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Arbeitsmarkt Saalzlandkreis - Gestiegene Stellennachfrage


Zahl der gemeldeten Arbeitslosen sinkt um mehr als 200 Menschen zum Vormonat auf 8.857 im Vergleich zum Vorjahresmonat sind 919 Menschen weniger arbeitslos im Salzlandkreis gemeldet, Arbeitslosenquote sinkt und liegt bei 9,2 Prozent.


Der frühlingshafte Februar lässt nicht nur die Natur erblühen, sondern wirkt sich auch positiv auf die Arbeitslosenquote im Salzlandkreis aus. Die Arbeitslosenquote sank von 9,5 Prozent im Januar 2019 auf 9,2 Prozent im Februar.

 

„Die Wirtschaft bereitet sich bereits auf den Frühling vor“, stellt die Agenturchefin, Anja Huth mit Blick auf den Stellenzuwachs fest. So wurden im zweiten Monat des Jahres 324 Arbeitsstellen zur Besetzung gemeldet, 105 mehr als im Vormonat. „Wir werden auf diese Bedarfe reagieren und unsere Vermittlungsaktivitäten auch für Bewerber erhöhen, die auf eine Wiedereinstellung bei ihrem alten Arbeitgeber hoffen“, verkündet Anja Huth.

 

Wurden im Vormonat 219 Stellen gemeldet, konnten im Februar bereits 324 neue Arbeitsstellen gemeldet werden. Dies entspricht ein Zuwachs um 105 Stellen (47,9 Prozent).

 

Bewegung auf dem Arbeitsmarkt

 

Die Bewegung auf dem Arbeitsmarkt nimmt in diesen Monat wieder Fahrt auf. Im Februar konnten 504 Menschen in eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt (ohne Ausbildung) einmünden. Dies stellt zum Vormonat ein Zuwachs um 95 bzw. 23,2 Prozent dar. Zum Vorjahresmonat Februar 2018 macht dies einen Rückgang um 122 bzw. -19,5 Prozent aus.

 

2.042 Menschen haben sich im Laufe des Monats erstmals oder erneut arbeitslos gemeldet, 575 von ihnen aus einer Erwerbstätigkeit heraus. Das sind 493 bzw. -46,2 Prozent weniger im Vergleich zum Januar 2019 und 197 bzw. -25,5 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

 

„Dieser starke Rückgang zeigt deutlich, dass die Unternehmen langfristig ihre Mitarbeiter an das Unternehmen binden und nicht mehr jährlich freisetzen. Die Unternehmen müssen erkennen, dass eine Freisetzung der eigenen Mitarbeiter gleichzeitig ein kompletter Verlust des Mitarbeiters bedeuten kann, denn Fachkräfte sind in der heutigen Zeit gefragt wie nie“, appelliert Anja Huth an die Unternehmen.

 

Stellenmarkt

 

324 Stellen sind der Agentur für Arbeit Bernburg im Monat Februar zur Besetzung gemeldet worden, 105 bzw. 47,9 Prozent mehr als im Vormonat und 37 bzw. -10,2 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Der Bestand verringerte sich gegenüber dem Vorjahr auf 1.025 Stellen, 539 bzw. -34,5 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

 

Die meisten Stellen sind sozialversicherungspflichtige Jobangebote (97,6 Prozent). Gesucht werden insbesondere Mitarbeiter in der Produktion und Fertigung (432), im Gesundheitsbereich (155) und in der Lager– und Logistikbranche (152).

 

Erste Zwischenbilanz auf dem Ausbildungsmarkt

 

Drei Viertel aller Ausbildungsstellen werden der Agentur für Arbeit Bernburg bereits in den ersten beiden Monaten des Jahres gemeldet. 1.049 an der Zahl sind es bereits im Februar. Das sind 6 Stellen bzw. 0,6 Prozent mehr als im Vorjahr. „Wer uns schon früh im Jahr seine Ausbildungsplätze meldet, hat einen eindeutigen Wettbewerbsvorteil“, rät Anja Huth. Gerade jetzt sind die Berufsberater aktiv. Mit dem Überblick über Stellen in allen Branchen werden die Schüler beraten, sich noch im Frühjahr für eine Ausbildung im Herbst zu bewerben.

 

Demgegenüber meldeten sich bisher 771 Bewerber ausbildungssuchend, 64 Personen bzw. 9,1 Prozent weniger als im Vorjahr. „Diese Zahl zeigt lediglich eine erste Zwischenbilanz. Sie wird bis zum Ende des Berufsberatungsjahres im September noch deutlich ansteigen“, weiß die Agenturchefin, „dennoch sind die Zeiten, in denen sich die Bewerbungen stapelten vorbei. Heute müssen sich die Unternehmen als attraktiver Arbeitgeber von Morgen zeigen und aktiv um den Nachwuchs werben.“

 

„Ein wesentlicher Grund hierfür ist die demographische Entwicklung. Wir verzeichnen im Salzlandkreis, seitdem letzten Jahren mehr Ausbildungsplätze als Bewerber. Gerade bei diesem Angebotsverhältnis ist eine vorausschauende Bewerbergewinnung seitens der Unternehmen und eine frühzeitige Orientierung seitens der Jugendlichen unverzichtbar“, so Anja Huth. Darum wirbt die Agentur für Arbeit Bernburg zur Teilnahme an dem „Tag der Berufe“ am 6.März.Dieser bietet ein Forum für ein frühzeitiges Kennenlernen.

 

Veränderungen vor Ort

 

Die Arbeitslosenquoten im Vergleich zum Vorjahresmonat verringerten sich im gesamten Agenturbezirk Bernburg. Vor Ort liegen die Arbeitslosenquoten in einem Bereich zwischen 8,3 Prozent in der Geschäftsstelle Bernburg und 10,7 Prozent in der Geschäftsstelle Aschersleben. Bezogen auf die Kreisstruktur liegen die Quoten bei 10,2 Prozent in Staßfurt und in Schönebeck bei 8,6 Prozent.

 

Verteilung nach Rechtskreisen

 

Im Februar war im Bereich der Arbeitslosenversicherung ein Zuwachs der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen. 2.825 Personen (5 bzw. -0,2 Prozent weniger als im Vergleich zum Vormonat) waren zum Monatsende arbeitslos gemeldet. Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhte sich die Zahl um 52 Personen bzw. um 1,9 Prozent.

 

Im Bereich der Grundsicherung sank die Arbeitslosigkeit um 209 Personen (-3,3 Prozent) über dem Niveau des Vormonats. 6.032 Menschen waren Ende Februar hier arbeitslos gemeldet. Damit liegt die Zahl erneut unter dem Niveau des Vorjahresmonats (-971 Personen bzw. -13,9 Prozent).

 

Arbeitsmarktsituation in den Regionen

 

Region Bernburg:

 

In Bernburg waren insgesamt 2.416 Menschen arbeitslos, damit 302 (-11,1 Prozent) weniger als im Vorjahresmonat.

 

In und um Bernburg war im Februar eine Senkung der Arbeitslosigkeit im Versicherungsbereich (Arbeitsagentur) zu verzeichnen. 747 Menschen (15 bzw. -2,0 Prozent weniger als im Vormonat) waren zum Monatsende arbeitslos gemeldet. Das sind 22 bzw. -2,9 Prozent weniger als im Februar 2018.

 

In der Grundsicherung (Zuständigkeit des Jobcenters Salzlandkreis) sank die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen gegenüber dem Vormonat. 1.669 Personen waren Ende Februar arbeitslos (39 bzw. -2,3 Prozent weniger als im Januar 2019). Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren 280 Personen (-14,4 Prozent) weniger arbeitslos.

 

Region Aschersleben:

 

In Aschersleben waren insgesamt 1.849 Menschen arbeitslos, damit 238 (-11,4 Prozent) weniger als im Vorjahresmonat.

 

Im Februar sank die Arbeitslosigkeit im Versicherungsbereich (Arbeitsagentur) in und um Aschersleben. 518 Menschen (22 bzw. -4,1 Prozent weniger als im Vormonat) waren zum Monatsende arbeitslos gemeldet. Das sind 21 bzw. -3,9 Prozent weniger als im Februar 2018.

 

In der Grundsicherung (Zuständigkeit des Jobcenters Salzlandkreis) sank die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen gegenüber dem Vormonat. 1.331 Personen (56 bzw. -4,0 Prozent mehr als im Vormonat) waren Ende Februar arbeitslos. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren 217 Personen (-14,0 Prozent) weniger arbeitslos.

 

Region Staßfurt:

 

In Staßfurt waren insgesamt 2.234 Menschen arbeitslos, damit 201 (-8,3 Prozent) weniger als im Vorjahresmonat.

 

In und um Staßfurt war im Februar ein Zuwachs der Arbeitslosigkeit im Versicherungsbereich (Arbeitsagentur) zu verzeichnen. 784 Menschen (8 bzw. 1,0 Prozent mehr als im Vormonat) waren zum Monatsende arbeitslos gemeldet. Das sind 66 bzw. 9,2 Prozent mehr als im Februar 2018.

 

In der Grundsicherung (Zuständigkeit des Jobcenters Salzlandkreis) sank die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen gegenüber dem Vormonat. 1.450 Personen (53 bzw. -3,5 Prozent weniger als im Vormonat) waren Ende Februar arbeitslos. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren 267 Personen (-15,6 Prozent) weniger arbeitslos.

 

Region Schönebeck:

 

In Schönebeck waren insgesamt 2.358 Menschen arbeitslos, damit 178 (-7,0 Prozent) weniger als im Vorjahresmonat.

 

In und um Schönebeck war im Februar ein Zuwachs der Arbeitslosigkeit im Versicherungsbereich (Arbeitsagentur) zu verzeichnen. 776 Menschen (24 bzw. 3,2 Prozent mehr als Vormonat) waren zum Monatsende arbeitslos gemeldet. Das sind 29 bzw. 3,9 Prozent mehr als im Februar 2018.

 

In der Grundsicherung (Zuständigkeit des Jobcenters Salzlandkreis) sank die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen gegenüber dem Vormonat. 1.582 Personen (61 bzw. -3,7 Prozent weniger als im Vormonat) waren Ende Februar arbeitslos. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren 207 Personen (-11,6 Prozent) weniger arbeitslos.



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