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Ältere Arbeitslose profitieren von guter Arbeitsmarktlage

Unternehmen verlieren in den nächsten zehn Jahren zehntausende Beschäftigte. Stellensuche für Arbeitslose mit 55 plus schwierig, aber nicht aussichtslos. Arbeitsagentur unterstützt Beschäftigung mit finanziellen Leistungen.


Innerhalb eines Jahres hat sich im Salzlandkreis die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zwischen 55 Jahren bis zur Regelaltersgrenze um 6,2 Prozent erhöht. Aus der aktuellsten Beschäftigtenstatistik der Bundesagentur für Arbeit geht hervor, dass mit 15.182 Menschen knapp 850 Menschen über 55 Jahren mehr sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren als im Vorjahr. Das heißt, dass mittlerweile fast jeder vierte Arbeitnehmer älter als 55 Jahre ist und innerhalb der nächsten zehn Jahre aus dem Arbeitsleben ausscheiden wird. Vor zehn Jahren waren es erst 12,3 Prozent. Ursachen dafür sind einerseits die alternde Belegschaft in den Unternehmen und andererseits die zunehmende Bereitschaft der Arbeitgeber, auch lebensälteren Arbeitslosen über 50 Jahre eine Chance zu geben. Aufgrund der zunehmenden Fachkräfteproblematik versuchen zudem viele Unternehmen ihre Arbeitnehmer so lange wie möglich im Betrieb zu halten.

 

Leider profitierten ältere Arbeitslose bislang noch nicht so in dem Maße von der guten Arbeitsmarktlage wie Jüngere. Während die Arbeitslosigkeit im Salzlandkreis innerhalb eines Jahres insgesamt um sechs Prozent zurückgegangen ist, sank die Zahl der Arbeitslosen über 55 Jahren um 8 Prozent. Ein Effekt, der bereits seit einigen Jahren zu beobachten ist, und der Abstand nimmt zu. Schon seit Jahren ist jeder fünfte Arbeitslose 55 Jahre und älter.

 

„In unserer Region gehören 1.274 Arbeitslose zur Altersgruppe 55 plus. Bis zu ihrer Altersrente müssen sie teilweise noch zwölf Jahre arbeiten. Diese Potentiale sollten Unternehmen spätestens jetzt für sich entdecken. Bislang gelingt es Lebensälteren leider nur schwer, auf dem Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen. Auch, weil es bei vielen Personalverantwortlichen noch immer Vorbehalte gegenüber Älteren gibt. Deshalb beraten wir Unternehmen hierzu umfassend und können sie bei der Einstellung unterstützen. Wo berufliche Qualifikationen nicht mehr aktuell sind, fördern wir gezielte Weiterbildungsmaßnahmen oder gleichen erhöhten Einarbeitungsaufwand durch einen Eingliederungszuschuss aus.“, weiß Anja Huth, Chefin der Bernburger Arbeitsagentur.

 

Der Eingliederungszuschuss kann beispielsweise bei Neueinstellungen gezahlt werden, sofern der Einarbeitungsaufwand über das betriebsübliche Maß hinausgeht. Er muss vor der Arbeitsaufnahme beantragt und kann grundsätzlich bis zu zwölf Monaten gezahlt werden. Höhe und Dauer hängen vom individuellen Einzelfall ab. Für Ältere und Menschen mit einer Schwerbehinderung bestehen zusätzlich erweiterte Fördermöglichkeiten.

 

Informationen zu den Fördermöglichkeiten sind unter www.arbeitsagentur.de > Unternehmen zu finden. Unternehmen können sich telefonisch vom Arbeitgeber-Service unter der gebührenfreien Servicehotline 0800 / 4 5555 20 (montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr) beraten lassen oder per E-Mail unter Bernburg.Arbeitgeberservice@arbeitsagentur.de anfragen.

 

Ausbildungsstellenticker

 

• Aktuelle Infos zu Ausbildungen mit Starttermin 2018

 

In diesem Jahr starten wieder viele Jugendliche ins Berufsleben. Nicht alle haben bereits einen Ausbildungsvertrag in der Tasche. Im Salzlandkreis sind noch einige Stellen zu haben. Alternativen sind vielleicht sogar attraktiver als zunächst gedacht.

 

Gute Chancen bestehen insbesondere in folgenden Berufen:

 

· Kaufmann/-frau - Einzelhandel (Region Aschersleben: 4; Region Bernburg: 6; Region Schönebeck: 8; Region Staßfurt: 6)

 

· Maschinen- und Anlagenführer/in (Region Bernburg: 4; Region Schönebeck: 2; Region Staßfurt: 4)

 

· Mechatroniker/in (Region Aschersleben: 2; Region Bernburg: 1; Region Schönebeck: 2; Region Staßfurt: 4)

 

· Restaurantfachmann/-frau (Region Aschersleben: 1; Region Bernburg: 4; Region Schönebeck: 3; Region Staßfurt: 2)

 

Kurzentschlossene sollten schnellstmöglich einen Termin in der Berufsberatung vereinbaren:

 

- Kostenfreie Servicehotline: 0800 4 5555 00

 

- E-Mail: Bernburg.151-U25-Reha@arbeitsagentur.de

 

Nähere Infos zu den Berufsbildern finden Sie unter: http://berufenet.arbeitsagentur.de/berufe/



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