Die Entwicklung des regionalen Arbeitsmarktes im Juli 2017

Im Juli waren im Salzlandkreis insgesamt 9.248 Menschen arbeitslos gemeldet, 133 (1,5 Prozent) mehr als im Juni und 850 (8,4 Prozent) weniger als im Vorjahresmonat.


Die Arbeitslosenquote im Salzlandkreis ist mit 9,6 Prozent gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozentpunkte angestiegen. Sie liegt 0,7 Prozentpunkte unter dem Wert vom Juli 2016. Im Land Sachsen-Anhalt betrug die Arbeitslosenquote im Juli 8,3 Prozent. Aktuell sind 533 Jugendliche (15 bis unter 25 Jahre) arbeitslos. Das sind 97 Jugendliche (22,2 Prozent) mehr als im Vormonat. Gegenüber Juli 2016 ist 1 Jugendlicher (0,2 Prozent) mehr arbeitslos.

 

„Bei den Jugendlichen zwischen 15 bis unter 20 Jahre sieht die aktuelle Entwicklung sogar noch drastischer aus.“, weiß die Chefin der Bernburger Arbeitsagentur, Anja Huth. „Im Juli waren ca. 70 Prozent mehr junge Menschen arbeitslos als im Juni und immerhin noch über 20 Prozent mehr als im Juli des letzten Jahres. Das ist – auch bei kleinen Fallzahlen – eine enorme Größe. Viele dieser Jugendlichen haben im Sommer ihre Ausbildung abgeschlossen und sind dann arbeitslos geworden. Da stellt sich natürlich die Frage nach dem Warum. Bei der aktuellen Personalsituation in den Unternehmen – man denke hier nur einmal an die anstehenden Rentenabgänge in hoher Zahl – können sich die Betriebe eine Freisetzung von frisch ausgebildeten Fachkräften eigentlich nicht leisten.“

 

Im Juli waren 3.544 Menschen von 50 Jahren und älter arbeitslos. Das sind 34 Menschen (1,0 Prozent) mehr als im Vormonat. Gegenüber dem Vorjahresmonat waren es 404 Menschen (10,2 Prozent) weniger. Darunter waren im Juli 2.111 Menschen älter als 55 Jahre arbeitslos, genauso viele wie im Vormonat. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist das ein Rückgang um 185 Menschen (8,1 Prozent).

 

3.354 Menschen waren im Juli langzeitarbeitslos (Arbeitslosigkeit von einem Jahr oder länger). Das sind 48 Menschen (1,5 Prozent) mehr gegenüber dem Vormonat und 157 Menschen (4,5 Prozent) weniger als im Juli 2016.

 

Dem Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Bernburg wurden im zurückliegenden Monat 342 Stellen zur Besetzung neu gemeldet. Gegenüber Juni ist das ein Anstieg um 11 Stellen. Jobsuchenden standen im Agenturbezirk insgesamt 1.782 freie Stellen zur Verfügung. Seit Jahresbeginn wurden 2.439 Arbeitsstellen gemeldet.

 

Dynamik auf dem Arbeitsmarkt

 

Im Berichtsmonat Juli meldeten sich 2.355 Menschen neu oder erneut arbeitslos. Das sind 541 Menschen (29,8 Prozent) mehr als im Juni und 285 Menschen (10,8 Prozent) weniger als im Vorjahresmonat. Ihnen stehen 2.210 Abgänge aus Arbeitslosigkeit gegenüber. Das sind 193 Menschen (9,6 Prozent) mehr als im Vormonat und 147 Menschen (6,2 Prozent) weniger als im Vorjahresmonat.

 

Im Berichtsmonat meldeten sich 840 zuvor erwerbstätige Menschen arbeitslos, 193 (18,7 Prozent) weniger als im Vorjahresmonat. Durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit konnten im vergangenen Monat 693 Menschen ihre Arbeitslosigkeit beenden, 51 (6,9 Prozent) weniger als im Juli 2016.

 

Arbeitsmarktsituation in den Regionen

 

Im Juli lag die Spanne der Arbeitslosenquote im Salzlandkreis zwischen 8,7 Prozent (Geschäftsstelle Bernburg und Geschäftsstelle Schönebeck) und 11,3 Prozent (Geschäftsstelle Aschersleben).

 

Für die einzelnen Regionen ergibt sich folgender Überblick:

 

Region Bernburg:

 

In der Stadt Bernburg und Umgebung ist die Zahl der arbeitslosen Menschen gestiegen. Im Vergleich zum Vormonat sind im Juli 79 Menschen mehr gemeldet (2.574 Menschen). Das sind 225 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Juli 8,7 Prozent. Vor einem Jahr betrug sie 9,4 Prozent.

 

Dabei meldeten sich 580 Menschen (neu oder erneut) arbeitslos, 136 weniger als vor einem Jahr, und gleichzeitig beendeten 497 Menschen ihre Arbeitslosigkeit (-159). Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 4.378 Arbeitslosmeldungen. Das ist ein Rückgang um 352 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dem gegenüber stehen 4.625 Abmeldungen von Arbeitslosen (-417).

 

Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Juli um 4 Stellen auf 409 angestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Bestand an Arbeitsstellen um 102 erhöht. Arbeitgeber meldeten im Juli 107 neue Arbeitsstellen, 109 weniger als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 691 Arbeitsstellen ein. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Rückgang um 62.

 

Region Schönebeck:

 

In der Stadt Schönebeck und Umgebung ist die Zahl der arbeitslosen Menschen gesunken. Im Vergleich zum Vormonat sind im Juli 45 Menschen weniger gemeldet (2.421 Menschen). Das sind 197 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Juli 8,7 Prozent. Vor einem Jahr betrug sie 9,3 Prozent.

 

Dabei meldeten sich 738 Menschen (neu oder erneut) arbeitslos, 28 weniger als vor einem Jahr, und gleichzeitig beendeten 783 Menschen ihre Arbeitslosigkeit (+51). Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 4.617 Arbeitslosmeldungen. Das ist ein Rückgang um 294 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dem gegenüber stehen 4.854 Abmeldungen von Arbeitslosen (-384).

 

Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Juli um 3 Stellen auf 654 angestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 34 Arbeitsstellen mehr. Arbeitgeber meldeten im Juli 97 neue Arbeitsstellen, 38 weniger als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 893 Arbeitsstellen ein. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Rückgang um 8.

 

Region Aschersleben:

 

In der Stadt Aschersleben und Umgebung ist die Zahl der arbeitslosen Menschen gestiegen. Im Vergleich zum Vormonat sind im Juli 37 Menschen mehr gemeldet (1.952 Menschen). Das sind 218 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Juli 11,3 Prozent. Vor einem Jahr betrug sie 12,5 Prozent.

 

Dabei meldeten sich 468 Menschen (neu oder erneut) arbeitslos, 68 weniger als vor einem Jahr, und gleichzeitig beendeten 424 Menschen ihre Arbeitslosigkeit (-39). Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 3.160 Arbeitslosmeldungen. Das ist ein Rückgang um 110 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dem gegenüber stehen 3.510 Abmeldungen von Arbeitslosen (-54).

 

Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Juli um 4 Stellen auf 437 angestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 65 Arbeitsstellen mehr. Arbeitgeber meldeten im Juli 81 neue Arbeitsstellen, 30 weniger als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 489 Arbeitsstellen ein. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Rückgang um 23.

 

Region Staßfurt:

 

In Staßfurt und Umgebung ist der Bestand die Zahl der arbeitslosen Menschen gestiegen. Im Vergleich zum Vormonat haben sich im Juli 62 Menschen mehr gemeldet (2.301 Menschen). Das sind 210 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Juli 10,4 Prozent. Vor einem Jahr betrug sie 11,1 Prozent.

 

Dabei meldeten sich 569 Menschen (neu oder erneut) arbeitslos, 109 weniger als vor einem Jahr, und gleichzeitig beendeten 506 Menschen ihre Arbeitslosigkeit. Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 3.778 Arbeitslosmeldungen. Das ist ein Rückgang um 199 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dem gegenüber stehen 4.129 Abmeldungen von Arbeitslosen (-129).

 

Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Juli um 3 Stellen auf 282 angestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 37 Arbeitsstellen mehr. Arbeitgeber meldeten im Juli 57 neue Arbeitsstellen, 16 mehr als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 366 Arbeitsstellen ein. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs um 15 Stellen.

 

Situation auf dem Ausbildungsmarkt

 

Seit Beginn des Berufsberatungsjahres im Oktober meldeten sich im Bezirk der Agentur für Arbeit Bernburg 1.190 Bewerber für eine Berufsausbildungsstelle. Das sind 4,7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Zugleich wurden der Arbeitsagentur 1.074 Berufsausbildungsstellen gemeldet, was einem Anstieg um 6,1 Prozent entspricht.

 

Ende Juli waren von allen Bewerbern noch 265 unversorgt und 401 Ausbildungsstellen noch unbesetzt. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Zahl der unversorgten Bewerber um 3 Jugendliche angestiegen (1,1 Prozent). Die Zahl der unbesetzten Berufsausbildungsstellen stieg um 15,9 Prozent (55 Stellen) ebenfalls an.



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