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Corona: Planbare Operationen ab Montag ausgesetzt

Für Behandlung von Patienten mit schweren Atemwegserkrankungen sollen Krankenhäuser in Sachsen-Anhalt planbare Operationen und Eingriffe ab Montag, dem 16. März 2020, auf unbestimmte Zeit verschieben bzw. aussetzen.

 



Damit sich die Krankenhäuser in Sachsen-Anhalt auf den erwartbar steigenden Bedarf an Intensiv-und Beatmungskapazitäten zur Behandlung von Patienten mit schweren Atemwegserkrankungen durch COVID-19 konzentrieren können, wird das Ministerium für Arbeit, Soziales und Integrationbeauftragt, die Krankenhäuser in Sachsen-Anhalt anzuschreiben mit dem Ziel:

 

Das grundsätzlich alle planbaren Aufnahmen, Operationen und Eingriffe ab Montag, dem 16. März 2020, auf unbestimmte Zeit verschoben bzw. ausgesetzt werden, soweit dies medizinisch vertretbar ist.

 

Das der Einsatz der Ärzte und des Pflege- bzw weiteren Personals, das notwendig ist, um intensivpflichtige Menschen zu behandeln, so geplant und erhöht wird, dass die Durchhaltefähigkeit der Intensiv- und Beatmungsbetten in den Krankenhäusern gestärkt wird.

 

Die Landesregierung begrüßt in diesem Zusammenhang ausdrücklich die Anstrengungen der Bundesregierung im Hinblick auf die angekündigten gesetzlichen Maßnahmen, die einen Ausgleich der wirtschaftlichen Folgen für die Krankenhäuser schaffen sollen sowie die Zusage, dass kein Krankenhaus dadurch in ein Defizit geraten soll.

 

Darüber hinaus stellte die Bundesregierung in Aussicht, dass für jedes Intensivbett, dasin den Krankenhäusern provisorisch geschaffen und vorgehalten wird, ein Bonus ausgesetzt wird.





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Kommentare: 1
  • #1

    Carolus Nappus (Samstag, 14 März 2020 10:01)

    Aha, Behandlungskapazitäten erhöhen. Wieviele Ärzte und Pflegepersonal werden wohl Kinder haben, die einer Betreuung bedürfen? Es gibt keine nennenswerten Kapazitäten, die in den angesprochenen Bereichen erhöht werden könnten. Und dafür soll dann alles andere liegen bleiben? Als ob in den Krankenhäusern sonst nur sinnlose Behandlungen durchgeführt werden.
    Macht Euch mal ehrlich. Es wird doch nicht 10 Menschen die notwendige Behandlung verwehrt, weil man unbedingt den einen zusätzlichen Corona-Patienten maximal versorgen will. Es kann doch jetzt nur noch darum gehen, die vorhandenen Kapazitäten so einzusetzen, dass möglichst Viele möglichst wenig Schaden nehmen. Da wird man entscheiden müssen, ob man zehn Arbeitsfähige nicht behandelt, um den einen 75jährigen mit 10 Vorerkrankungen umfänglichst zu behandeln.