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Truck, Bus und Speedmarathon der Polizei

Verkehrssicherheit: Schwerpunkte der Verkehrsüberwachung und polizeilichen Verkehrsprävention im Jahr 2020


In der (auto-)mobilen Gesellschaft ist das „Sicher-Ankommen“ ein wichtiger Faktor. Jeder einzelne Unfall, insbesondere mit schweren Personenschäden, ist beklagenswert. Denn hinter jedem persönlichen Leid des Unfallopfers stehen Familie, Freunde und Bekannte, die gerade bei schweren Verkehrsunfällen oft jahrelang unter den Unfallfolgen zu leiden haben. Sicher mobil zu sein und diese Sicherheit nachhaltig und kontinuierlich zu verbessern, sind daher wesentliche Bestandteile der Verkehrssicherheitsarbeit und stellen einen unverzichtbaren Beitrag zur Gewährleistung der inneren Sicherheit dar. Primäres Ziel polizeilicher Verkehrssicherheitsarbeit ist es, schwere Verkehrsunfälle zu verhindern, Unfallfolgen zu minimieren und dem Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung im Straßenverkehr Rechnung zu tragen. Um dieses Ziel zu erreichen, werden unter anderem punktuell die Verkehrssicherheitsarbeit im Land gebündelt und schwerpunktmäßige Kontrollen initiiert.

 

Vor diesem Hintergrund beteiligt sich die Polizei des Landes Sachsen-Anhalt auch im Jahr 2020 wieder an Verkehrssicherheitsaktionen, die vom europäischen Polizei-Netzwerk TISPOL koordiniert werden. So erfolgt in der kommenden Woche eine einwöchige Verkehrsüberwachungsaktion von Fahrzeugen des gewerblichen Güter- und Personenverkehrs. Die Aktion zur Erhöhung der Verkehrssicherheit, findet vom 10. Februar bis 16. Februar 2020 unter dem Motto „Truck & Bus I“ statt.

 

Die Zahl der Verkehrsunfälle, an denen Lkw beteiligt waren, ist nach wie vor hoch in Sachsen-Anhalt. Alleine durch ihre Größe und Gewicht stellen Lkw bei einem Verkehrsunfall ein erhöhtes Gefahrenpotential für andere Unfallbeteiligte dar, weshalb Verkehrsunfälle mit Lkw-Beteiligung überdurchschnittlich schwere Folgen haben. Im Zuge fortschreitender nationaler und internationaler wirtschaftlicher Verflechtung nimmt der gewerbliche Personen- und Güterverkehr – gerade im Transitland Deutschland – weiterhin stetig zu. Rund 70 Prozent aller Güter werden inzwischen per Lkw transportiert, Tendenz steigend. Insbesondere Berufskraftfahrer sind besonders gefährdet am Steuer einzuschlafen, da sie einem hohen Zeit- und Kostendruck ausgesetzt sind. Zugleich tragen sie eine besondere Verantwortung für ihre eigene Sicherheit sowie die Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer, da sie in der Regel schwere Lasten oder gar andere Personen befördern. Gerade vor diesem Hintergrund kommt darüber hinaus einem technisch einwandfreien Zustand des geführten Nutzfahrzeuges und der Ladungssicherung eine besondere Bedeutung zu. Ungesichertes oder unzureichend gesichertes Ladegut sowie überladene Lkw beeinträchtigen die Verkehrssicherheit, indem sie das Unfallrisiko und die Schwere der Unfälle enorm erhöhen.

 

Bei der Aktion werden von der Polizei daher die Einhaltung von Lenk- und Ruhezeiten der Fahrzeugführenden sowie der technische Zustand und die Beladung von Lastkraftwagen gezielt überprüft. Neben den repressiven Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit (z. B. Untersagung der Weiterfahrt aus persönlichen oder technischen Gründen) werden insbesondere auf die jeweilige Kontrollmaßnahme zugeschnittene thematische Präventionsaspekte zur Erhöhung der Wirksamkeit der Maßnahmen eingesetzt:

 

Die Landespolizei widmet sich darüber hinaus ganzjährig verstärkt dem Thema Verkehrssicherheit. So ist bereits jetzt eine Teilnahme an weiteren TISPOL-Kontrollwochen zu den Themen Geschwindigkeit sowie dem diesjährigen bundesweiten „Speedmarathon“ vorgesehen:

 

Weitere TISPOL-Termine:

 

- 10. bis 16. Februar 2020: Truck & Bus I

- 20. bis 26. April 2020: Speed I („Speedmarathon am 22. April 2020)

- 11. bis 17. Mai 2020: Truck & Bus II

- 20. bis 26. Juli 2020: Truck & Bus III

- 10. bis 16. August 2020: Speed II

- 12. bis 18. Oktober 2020: Truck & Bus IV

 

Hintergrund:

 

„Grenzen überschreiten, um Leben zu retten" lautet der Slogan von TISPOL, dem europaweiten Polizei-Netzwerk. TISPOL steht für "Traffic Information System Police" und ist ein Zusammenschluss von Verkehrspolizeien der Mitgliedsländer der Europäischen Union.

 

Das Netzwerk koordiniert europaweit nationale Aktionen zur Durchsetzung der Vorschriften im Verkehrssektor. Das Hauptziel ist die Reduzierung der Getöteten und Schwerverletzten auf Europas Straßen.




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