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Arbeitsmarktprognose für den Salzlandkreis neu gefasst


„Der Fachkräftemangel stellt für Unternehmen im Salzlandkreis ein Risiko dar und bremst bereits jetzt schon einige Branchen. Aufträge können wegen fehlenden Mitarbeitern nicht angenommen werden“, ergänzt die Agenturchefin.

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600 Arbeitslose weniger 2019 prognostiziert, Null Beschäftigungswachstum erwartet, trotzdem sinkt die Arbeitslosigkeit weiter, die Nachfrage nach Fachkräften ist vorhanden, Verfestigung von Langzeitarbeitslosigkeit

 

Die Wissenschaftler des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) haben ihre Arbeitsmarktprognose für das laufende Jahr 2019 angepasst. Grundlage der Anpassung: Ein bundesweit erwartetes Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von 0,5 Prozent für das laufende Jahr. Demnach wird das Beschäftigungswachstum auch im Salzlandkreis nur sehr gering verlaufen. Die IAB-Experten prognostizieren in ihrer aktuellen Mittelwert-Rechnung für 2019 durchschnittlich 63.100 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im

 

Salzlandkreis. Gegenüber dem Vorjahr ist im Mittelwert kein Wachstum errechnet worden, aber im günstigsten Fall könnte ein Zuwachs von bis zu 700 Beschäftigten im Landkreis prognostiziert werden. Im Vergleich zu den anderen Landkreisen in Sachsen-Anhalt nimmt der Bernburger Agenturbezirk denn vorletzten Platz ein.

 

Huth: „Auswirkungen“

 

„Trotz Konjunkturflaute hält auch der Arbeitsmarkt im Salzlandkreis Kurs. Die Herausforderung wird in diesem Jahr sein, die kontinuierlichen Abgänge von Beschäftigten in Rente zu kompensieren. Zuzug von Menschen, in nennenswerter Größenordnung, erwarte ich nicht “, erklärt die Agenturchefin, Anja Huth.

 

Prognose: Im Salzlandkreis könnte auch in diesem Jahr der Abbau der Arbeitslosigkeit über dem Landes-Schnitt liegen

 

Die Demografie wirkt sich im Zusammenspiel, trotz der abgeschwächten Konjunktur auf die Arbeitslosigkeit aus. Die Zahl der Arbeitslosen wird laut IAB-Prognose auch 2019 im Landkreis spürbar sinken. Im Mittelwertszenario rechnen die Forscher mit einer durchschnittlichen Arbeitslosenzahl von 8.000 Menschen. Das wären 600 arbeitslose Männer und Frauen weniger als im Jahresdurchschnitt 2018 und entspricht einem Rückgang von acht Prozent. Damit liegt der Landkreis beim Rückgang der Arbeitslosigkeit über dem Durchschnitt von Sachsen-Anhalt mit 7,5 Prozent.

 

„Der Fachkräftemangel stellt für Unternehmen im Salzlandkreis ein Risiko dar und bremst bereits jetzt schon einige Branchen. Aufträge können wegen fehlenden Mitarbeitern nicht angenommen werden“, ergänzt die Agenturchefin.



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