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Hochschule Anhalt erhält Sonderforschungsbereich

Deutsche Forschungsgesellschaft (DFG) fördert Verbundprojekt für vier Jahre mit 9 Millionen Euro

 


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Innovativ, effizient und vor allem nachhaltig – wenn aus Pflanzenöl Kunststoff, Medikamente oder Seifen werden. Der Hochschule Anhalt ist es in Zusammenarbeit mit der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OVGU) gelungen, einen gemeinsamen Sonderforschungsbereich einzuwerben. Unter dem Namen „Transregio 63 InPROMPT: Integrierte chemische Prozesse in flüssigen Mehrphasensystemen“ suchen über 60 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen deutschen Hochschulen und Universitäten nach effizienten und nachhaltigen Produktionsprozessen, um fossile Brennstoffe durch nachwachsende pflanzliche Rohstoffe zu ersetzen.

 

Professor Christof Hamel aus dem Fachbereich Angewandte Biowissenschaften und Prozesstechnik der Hochschule Anhalt, arbeitet in Kooperation mit der OVGU an dem Teilprojekt „Kinetik der reduktiven Aminierung und der Hydroaminomethylierung in reaktiven Mehrphasensystemen“. Viele chemische Produktionsprozesse basieren auf Erdöl oder Erdgas. Bei der Erschließung fossiler Rohstoffquellen bzw. der chemischen Stoffumwandlung, setzen sie Schadstoffe frei und belasten die Atmosphäre. „Wir wollen die Prozesse umweltverträglicher und nachhaltiger durchführen“, so Professor Hamel. Spezielle Katalysatoren kommen für die Umwandlung zum Einsatz, die effizient recycelt werden müssen. „Eine große Herausforderung für die Verfahrenstechniker stellt dabei die experimentelle und modellbasierte Untersuchung der Reaktionskinetik an diesen Katalysatoren dar. Sie bilden die Grundlage zur Auslegung und Optimierung neuer industrieller Syntheseprozesse auf der Basis nachhaltiger Rohstoffe“, erklärt Professor Hamel. Im Projekt werden sie konkret untersucht.

 

Die Hochschule Anhalt wird als eine von zwei Hochschulen für angewandte Wissenschaften in dem Sonderforschungsbereich der DFG gefördert. Eine Förderung für Spitzenforschung, die sonst nur Universitäten vorbehalten ist. „Das ist eine besondere Anerkennung der wissenschaftlichen Leistungen der Hochschule Anhalt und insbesondere von Professor Christof Hamel“, so der Präsident der Hochschule, Professor Jörg Bagdahn.

 

Daneben fördert die DFG an der Hochschule Anhalt das Forschungsprojekt "Kontrolle und Intensivierung von Reaktionen durch Einsatz zyklisch betriebener Distributoren". Unter Leitung von Professor Christof Hamel, sollen durch eine membranunterstützte Reaktionsführung effizient kurzkettige Kohlenwasserstoffe generiert werden, die beispielsweise zur Herstellung von Kunststoffen und Textilien wichtig sind. Das Projekt wird für drei Jahre gefördert.

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