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Mit Qualifizierung in Engpassberufen Arbeitgeber unterstützen


Anja Huth, Chefin der Arbeitsagentur Bernburg: „Ich bin der Meinung, dass im Salzlandkreis die Unternehmen, unabhängig von ihrer Beschäftigtenzahl in Bildung investieren müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

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„Die Wirtschaftsweisen haben in den letzten Tagen ihre Prognose revidiert und das Wachstum nach unten korrigiert. Dennoch bleibt der Binnenmarkt robust und die Konjunktur ist weiterhin positiv. Die Auftragsbücher der Unternehmen, auch im Salzlandkreis sind voll und so mancher Auftrag, insbesondere im Handwerk kann nicht angenommen werden, denn es fehlen die Arbeitskräfte. Mit der Investition in Bildung wollen wir gemeinsam mit den Arbeitgebern dieser Situation entgegensteuern“, erläutert die Agenturchefin, Anja Huth die Ausgangssituation.

 

Die Beschäftigung ist im Salzlandlandkreis ist in den letzten zehn Jahren um knapp 3000 sozialversicherungspflichtig beschäftigte Männer und Frauen auf mehr als 63.000 angestiegen.

 

Der Bedarf an Arbeitskräften wird weiterhin steigen, wenn auch nur langsam, denn sie stehen nicht in dem notwendigen Umfang zur Verfügung. Eine Möglichkeit zum Gegensteuern bietet das Qualifizierungschancengesetz (QCG), welches am 01. Januar in Kraft getreten ist.

 

Anja Huth, Chefin der Arbeitsagentur Bernburg ergänzt: „Ich bin der Meinung, dass im Salzlandkreis die Unternehmen, unabhängig von ihrer Beschäftigtenzahl in Bildung investieren müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Auch das Handwerk und die Dienstleistungsbranche haben immer mehr Bedarf an Arbeitskräften und müssen bei dem Kampf um begehrte Fachkräfte aufpassen, dass sie nicht abgehängt werden.“

 

Die Förderung nach dem Qualifizierungschancengesetz umfasst einerseits die Übernahme der Weiterbildungskosten für den einzelnen Beschäftigten und andererseits die Gewährung von Arbeitsentgeltzuschüssen für weiterbildungsbedingte Arbeitsausfallzeiten an Arbeitgeber. Beschäftigte können gefördert werden, unabhängig von ihrer Ausbildung, Lebensalter und Betriebsgröße. In Abhängigkeit der Größe des Unternehmens ist eine Kostenbeteiligung an den Lehrgangsgebühren erforderlich. Es gibt allerdings Ausnahmen von dieser Regel: In Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten sowie bei Weiterbildungen von über 45-jährigen oder schwerbehinderten Beschäftigten entfällt die finanzielle Beteiligung des Arbeitgebers.

 

Zuschüsse zu den Weiterbildungskosten sollen vor allem Beschäftigte erhalten, deren berufliche Tätigkeiten durch Technologien ersetzt werden können oder die in sonstiger Weise vom Strukturwandel betroffen sind. Wer etwa künftig mit selbstfahrenden Gabelstaplern oder Industrierobotern umgehen muss, für den könnte eine Förderung in Frage kommen.

 

„Der Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Bernburg hat sein Beratungsangebot für die Unternehmen erweitert. Gemeinsam können Strategien entwickelt werden, wie die Arbeitgeber und Ihre Beschäftigten von der gesetzlichen Neuregelung profitieren können“, ergänzt Anja Huth.



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