeit gleichzusetzen. Nach Rechtskreisen betrachtet finden sich Langzeitarbeitslose häufiger im Jobcenter wieder. So werden im Rechtskreis SGB III derzeit 446 und im Rechtskreis SGB II 3.284 langzeitarbeitslose Menschen betreut. „Die Gründe für lange Arbeitslosigkeit sind vielfältig. Neben dem Alter sind dies häufig fehlende Berufsabschlüsse und Qualifikationen“, weiß Anja Huth, Chefin der Bernburger Arbeitsagentur.

 

Anteil Langzeitarbeitsloser steigt mit fehlendem Berufsabschluss

 

So steigt zum Beispiel der Anteil Langzeitarbeitsloser mit einer fehlenden Berufsausbildung. Im Bezirk der Agentur für Arbeit Bernburg wuchs der Anteil dieser Menschen in den vergangenen vier Jahren von knapp 21 Prozent (834 Menschen) auf über 29 Prozent (1.018 Menschen). Eine fehlende oder nicht mehr zeitgemäße Qualifikation erschwert jedoch die Vermittlung in Arbeit.

 

Die Arbeitsagentur wird daher ihre Bemühungen um Integration zunehmend ausbauen: „Wir investieren in die betroffenen Menschen und werben mit unserem gemeinsamen Arbeitgeberservice um Akzeptanz der Personengruppe bei Arbeitgebern“, so Huth, „denn das Potential der Langzeitarbeitslosen ist nicht zu unterschätzen“.

 

Dafür hält die Agentur für Arbeit im Salzlandkreis ein reichhaltiges Instrumentenpaket bereit: Von der Probearbeit, Eignungstests, Arbeitsplatzbegutachtungen und Technischen Beratungen über berufspsychologische Einschätzungen und die Unterstützung der Arbeitsaufnahme bis hin zur bekannten Qualifizierung und dem Eingliederungszuschuss. Diese Förderungen bringen Bewerber und Arbeitgeber da zusammen, wo die Potentiale Übereinstimmung zum Arbeitsangebot signalisieren.

 

Anja Huth appelliert an die Unternehmen mit Bedarfen: „Geben Sie auch Langzeitarbeitslosen eine Chance, sich zu beweisen. Wir werden ganz individuell für Ihr Unternehmen und den geeigneten Bewerber eine Arbeitsaufnahme unterstützen. Unser Arbeitgeberservice berät Sie gern.“ Der Kontakt für eine schnelle Beratung geht am besten über die kostenfreie Hotline für Arbeitgeber 0800 4 5555 20.

 

Weiterbildungen zur Vermeidung von Langzeitarbeitslosigkeit

 

Einen Weg, um Langzeitarbeitslosigkeit zu vermeiden oder sie zu beenden, bieten nachhaltige Qualifizierungen. Deshalb investierte die Agentur für Arbeit Bernburg im Jahr 2016 rund 2,5 Millionen Euro in die berufliche Weiterbildung. „Wir setzen bereits sehr früh an, damit es gar nicht erst zur Langzeitarbeitslosigkeit kommt. Ob Jugendliche/r, Geringqualifizierte/r, Berufsrückkehrende/r oder Ältere/r – Weiterbildungen oder Qualifizierungen sind und bleiben Teil des Lebens und der Arbeitswelt. An ihnen kommt heute kaum noch jemand vorbei“, erklärt Huth.

 

So wird zum Beispiel die gemeinsame Initiative „Zukunftsstarter“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS), der Bundesagentur für Arbeit (BA) und des Verwaltungsrates der BA mit erweiterten Fördermöglichkeiten fortgesetzt. Im Rahmen dieser Initiative wurden im Salzlandkreis von 2013 bis 2016 476 Menschen gefördert, über 200 davon durch die Agentur für Arbeit Bernburg. „Damit konnte ein wichtiger Beitrag zur Fachkräftesicherung für den Salzlandkreis geleistet werden.“, so Huth.

 

Ziel der fortgesetzten Initiative ist es, bis Ende 2020 bundesweit 120.000 junge Teilnehmerinnen und Teilnehmer zwischen 25 und 35 Jahren aus beiden Rechtskreisen (SGB II und SGB III) für eine Aus- und Weiterbildung mit Berufsabschluss zu gewinnen. Junge Erwachsene ohne berufliche Ausbildung bleiben dabei im Fokus der Unterstützung.

 

Die Weiterführung der Initiative startete parallel zum Inkrafttreten des Arbeitslosenversicherungsschutz- und Weiterbildungsstärkungsgesetz am 01. August 2016. Mit dem Gesetz wurde eine Weiterbildungsprämie eingeführt. Zur Stärkung von Motivation und Durchhaltevermögen erhalten Teilnehmer an einer abschlussbezogenen Weiterbildung beim Bestehen einer per Ausbildungsverordnung vorgeschriebenen Zwischenprüfung eine Prämie von 1.000 Euro, beim Bestehen der Abschlussprüfung eine Prämie von 1.500 Euro.

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