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Ringheiligtum: Brückenschlag in die Moderne

Montage: Salzlandkreis
Montage: Salzlandkreis

Am Ringheiligtum wird Touristen-Informationszentrum dank Fördermitteln gebaut. Landrat: Besucherentwicklung zeigt, Investition in Standort lohnt sich.


Brückenschlag in die Moderne! Am Ringheiligtum entsteht demnächst ein neuer Anlaufpunkt für Besucher: ein Touristen-Informationszentrum. Das Besondere: Es ist aufgrund der Lehmbauweise den Gebäuden nachempfunden, in denen unsere Vorfahren vor Jahrtausenden lebten. Die Innenausstattung dagegen wird einen Eindruck davon vermitteln, was dank digitaler Technik heutzutage möglich ist.

 

Der Salzlandkreis hat für dieses Vorhaben rund 1,3 Millionen Euro von der Investitionsbank Sachsen-Anhalt als GRW-Förderung erhalten. Die Gesamtausgaben betragen voraussichtlich 1,45 Millionen Euro.

 

Landrat Markus Bauer freut sich über die enorme Unterstützung. „Damit kann die Entwicklung eines der wichtigsten Anlaufpunkte im Bereich Tourismus und Bildung im Salzlandkreis weiter vorangetrieben werden.“ Dass sich die Investition lohnt, zeigen die stetig seit der Eröffnung des Ringheiligtums gezählten Besucherzahlen. Erstmals wurde vor wenigen Tagen sogar die magische Marke von 30 000 Besuchern gezählt. „Das zeigt, dass das Ringheiligtum auch überregional wahrgenommen wird“, erklärt der Landrat.

 

Neben der Entwicklung des Ringheiligtums müssen nach Aussage von Markus Bauer nun weitere touristische Angebote werden, die den Salzlandkreis darüber hinaus attraktiv machen. Der Landrat ist überzeugt, dass es genügend Potenzial und damit Alleinstellungsmerkmale gibt, um bei den Besuchern punkten zu können. „Wir müssen bei der Urlaubsplanung der Besucher förmlich mit am Küchentisch sitzen.“

 

Doch zurück zum Ringheiligtum: Gebaut werden soll das neue Touristen-Informationszentrum in unmittelbarer Nähe des Parkplatzes. Es soll insofern die erste Anlaufstelle am Ringheiligtum werden – mit einem hellen, familienfreundlichen Ankunftsbereich. Der Platz wurde in Anlehnung an die Kreisgrabenanlage bei Stonehenge in Südengland bewusst gewählt. „Das Gebäude soll nicht die Sicht auf die Jahrtausende alte Kultstätte beeinträchtigen“, erklärt die zuständige Stabsstellenleiterin Petra Czuratis.

 

Daneben wird es einen Raum für Vorführungen geben, der den Besuchern Platz bieten wird. Dieser Raum stellt zugleich die digitale Schnittstelle zum Kreismuseum in Schönebeck dar, wo eine Dauerausstellung zum Ringheiligtum gezeigt wird. Gebaut werden sollen auch moderne Sanitäranlagen sowie ein Außenbereich mit Fahrradboxen. Später könnte auch ein Kiosk folgen. Aktuell sucht der Salzlandkreis noch nach einem Caterer mit mobilem Angebot.

 

Der vorliegende Entwurf zum Touristen-Informationszentrum ist das Ergebnis eines Ideenwettbewerbs, an dem sich etliche Architekten beteiligten. Aktuell laufen die Planungen für die Ausschreibungen der notwendigen Arbeiten. Fertiggestellt werden soll das Gebäude Mitte 2021 sein. Es soll ganzjährig zugänglich sein.




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