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Arbeitgeber kämpfen um interessierte Bewerberinnen

„Die jährliche „Heiße Phase“ läuft und Arbeitgeber kämpfen weiterhin um interessierte Bewerberinnen und Bewerber beziehungsweise die Ausbildungsplatzbewerber um einen Ausbildungsplatz im Wunschberuf.


Agenturchefin Anja Huth erklärt: „Die jährliche „Heiße Phase“ läuft und Arbeitgeber kämpfen weiterhin um interessierte Bewerberinnen und Bewerber beziehungsweise die Ausbildungsplatzbewerber um einen Ausbildungsplatz im Wunschberuf. Bis zum Ausbildungsbeginn und auch darüber hinaus möchten wir noch möglichst viele Jungen und Mädchen und Arbeitgeber zusammenzubringen. Rein zahlentechnisch hat jeder unversorgte Bewerber die Möglichkeit, eine Ausbildungsstelle zu erhalten – und erfreulicherweise bestehen noch immer tolle Chancen! Arbeitgeber, die bereits über Stellen-stornierungen nachdenken, möchte ich eindringlich bitten, ihre unbesetzten Stellen weiter geschaltet zu lassen. Die Erfahrung der vergangenen Jahre zeigt: Auch kurz vor knapp ist noch jede Menge Aktivität im Spiel und viele glückliche Gesichter sind möglich.“

 

Seit Beginn des Berufsberatungsjahres im Oktober letzten Jahres wurden 1.224 Ausbildungsplätze gemeldet und damit mehr als im Vorjahreszeitraum (+15,6 Prozent). Im Schnitt hat damit jeder der 1.056 gemeldeten Bewerber die Auswahl an 1,2 gemeldeten Stellen. Der größte Teil der Bewerber hat ihren Ausbildungsplatz bereits gefunden, weniger als 300 Jungen und Mädchen suchen aber noch.

 

Anja Huth richtet den Blick in den Salzlandkreis und auf die Geschäftsstellen. Sie erläutert: „In der Region Schönebeck haben wir einen ausgeglichenen Ausbildungsmarkt (294 gemeldete Bewerber und 291 gemeldete Ausbildungsstellen), während in den Geschäftsstellen Bernburg, Aschersleben und Staßfurt mehr Stellen als Bewerber gemeldet wurden. Solche Unterschiede in einem Flächenbezirk erleben wir erstmals und da sind unsere Berufsberaterinnen und Berufsberater sowie unser Arbeitgeberservice gefragt, um vor Ort Transparenz über bestehende Möglichkeiten aufzuzeigen. In Beratungen erfahren Interessierte auch kurzfristig noch, wie sie aus den knapp 450 freien Stellen ihren passenden Ausbildungsplatz finden können.“

 

Und so sieht es in den Geschäftsstellen aus:

 

Geschäftsstelle Bernburg:

 

371 Jugendliche aus Bernburg und Umgebung haben sich seit Oktober 2017 an die Berufsberatung der heimischen Agentur für Arbeit Bernburg gewandt, um einen Ausbildungsplatz zu finden. Insgesamt sind das 3,4 Prozent (13 Personen) weniger als ein Jahr zuvor. 102 Jugendliche sind davon aktuell noch unversorgt; 12,1 Prozent mehr als im Vorjahr.

 

Den Ausbildungsplatzbewerbern stehen derzeit 441 gemeldete Berufsausbildungsstellen gegenüber, von denen aktuell noch 135 Ausbildungsplätze unbesetzt sind. Gegenüber den Werten des Vorjahres wurden knapp 18 Prozent (20 Stellen) mehr Ausbildungsstellen gemeldet.

 

Geschäftsstelle Aschersleben:

 

183 Jugendliche aus Aschersleben und Umgebung haben sich seit Oktober 2017 an die Berufsberatung der Agentur für Arbeit Aschersleben gewandt, um einen Ausbildungsplatz zu finden. Insgesamt sind das 29,1 Prozent (-75 Personen) weniger als ein Jahr zuvor. 45 Jugendliche sind davon aktuell noch unversorgt; 18,4 Prozent mehr als im Vorjahr.

 

Den Ausbildungsplatzbewerbern stehen derzeit 237 gemeldete Berufsausbildungsstellen gegenüber, von denen aktuell noch 86 Ausbildungsplätze unbesetzt sind. Gegenüber den Werten des Vorjahres wurden 4,9 Prozent (4 Stellen) mehr Ausbildungsstellen gemeldet.

 

Geschäftsstelle Staßfurt:

 

208 Jugendliche aus Staßfurt und Umgebung haben sich seit Oktober 2017 an die Berufsberatung der Agentur für Arbeit Staßfurt gewandt, um einen Ausbildungsplatz zu finden. Insgesamt sind das 12,2 Prozent (-29 Personen) weniger als ein Jahr zuvor. 63 Jugendliche sind davon aktuell noch unversorgt; 14,5 Prozent mehr als im Vorjahr.

 

Den Ausbildungsplatzbewerbern stehen derzeit 255 gemeldete Berufsausbildungsstellen gegenüber, von denen aktuell noch 109 Ausbildungsplätze unbesetzt sind. Gegenüber den Werten des Vorjahres wurden 19,8 Prozent (18 Stellen) mehr Ausbildungsstellen gemeldet.

 

Geschäftsstelle Schönebeck:

 

294 Jugendliche aus Schönebeck und Umgebung haben sich seit Oktober 2017 an die Berufsberatung der Agentur für Arbeit Schönebeck gewandt, um einen Ausbildungsplatz zu finden. Insgesamt sind das 5,5 Prozent (-17 Personen) weniger als ein Jahr zuvor. 83 Jugendliche sind davon aktuell noch unversorgt; 2,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Den Ausbildungsplatzbewerbern stehen derzeit 291 gemeldete Berufsausbildungsstellen gegenüber, von denen aktuell noch 113 Ausbildungsplätze unbesetzt sind. Das ist gegenüber dem Vorjahreswert keine Veränderung.

 

­­­­Tipps für ausbildungsinteressierte Jugendliche:

 

· Nicht resignieren, weil der erste August schon vorbei ist– es bestehen noch immer gute Chancen! Bis ca. Anfang November besteht grundsätzlich die Möglichkeit, eine Ausbildung zu beginnen (Aber: Arbeitgeber und Berufsschulen entscheiden!)

 

· Zusammen mit der Berufsberatung frühzeitig „Plan B“, d.h. berufliche Alternativen, überlegen!

 

· Die Zeit nutzen und Praktika anbieten, um Arbeitgeber von den eigenen Fähigkeiten zu überzeugen und Noten optimaler Weise zu überstrahlen.

 

· Unter der Rubrik –Schule, Ausbildung und Studium finden die Jungen und Mädchen alle wichtigen Informationen. Unter anderen ein Selbsterkundungstool hilft den richtigen Ausbildungs-oder Studienplatz zu finden. https://www.arbeitsagentur.de/bildung/ausbildung

 

· Es gibt viele Berufe, die unbekannt sind, jedoch im Salzlandkreis sehr gute berufliche Optionen bieten. Eigenständig und regelmäßig im Internet unter http://jobboerse.arbeitsagentur.de über geeignete Ausbildungsstellen informieren.

 

· Täglich den Briefkasten leeren und umgehend auf Vermittlungsvorschläge der Berufsberatung bewerben!

 

· Nicht nur neben der Haustür nach Ausbildungsstellen suchen, sondern nach Möglichkeit den Bewerbungsradius ausweiten! (Zum Beispiel wurden in Bernburg, Aschersleben und Staßfurt mehr Ausbildungsstellen als Bewerberinnen und Bewerber gemeldet und es sind derzeit noch jede Menge Stellen unbesetzt.)

 

· Ausbildungsbegleitende Hilfen (kurz: abH), das kostenlose Nachhilfeprogramm der Agentur für Arbeit, bei Bewerbungen mit anbieten, sofern die Noten ggf. schwächer ausfallen. So erkennen Arbeitgeber die Motivation, in einer Ausbildung überzeugen zu wollen.

 

· Kontinuierlich im Kontakt mit den Berufsberaterinnen und Berufsberatern bleiben. Termine können unter der kostenfreien Durchwahl 0800 – 4 5555 00 vereinbart werden.

Tipps für Arbeitgeber mit (erneut) freien Ausbildungsstellen:

 

· Plötzlich wieder freie Ausbildungsstellen für dieses Jahr können unter der kostenfreien Hotline 0800-4 5555 20 erneut dem Arbeitgeberservice gemeldet werden. Es ist noch nicht zu spät!

 

· Bewerber auf den zweiten Blick können die erste Wahl darstellen; viele Jugendliche sind schulmüde und stellen auch ohne Bestnoten in der Schule im Berufsleben sehr fähige Fachkräfte dar.

 

· abH, das kostenlose Nachhilfeprogramm der Bundesagentur für Arbeit kann notenschwache Auszubildende beim erfolgreichen Abschluss der Ausbildung unterstützen!

 

· Ein gutes Marketing für die eigene Firma wird zu Zeiten rückläufiger Bewerber immer wichtiger.

 

· Ausbildungsstellen für das kommende Ausbildungsjahr können bereits jetzt dem Arbeitgeberservice gemeldet werden.

 

Kontakt???

 

· Sofern Arbeitgeber Ausbildungsstellen melden möchte, ist montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr die folgende, kostenfreie Durchwahl richtig: 0800 – 4 5555 20 oder der persönliche Ansprechpartner im Arbeitgeberservice.

 

· Suchende Ausbildungsplatzbewerberinnen und –bewerber melden sich für einen Termin in der Berufsberatung unter der kostenfreien Durchwahl: 0800 – 4 5555 00.

 



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