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Langzeitarbeitslosigkeit bleibt eine der größten Herausforderungen für den Arbeitsmarkt im Salzlandkreis

In den letzten fünf Jahren ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen kaum zurückgangen. Als Risikofaktoren, die die Arbeitsaufnahme erschweren, erweisen sich insbesondere höheres Alter und fehlende Berufsausbildung.


Die Nachfrage nach motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Salzlandkreis ist groß. Wer eine Ausbildung hat, der ist meist nur kurz ohne Job. Je länger aber ein Mensch ohne Arbeit bleibt, desto schwerer wird es, in einem neuen Job Fuß zu fassen. So gibt es zwar immer weniger Arbeitslose, aber darunter immer mehr Menschen, die ein Jahr oder länger ohne Arbeit sind. Insgesamt waren im letzten Monat im Landkreis 35 Prozent der Arbeitslosen länger als zwölf Monate ohne Job.

 

Der Rückgang der Langzeitarbeitslosigkeit ist nicht mit der allgemeinen rückläufigen Entwicklung der Arbeitslosigkeit gleichzusetzen. Über 3.300 Menschen sind im Landkreis langzeitarbeitslos.

 

„Die Gründe für lange Arbeitslosigkeit sind vielfältig. Neben dem Alter sind auch fehlende Berufsabschlüsse und vor allem auch fehlende Mobilität ursächlich für die Langzeitarbeitslosigkeit“, weiß Anja Huth, Chefin der Agentur für Arbeit Bernburg.

 

In den letzten fünf Jahren ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen kaum zurückgangen. Als Risikofaktoren, die die Arbeitsaufnahme erschweren, erweisen sich insbesondere höheres Alter und fehlende Berufsausbildung.

 

So ist jeder Dritte über 55-jährigen Arbeitslosen bereits seit mehr als einem Jahr auf Arbeitssuche. Knapp 30 Prozent der Langzeitarbeitslosen verfügen über keinen Berufsabschluss. Mehr als 40 Prozent davon sind alleinerziehend. Jeder dritte Langzeitarbeitslose gilt als geringqualifiziert.

 

„Eine fehlende oder nicht mehr zeitgemäße Qualifikation erschwert die Vermittlung in Arbeit erheblich. Aber auch soziale, körperliche und psychische Probleme verstetigen die Dauer der Arbeitslosigkeit“, so Anja Huth.

 

Die Agentur wird daher ihre Bemühungen um Integration zunehmend ausbauen: „Wir investieren in die Betroffenen und werben mit unserem gemeinsamen Arbeitgeberservice um Akzeptanz dieser Personengruppe bei Arbeitgebern“, ergänzt die Agenturchefin, „denn das Potential der Langzeitarbeitslosen ist nicht zu unterschätzen“.

 

Dafür halten Agenturen ein reichhaltiges Instrumentenpaket bereit: Von der Probearbeit, Eignungstests, Arbeitsplatzbegutachtungen und Technischen Beratungen über berufspsychologische Einschätzungen, Unterstützung der Arbeitsaufnahme bis hin zur bekannten Qualifizierung und dem Eingliederungszuschuss. Diese Förderungen bringen Bewerber und Arbeitgeber da zusammen, wo die Potentiale Übereinstimmung zum Arbeitsangebot signalisieren.

 

Anja Huth appelliert an Arbeitgeber mit Bedarfen: „Geben Sie auch Langzeitarbeitslosen eine Chance, sich zu beweisen. Wir werden ganz individuell für Ihr Unternehmen und den geeigneten Bewerber eine Arbeitsaufnahme unterstützen. Unser Arbeitgeberservice berät Sie gern.“

 

Der Kontakt für eine schnelle Beratung geht am besten über die kostenfreie Hotline für Arbeitgeber 0800 4 5555 20.



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