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Saisonüblicher erwarteter Anstieg der Arbeitslosenzahlen

Zahl der gemeldeten Arbeitslosen stieg auf 9.817 (+602), Arbeitslosenquote bei 10,1 Prozent

 


· Im Vergleich zum Januar des Vorjahres gut 1.500 Menschen (1.507) weniger arbeitslos

· 98,6 Prozent der gemeldeten Stellen waren sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse

· 88,1 Prozent der gemeldeten Stellenangebote münden in ein unbefristetes Beschäftigungsverhältnis

 

Gesamtentwicklung

 

„Im Salzlandkreis wurde erstmals seit Bestehen der Arbeitsagentur Bernburg, in einem Januar ein Bestand von unter 10.000 arbeitslosen Menschen registriert. Das ist ein gutes Ergebnis, welches sich nicht allein auf die demografische Entwicklung zurückführen lässt, denn hier zeigt sich auch die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt in unserem Landkreis“, berichtet die Chefin der Arbeitsagentur Bernburg, Anja Huth. „Zwar schlägt die saisonale Arbeitslosigkeit im Winter in den typischen Außenberufen zu, allerdings nicht in der Größenordnung wie vor einem Jahr. Mehr als die Hälfte aller arbeitslos gemeldeten Menschen sind Männer und es ist mit einem Wiedereinstieg in ihrem vorherigen Job je nach Witterungsverhältnisse im März oder April zu rechnen.“, ergänzt Anja Huth ihre Analyse.

 

Gegenüber dem Vormonat ist die Arbeitslosigkeit am regionalen Arbeitsmarkt saisonal um 602 Personen gestiegen. „Erneut ist ein Zuwachs der Anzahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten im Salzlandkreis im Winter zu verzeichnen. 640 Menschen mehr sind im Vergleich zum Vorjahresmonat beitragspflichtig beschäftigt. Das zeigt, dass der Arbeitsmarkt gut ins neue Jahr gestartet ist, und wir weiterhin eine sehr stabile Situation haben“, betont Huth.

 

Die Gesamtzahl der Arbeitslosen im Bezirk stieg im Januar auf 9.817. Gegenüber Januar 2017 waren 1.507 Personen (-13,3 Prozent) weniger von Arbeitslosigkeit betroffen. Die Arbeitslosenquote im Agenturbezirk des Salzlandkreises stieg im Januar um 0,6 Prozentpunkte auf 10,1 Prozent an.

 

Arbeitslosigkeit in der Arbeitslosenversicherung (SGB III) und in der Grundsicherung (SGB II)

 

Im Januar ist ein Zuwachs der Arbeitslosigkeit im Bereich der Arbeitslosenversicherung zu verzeichnen. 2.798 Personen (+479 oder 20,7 Prozent) waren zum Monatsende arbeitslos gemeldet. Gegenüber dem Vorjahresmonat sank die Zahl um 487 Personen oder -14,8 Prozent.

 

Im Bereich der Grundsicherung lag die Arbeitslosigkeit mit 123 Personen (+1,8 Prozent) über dem Niveau des Vormonats. 7.019 Personen waren Ende Januar arbeitslos gemeldet. Damit liegt die Zahl arbeitsloser Menschen stark unter dem Niveau des Vorjahresmonats (-1.020 Personen / -12,7 Prozent).

 

Arbeitsmarktsituation in den Regionen

 

Region Bernburg:

 

In und um Bernburg war im Januar ein Zugang der Arbeitslosigkeit im Versicherungsbereich (Arbeitsagentur) zu verzeichnen. 766 (+133 oder +21,0 Prozent) waren zum Monatsende arbeitslos gemeldet (-127 oder -14,2 Prozent weniger als im Januar 2017).

 

In der Grundsicherung (Jobcenter Salzlandkreis in der Region Bernburg) sank sich die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen gegenüber dem Vormonat. 1.948 Personen (-15 oder -0,8 Prozent) waren Ende Januar arbeitslos. Im Vergleich zum Januar 2017 waren 268 Personen (-12,1 Prozent) weniger arbeitslos.

 

In beiden Rechtskreisen (Arbeitsagentur –SGB III und Jobcenter des Salzlandkreises –SGB II) waren insgesamt waren 2.714 Personen arbeitslos, 395 weniger als im Vorjahresmonat Januar 2017 gemeldet.

 

Region Aschersleben:

 

In und um Aschersleben war im Januar ein Zugang der Arbeitslosigkeit im Versicherungsbereich (Arbeitsagentur) zu verzeichnen. 555 (+78 oder +16,4 Prozent) waren zum Monatsende arbeitslos gemeldet (-106 oder -16,0 Prozent weniger als im Januar 2017).

 

In der Grundsicherung (Jobcenter Salzlandkreis in der Region Bernburg) wuchs sich die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen gegenüber dem Vormonat. 1.593 Personen (+25 oder +1,6 Prozent) waren Ende Januar arbeitslos. Im Vergleich zum Januar 2017 waren 229 Personen (-12,6 Prozent) weniger arbeitslos.

 

In beiden Rechtskreisen (Arbeitsagentur –SGB III und Jobcenter des Salzlandkreises –SGB II) waren insgesamt waren 2.148 Personen arbeitslos, 335 weniger als im Vorjahresmonat Januar 2017 gemeldet.

 

Region Staßfurt:

 

In und um Aschersleben war im Januar ein Zugang der Arbeitslosigkeit im Versicherungsbereich (Arbeitsagentur) zu verzeichnen. 721 (+154 oder +27,2 Prozent) waren zum Monatsende arbeitslos gemeldet (-173 oder -19,4 Prozent weniger als im Januar 2017).

 

In der Grundsicherung (Jobcenter Salzlandkreis in der Region Bernburg) wuchs sich die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen gegenüber dem Vormonat. 1.743 Personen (+57 oder +3,4 Prozent) waren Ende Januar arbeitslos. Im Vergleich zum Januar 2017 waren 270 Personen (-13,4 Prozent) weniger arbeitslos.

 

In beiden Rechtskreisen (Arbeitsagentur –SGB III und Jobcenter des Salzlandkreises –SGB II) waren insgesamt waren 2.464 Personen arbeitslos, 443 weniger als im Vorjahresmonat Januar 2017 gemeldet.

 

Region Schönebeck:

 

In und um Aschersleben war im Januar ein Zugang der Arbeitslosigkeit im Versicherungsbereich (Arbeitsagentur) zu verzeichnen. 756 (+114 oder +17,8 Prozent) waren zum Monatsende arbeitslos gemeldet (-81 oder -9,7 Prozent weniger als im Januar 2017).

 

In der Grundsicherung (Jobcenter Salzlandkreis in der Region Bernburg) wuchs sich die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen gegenüber dem Vormonat. 1.735 Personen (+56 oder +3,3 Prozent) waren Ende Januar arbeitslos. Im Vergleich zum Januar 2017 waren 253 Personen (-12,7 Prozent) weniger arbeitslos.

 

In beiden Rechtskreisen (Arbeitsagentur –SGB III und Jobcenter des Salzlandkreises –SGB II) waren insgesamt waren 2.491 Personen arbeitslos, 334 weniger als im Vorjahresmonat Januar 2017 gemeldet.

 

Die Bewegungen auf dem Arbeitsmarkt nach Standorten:

 

Durch die Bewegungen auf dem Arbeitsmarkt veränderten sich auch die Arbeitslosenquoten an den vier Standorten der Arbeitsagentur Bernburg. Die Spanne reichte im Januar 2017 von 8,9 Prozent in Schönebeck bis 12,5 Prozent in Aschersleben.

 

Im Bernburg und Umgebung beträgt die Quote 9,2 Prozent (Dezember: 8,8 Prozent), im Geschäftstellenbereich Aschersleben 12,5 Prozent (Dezember: 11,9 Prozent), in der Region Staßfurt 11,1 Prozent (Dezember: 10,1 Prozent) und in und um Schönebeck 8,9 Prozent (Dezember:8,3 Prozent).

 

Saisonale Bewegung auf dem Arbeitsmarkt:

 

Auch im Monat Dezember spiegelten die Zu- und Abgangszahlen im Agenturbezirk Bernburg die saisonale Bewegung auf dem Arbeitsmarkt wieder. Im Januar konnten 571 Personen (+19 oder +3,4 Prozent) im Vergleich zum Januar 2017 in eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt (ohne Ausbildung) einmünden. 2.407 Personen meldeten sich im Laufe des Monats erstmals oder erneut arbeitslos. Darunter waren 1.177 Personen aus einer Erwerbstätigkeit, -266 oder -18,4 Prozent weniger zum Vorjahresmonat.

 

Nachfrage nach Arbeitskräften in der Gesamtregion:

 

Die Zahl der von Arbeitgebern und Arbeitgeberinnen im Agenturbezirk Bernburg gemeldeten Stellen ist im Januar saisonüblich leicht zurückgegangen. In diesem Monat war ein Zugang von 278 neuen Stellen für eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt zu verzeichnen. Die Zahl neuer Stellen lag um 41 (-12,9 Prozent) unter dem Niveau des Vormonats (Dezember: 319 Stellen im Zugang). Gegenüber dem Vorjahresmonat stieg die Anzahl um eine neue Stellen mehr (+1; +0,4 Prozent).

 

1.536 von 1557 (98,6 Prozent) der gemeldeten Stellen waren sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse.

 

Im Januar waren insgesamt 1.557 Arbeitsstellen gemeldet. 88,1 Prozent der gemeldeten Stellenangebote (1.372) münden in ein unbefristetes Beschäftigungsverhältnis.

 

Arbeitslosigkeit nach Personenkreisen

 

Ältere Arbeitslose über 50 Jahre

 

Im Januar stieg die Zahl arbeitsloser älterer Menschen um 174 Personen (+4,7 Prozent) und lag damit bei 3.885 Personen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es einen Rückgang um 572 Personen (-13,4 Prozent).

Die Gruppe der Arbeitslosen, die 50 Jahre und älter sind macht aktuell mehr als ein Drittel der gesamten Arbeitslosen aus (39,6 Prozent)

 

Jugendarbeitslosigkeit

 

Ende Januar 2018 waren 464 junge Frauen und Männer unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet, 50 oder 12,1 Prozent mehr als im Vormonat. Im Vergleich zum Januar 2017 stieg die Jugendarbeitslosigkeit um 17 Personen (3,8 Prozent).

 

Langzeitarbeitslose

 

Bei den langzeitarbeitslosen Menschen (Personen, die ein Jahr oder länger arbeitslos sind) ist ein Zuwachs der Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk Bernburg zu verzeichnen. Ihre Zahl sank von Dezember auf Januar um 4 (-0,1 Prozent) auf 3.396 Personen. Gegenüber dem Vorjahresmonat Januar 2017 sinkt die Zahl langzeitarbeitsloser Menschen damit deutlich um 334 Personen (-9,0 Prozent). Mehr als jeder Dritte (34,6 Prozent) der arbeitslos gemeldeten Personen war Ende Januar 2018 dieser Personengruppe zugehörig.



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