Agentur für Arbeit unterstützt Betriebspraktika

Im Rahmen eines Praktikums oder Probearbeitens können Arbeitgeber die individuellen Kenntnisse und Fertigkeiten eines Bewerbers testen und prüfen, ob sich dieser gut in ihr Unternehmen einfügt.

 


Vor dem Hintergrund des stärker werdenden Fachkräftemangels finden Unternehmen auf Stellenausschreibungen häufig nicht immer gleich ihren Wunschkandidaten. Es ist deshalb wichtig, auch versteckte Potentiale zu entdecken. „Ein Blick auf Bewerber, die nicht zur ersten Auswahl gehören, kann sich lohnen.“, weiß Anja Huth, Chefin der Agentur für Arbeit Bernburg. „Denn vielleicht ist unter den "falschen" Bewerbern doch jemand, der gut ins Unternehmen passt.“

 

Im Rahmen eines Praktikums oder Probearbeitens können Arbeitgeber die individuellen Kenntnisse und Fertigkeiten eines Bewerbers testen und prüfen, ob sich dieser gut in ihr Unternehmen einfügt. Hinter dem sperrigen Begriff "Maßnahme beim Arbeitgeber" (MAG) verbirgt sich ein einfaches Verfahren, damit sich Arbeitgeber und potentielle neue Arbeitnehmer besser kennenlernen können.

 

Über einen vorab festgelegten Zeitraum - maximal aber sechs Wochen - arbeitet der Bewerber im Rahmen eines Betriebspraktikums im Unternehmen zur Probe und kann seine Eignung unter Beweis stellen. Das Unternehmen hat die Möglichkeit, zu prüfen: Stimmt die Chemie? Passen die gegenseitigen Erwartungen zueinander? Da der Bewerber während des Praktikums weiterhin Arbeitslosengeld bezieht, entstehen dem Betrieb keine Kosten. Selbst Fahrkosten zum Betrieb und Kinderbetreuungskosten können von der Arbeitsagentur übernommen werden. Für die Dauer der Maßnahme steht der Bewerber außerdem unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung.

 

Im September begannen im Salzlandkreis ca. 230 Arbeitsuchende ein solches Praktikum, im gesamten Jahr 2017 werden es voraussichtlich mehr als 2.000 sein. Die Eingliederungsquote liegt dabei regelmäßig über 70 Prozent, das heißt, bei mehr als 70 Prozent der Teilnehmer mündet das Praktikum in einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung.

 

Was müssen Arbeitgeber tun?

 

Das Praktikum muss vom Bewerber vor Beginn bei der Agentur für Arbeit beantragt und genehmigt werden. Eine nachträgliche Beantragung ist nicht möglich.

 

Haben Unternehmen noch Fragen zu den Praktikumsmöglichkeiten, können sie die kostenlose Hotline für Arbeitgeber 0800 4 5555 20 kontaktieren oder an bernburg.arbeitgeber@arbeitsagentur.de schreiben. Weitere Informationen erhalten sie auch von ihrem persönlichen Ansprechpartner im Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Bernburg.



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