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Zur Familienplanung und Arbeit nach Hause in den Salzlandkreis

Willkommen Zuhause im Salzlandkreis (vlnr. Detlef König (Salzlandsparkasse), Markus Bauer (Landrat) Andreas Klann (Heimkehrer), Anja Hut (Leiterin Agentur für Arbeit Bernburg), Dr. Holger Naumann (Wirtschaftsförderer Salzlandkreis))
Willkommen Zuhause im Salzlandkreis (vlnr. Detlef König (Salzlandsparkasse), Markus Bauer (Landrat) Andreas Klann (Heimkehrer), Anja Hut (Leiterin Agentur für Arbeit Bernburg), Dr. Holger Naumann (Wirtschaftsförderer Salzlandkreis))

"Wenn man nach Hause will, sollte man es einfach tun" - Jobmesse für Rückkehrer und Pendler am 27. Dezember 2017 im Sparkassenschiff Staßfurt.


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Die aktuelle Lage im Salzlandkreis ist mehr als bescheiden, denn in 8 - 10 Jahren wird jeder fünfte im Salzlandkreis in Rente gehen. Die demographische Entwicklung im Salzlandkreis ist ein tickende Zeitbombe, Nachwuchs fehlt überall, so leitete Frau Anja Hut, Leiterin der Agentur für Arbeit Bernburg eine Gesprächsrunde am Montag Nachmittag beim Landrat des Salzlandkreises, Markus Bauer ein.

 

Anlass ist ein neues Projekt "daheimsein" des Berufsinformationszentrum der Agentur für Arbeit in Bernburg, welches Fachkräften die Möglichkeit aufzeigen will, wieder in den Salzlandkreis zurück zu kehren und hier zu arbeiten. Grund dafür ist, dass die Unternehmen im Salzlandkreis händeringend qualifizierte Mitarbeiter suchen. Immer noch packen viele Salzlandkreis'ler jeden Sonntag oder gar täglich die Koffer, um Ihrer Arbeit in benachbarten Bundesländern nachzugehen.

 

24.700 Personen pendeln wöchentlich aus

 

Das wollen die Agentur für Arbeit und die Wirtschaftsförderung des Salzlandkreises jetzt ändern! Landrat Markus Bauer: Die Zahl der Auspendler im Salzlandkreis ist niemals so hoch gewesen: 24.700 Personen pendeln wöchentlich aus und setzen Ihr wertvolles Fachwissen in anderen Bundesländern wie Bayern, Baden-Württemberg oder Niedersachsen ein.

 

Wir müssen eine Orientierung für Rückkehrer bieten und einen Leitfaden aufzeigen, wie man hier Kinder groß ziehen,- und alt werden kann, was man braucht, wenn man zurück in den Salzlandkreis kommen will. Auch die Wertschätzung für das, was die Eltern aufgebaut haben oder die Betriebsnachfolge sollte in die Entscheidung einfließen. Wir müssen der Region mehr Farbe geben, denn der Salzlandkreis hat viel Besonderheiten. Die oft zitierten drei W's: "Wohnen - Wirtschaft - Wissenschaft", zeigen die Zukunftsfähigkeit des Standortes Salzlandkreis.

 

Jobmesse für Pendler und deren Angehörige am 27. Dezember

 

Am 27. Dezember 2017 will die Agentur für Arbeit des Salzlandkreises daher eine Jobmesse für Rückkehrer und Pendler veranstalten, bei der sich Unternehmen aus der Region vorstellen und Ihnen die Möglichkeit bieten sich über aktuelle Stellenangebote und Berufsperspektiven zu informieren. Ziel der Jobmesse "daheimsein" ist es, Pendler und deren Angehörige zu erreichen, um diese in die Heimat zurück zu holen.

 

Mit der Jobmesse "daheimsein" wollen wir alle Arbeiter unterstützen, die gerne wieder im Salzlandkreis arbeiten möchten, sagte der Wirtschaftsförderer des Salzlandkreises, Dr. Holger Naumann. Dabei könnten auch Qualifizierungsprogramme für Arbeitgeber und Arbeitnehmer helfen.

 

Heimkehrer Andreas Klann aus Groß Börnecke

 

Das man hier gut Leben und Wohnen kann, zeigt die Geschichte des 32-jährige Andreas Klann aus Groß Börnecke im Salzlandkreis, der mit seiner Familie aus Bayern wieder zurück in den Salzlandkreis gekehrt ist und nun bei SODA Ciech in Staßfurt arbeitet.

 

Seine Beweggründe dafür sind schlicht und emotional: "Nichts ist so schön wie Zuhause". Im Mai 2009 war Andreas Klann nach Erlangen gegangen, Grund war wie so oft seine Freundin, welche aus Staßfurt stammte, aber bereits in Bayern arbeitete. Als Gießereimechaniker bekam er schnell eine Arbeitsstelle, auch neue Freunde lernten die beiden kennen. Dann kam das erste Kind zur Welt, als Schichtarbeiter nicht ganz einfach, aber machbar. Seine Frau arbeitete halbtags, das Kindergeld deckte aber nicht annähernd die Betreuungskosten. Doch dann kündigte sich das zweite Kind an, da kam der Entschluss, in die Heimat zurück zu gehen. Dieser dauerte gut ein Jahr, doch schließlich ging alles ganz schnell.

 

Wenn man nach Hause will, sollte man es einfach tun

 

Binnen zwei Monate war die konkrete Entscheidung, in die Heimat bei Staßfurt zu ziehen, gefallen. Die Recherche nach potenzielle Arbeitgeber fand im Internet statt. Bei vielen Firmen wurde sich beworben, bis schließlich nach fünf Monaten ein Unternehmen mit besseren Arbeitszeiten gefunden wurde. Auch wenn die Abstriche beim Geld enorm sind, so hat man hier doch alles, was man braucht. Nicht nur die Mentalität ist im Salzlandkreis schöner, sondern mit zwei Kindern ist es auch besser für die Familie und Oma kann immer Ihre Enkel sehen. Die finanziellen Einbußen gleichen sich durch geringere Lebenserhaltungskosten aus, unterm Strich haben wir keine Abstriche, meint der 32-jährige Familienvater. Und er gibt noch einen Tipp für alle, die mit dem Gedanken spielen, wieder in die Heimat zu ziehen: "Wenn man nach Hause will, sollte man es einfach tun! Hier fühlt man sich einfach wohl und den Kindern gefällt es auch"!

 

Jobmesse "daheimsein" für Rückkehrer und Pendler

27. Dezember 2017

10:00 – 14:00 Uhr

Sparkassenschiff Staßfurt

Infos: http://www.daheimsein.com/

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Kommentare: 1
  • #1

    ElektrikerMax (Dienstag, 05 Dezember 2017 11:04)

    ,,Die finanziellen Einbußen gleichen sich durch geringere Lebenserhaltungskosten aus"
    Wo lebt der Mann denn Bitteschön? Doch wohl nicht in der Realität!

    Und zum Thema allgemein: Wenn die Arbeit hier anständig bezahlt werden würde, dann muss man sich auch über Mitarbeiternachwuchs in der Regel keine Sorgen machen!