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Vierzig Langzeitarbeitslose suchten einen Job in der Volkssolidarität

Cornelia Stüber, ASB Regionalverband-Anhalt im Gespräch mit interessierten Bewerbern



Cornelia Stüber freut sich und ist dennoch ernüchtert. Die Lohnbuchhalterin des Arbeiter-und Samariterbundes (ASB) im Regionalverband Anhalt e.V. ist seit mehr als achtzehn Jahren auch als Personalleiterin tätig. Der ASB arbeitet in der stationären, ambulanten und Tagespflege, sowohl in Bernburg und in Alsleben. Für alle Pflegeinrichtungen sucht Cornelia Stüber Fachkräfte, aber auch Helfer.

 

„Ich konnte mehrere gute Gespräche führen, es hätten mehr sein können, und ich habe um die Bewerbungsunterlagen gebeten. Wenn sie vorliegen, werden wir gemeinsam mit den Bewerbern ins Gespräch kommen. Um festzustellen, ob ein Bewerber passt, bietet der ASB in der Regel ein Praktikum in der stationären und ambulanten Altenpflege sowie in den Tagespflegen, an“, erläutert Cornelia Stüber die Strategie. „Leider sank in den vergangenen Jahren die Anzahl der Bewerber für eine Beschäftigung und Ausbildung drastisch. Der Pflegeberuf ist anspruchsvoll und nur mit Leidenschaft zu bewältigen. Dem ASB liegt es deshalb am Herzen, an dieser Bewerberveranstaltung teilzunehmen. Hier haben wir die Möglichkeit uns als Arbeitgeber zu präsentieren. Im Übrigen stellen wir Pflegefachkräfte unbefristet ein und die Vergütung ist aufgrund geführter Pflegesatzverhandlungen mit den Pflegekassen, seit letztem Jahr angestiegen,“ ergänzt die Personalleiterin des ASB Regionalverband-Anhat e.V.

 

„Der Fachkräftemangel wird sich unter dem demografischen Aspekt noch weiter verschärfen. Die Zuwanderung aus EU-und Drittstaaten, kann und wird den Pflegefachpersonenmangel in unserem Landkreis auch nicht annähernd lösen, sondern allenfalls ein Baustein unter vielen anderen sein“, erklärt die Agenturchefin die Situation am Arbeitsmarkt.

 

Acht Unternehmen präsentierten sich und nutzten die Gelegenheit mit interessierten Bewerbern zu sprechen.

 

„Der Bewerberarbeitsmarkt ist in der Pflegebranche angekommen. Die Arbeitnehmer wissen, dass sie vielfältige Beschäftigungs-und Ausbildungsmöglichkeiten im Landkreis haben. Dennoch sind solche Branchentage wichtig, um interessierte und geeignete Männer und Frauen über die Beschäftigungsmöglichkeiten in der Pflegebranche zu informieren und anschließend mit Qualifizierungen oder Praktika in den Pflegeberufen maßgeblich unterstützen,“ ergänzt Anja Huth.

 

Der Monat Mai in welchem auch der „Internationale Tag der Pflege“ begangen wird, bot den passenden Rahmen für das Jobcenter Salzlandkreis eine speziell auf diesen Berufszweig ausgerichtete Veranstaltung zu initiieren.

 

Am 15. Mai konnten sich interessierte Arbeitsuchende beim Volkssolidarität Landesverband Sachsen-Anhalt e.V. am Staßfurter Luisenplatz zu den Facetten und Einsatzmöglichkeiten einer beruflichen Tätigkeit in der Pflege informieren. Die Teilnehmer hatten die Möglichkeit, direkt mit Vertretern der Einrichtung, Bildungsträgern und Mitarbeitern des Jobcenters Salzlandkreis ins Gespräch zu kommen.

 

Vorgestellt wurden Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten zum/r Altenpfleger/in, zum/r Altenpflegehelfer/in sowie zur Betreuungsfachkraft in Pflegeheimen und bei ambulanten Diensten. Die Ansprechpartner des Institut für Weiterbildung in der Kranken- & Altenpflege (IWK) Aschersleben und der Staßfurter Urania e.V. gaben Auskunft zu fachlichen Anforderungen und beruflichen Perspektiven in den pflegerischen Beschäftigungsfeldern.




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