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Bilanz des Berufsberatungsjahres 2018/2019

35 Jugendliche weniger als im Vorjahr haben sich gemeldet, insgesamt haben sich 1.150 Schüler um eine Ausbildungsstelle beworben, 179 Ausbildungsstellen blieben unbesetzt, das sind 3 weniger als im Vorjahr.



„Erneut haben unsere Unternehmen mehr Ausbildungsstellen im Salzlandkreis gemeldet. Die Herausforderung unseres Ausbildungsmarktes ist, die Be-rufswünsche der Jungen und Mädchen mit den Ausbildungsmöglichkeiten in der Region zu vereinen. Uns ist es in diesem Jahr besser gelungen, die jungen Menschen über die Ausbildungsmöglichkeiten und Alternativen in unserem Landkreis zu informieren. Die Entscheidung zur Wahl des Ausbildungsplatzes hängt von vielen Faktoren ab. Dazu gehört auch die Einschränkung der Mobilität durch fehlende, öffentliche Verkehrsanbindungen, aber auch weitentfernte Berufsschulstandorte“, analysiert Anja Huth, Chefin der Agentur für Arbeit Bernburg.

 

Gesamtübersicht

 

Im Berufsberatungsjahr 2018/2019 (1. Oktober 2018 bis 30. September 2019) stellten sich insgesamt 1.150 Jugendliche für die Vermittlung in eine Ausbildungsstelle zur Verfügung.

 

Die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 58 (4,4 Prozent) auf 1.368. Zum 30.9. blieben 179 Ausbildungsstellen unbesetzt, das sind 3 unbesetzte Stellen mehr als im letzten Jahr.

 

Entwicklung des Ausbildungsmarktes von 2013 bis heute im Salzlandkreis

 

2013 wurden 1.026 Lehrstellen zur Verfügung gestellt und 2019 waren es mit 1.368 Ausbildungsstellen ein Drittel mehr. Die Entwicklung der Bewerberzahlen ist genau entgegengesetzt. Im September 2013 suchten knapp 1.400 (1.391) Jungen und Mädchen eine Ausbildung in der Region. In diesem Jahr waren es knapp 250 weniger (1.150)

 

Berufsausbildungsstellen im Salzlandkreis

 

Mehr als jede dritte Ausbildungsstelle (475) der 1.368 Berufsausbildungs-stellen im Salzlandkreis wurden im verarbeitenden Gewerbe angeboten,18 bzw. 3,9 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Jede fünfte Lehrstelle der angebotenen Ausbildungsstellen ist im Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen zu finden. Im Baubereich und in der Wirtschaftsklasse wissenschaftliche bzw. technische Dienstleistungen wurden jeweils 121 Ausbildungsstellen angeboten. Die Baubranche hat ein Zuwachs um 21 Lehrstellen auf 121 und die wissenschaftlich/technischen Dienstleistungen einen Rückgang von 16 Lehrstellen auf 121 gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen.

 

Berufsausbildungsstellen nach Regionen

 

Während in Bernburg mit 62 unbesetzten Ausbildungsstellen zum Ende des Berichtsjahres, das entspricht einen Rückgang von 13 Ausbildungsstellen gegenüber dem Vorjahr, die größte Anzahl noch nicht besetzter Ausbildungsstellen gemeldet sind, ist die geringste Anzahl von 19 (eine mehr gegenüber VJM) unbesetzten Ausbildungsstellen in Aschersleben zu finden. In Staßfurt konnten 59 (18 mehr gegenüber VJM) und in Schönebeck 39 (9 weniger gegenüber VJM) Ausbildungsstellen zum Ende des Berichtsjahres 2018/2019 nicht besetzt werden.

 

Geschäftstellenbereich Bernburg:

 

In Bernburg und Umgebung war die Diskrepanz zwischen gemeldeten Bewerbern (366) und Ausbildungsstellen (510) im Salzlandkreis am größten.

 

Von den 510 Berufsausbildungsstellen in Bernburg und Umgebung wurden 158 Ausbildungsstellen für den Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kfz gemeldet.129 Ausbildungsstellen waren für das verarbeitende Gewerbe vorgesehen und jede achte Ausbildungsstelle wurde im kaufmännischen Bereich angeboten.

 

Insgesamt konnten 62 Ausbildungsstellen in Bernburg und Umgebung nicht besetzt werden.

 

Geschäftstellenbereich Schönebeck:

 

Der zahlenmäßige, ausgewogenste Ausbildungsmarkt ist in Schönebeck zu finden. Hier stehen 312 gemeldete Ausbildungsstellen den 303 gemeldeten Bewerbern gegenüber.

 

Von den 312 Berufsausbildungsstellen in Schönebeck und Umgebung waren 122 Ausbildungsstellen aus dem verarbeitenden Gewerbe gemeldet. An zweiter Stelle findet sich mit 43 gemeldeten Lehrstellen, der Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kfz und jede siebente Lehrstelle wurde im Bereich Verkehr und Logistik angeboten.

 

Geschäftstellenbereich Staßfurt:

 

In Staßfurt haben sich weniger Bewerber (258) gemeldet, als durch die Unternehmen Ausbildungsstellen (288) gemeldet wurden. Von den 288 Berufsausbildungsstellen in Staßfurt und Umgebung waren 161 Ausbildungsstellen aus dem verarbeitenden Gewerbe gemeldet. Danach folgt mit 24 gemeldeten Lehrstellen die Finanz-und Versicherungsbranche und weniger als 10 Prozent der Ausbildungsstellen wurden für den Bereich Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kfz angeboten.

 

Geschäftstellenbereich Aschersleben:

 

Wie in allen Geschäftsstellen der Agentur für Arbeit Bernburg, wurden auch in Aschersleben die meisten Ausbildungsplätze im verarbeitenden Gewerbe angeboten. Fast jede vierte Lehrstelle war in diesem Wirtschaftsbereich zu finden. Von den 258 Berufsausbildungsstellen in Aschersleben und Umgebung waren 26 Prozent für den Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kfz vorgesehen. Etwas mehr als 10 Prozent der Ausbildungsstellen sind im kaufmännischen Bereich zu finden.

 

Bewerber nach Regionen

 

Bewerberseitig stellt sich die Situation regional ähnlich dar.

 

In Bernburg ist auch der größte Rückgang um 50 gemeldeten Bewerbern gegenüber dem Berichtsjahr 2017/2018 zu verzeichnen. Insgesamt melde-ten sich in der Saalestadt 366 Jungen und Mädchen an. 23 Jungen und Mädchen hatten zum 30.September noch keinen Ausbildungsvertrag unter-schrieben.

 

Auch in Schönebeck meldeten sich 20 Schüler weniger als im letzten Berufsberatungsjahr. Insgesamt suchten dort 303 Jungen und Mädchen einen Ausbildungsplatz. Zum Ende des Berufsberatungsjahres waren noch 13 junge Menschen ohne eine Lehrstelle.

 

In der Region Staßfurt haben sich seit dem Beginn des Berufsberatungsjahres, am 1.Oktober letzten Jahres 24 Jungen und Mädchen mehr gemeldet.

 

Insgesamt suchten dort 258 Jungen und Mädchen einen Ausbildungsplatz.

 

Im Vergleich im Salzlandkreis ist die größte Anzahl mit 23 unversorgten Bewerbern in Bernburg zu finden. In Schönebeck suchen noch 13 Jungen und Mädchen eine Ausbildung. In Aschersleben und in Staßfurt suchen nur noch einzelne Bewerber eine Ausbildungsstelle.

 

„Wir werden den Jungen und Mädchen, ohne Ausbildungsplatz ein Angebot unterbreiten. Die Beratungsfachkräfte werden Alternativen aufzeigen und versuchen gemeinsam eine Lösung zu finden“, sagt die Teamleiterin der Berufsberatung der Agentur für Arbeit Bernburg, Anja Schöne.

 

Bewerber/-innen nach Schulabschluss in den Berichtsjahren

 

Von den 1.150 gemeldeten Bewerbern waren 474 weiblich und 676 männlich.

 

Knapp die Hälfte aller Jungen und Mädchen verfügen über einen Realschulabschluss (554 Bewerbern entspricht 48,2 Prozent).

 

Danach folgen im Salzlandkreis die Bewerber mit einem Hauptschulabschluss. Ihre Zahl lag bei 298 junge Menschen, das entspricht 25,9 Prozent.

 

Mit der Fachhochschulreife bewarben sich 56 Bewerber und 140 Jungen und Mädchen verfügen über ein Abitur.

 

Merker:

 

Das Ende des Beratungsjahres bedeutet nicht das Ende der Vermittlungsaktivitäten: Auch jetzt melden sich noch junge Menschen, die z.B. ihre Ausbildung oder eine weiterführende Schule abgebrochen oder keinen Studienplatz erhalten haben. Im Zuge der weiteren Nachvermittlung gehen daher die Bemühungen der Arbeitsagentur und der Kammern unvermindert weiter, noch offene Ausbildungsstellen zu besetzen und Jugendlichen in Ausbildung zu vermitteln.

 

Jugendliche, die noch eine Ausbildungsstelle suchen, sollten unbedingt Kontakt mit der Agentur für Arbeit Bernburg aufnehmen, bzw. halten.

 

Auch Betriebe, die noch Auszubildende suchen, sollten sich mit der Arbeitsagentur in Verbindung setzten. Freie Stellen nimmt die Ausbildungsvermittlung unter der Rufnummer der bekannten Ansprechpartner im gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Agentur für Arbeit und Jobcenter entgegen.

 

Alternativ kann die gebührenfreie Hotline 0800 4 5555 20 genutzt werden.





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