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Salzlandkreis bereitet sich auf den Ernstfall vor / Eltern müssen Formulare schnellstmöglich abgegeben

Zur Klarstellung: Zur Notbetreuung in den Schulen kann der Salzlandkreis keine Aussagen treffen. Zuständig ist das Landesschulamt.



Der Salzlandkreis bereitet sich auf den Ernstfall vor. Aktiviert worden ist der Stab für außergewöhnliche Ereignisse. Dieser Stab unterstützt zunächst den Fachdienst Gesundheit bei der Bearbeitung der aktuellen Lage im Salzlandkreis. Landrat Markus Bauer bekräftigt: „Wir werden alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um die Bevölkerung zu schützen.“ Wichtig sei in dieser Situation vor allem, die Ausbreitung des neuartigen Corona-Virus einzudämmen. „Wir müssen jetzt vor allem Zeit gewinnen, um die Versorgung der wirklich schweren Fälle zu gewährleisten.“ Er appelliert deswegen an die Bürger, Hygieneregeln zu beachten und Rücksicht insbesondere auf ältere Menschen zu nehmen, die besonders gefährdet seien. Reiserückkehrer sollten sich vorsorglich beim Fachdienst Gesundheit melden.

 

Um Infektionsmöglichkeiten zu reduzieren, hat der Landrat festgelegt, dass die Standorte der Kreismusikschulen, die Standorte der Kreisvolkshochschulen sowie die Kreisbibliothek in Aschersleben und das Salzlandmuseum bis auf Weiteres geschlossen bleiben. Damit entfallen auch geplante Veranstaltungen oder Kurse. Auch Schulsporthallen in Trägerschaft des Salzlandkreises können vorerst nicht genutzt werden. „Wir bitten dafür um Verständnis.“ Die regulären Öffnungszeiten der Kreisverwaltung bleiben von der Entscheidung zwar unberührt. Gleichwohl bittet Markus Bauer die Bürger darum, Anliegen vor allem telefonisch und schriftlich vorzubringen. Der direkte Kontakt mit Behördenmitarbeitern solle nur in Ausnahmefällen erfolgen.

 

Der für Kindertagesstätten und Schulen zuständige Fachbereichsleiter Mathias Kiegeland informierte am Montagvormittag unterdessen Vertreter von Kindertagesstätten und Schulen im Salzlandkreis über die am Wochenende erfolgten Weisungen der Landesregierung. Die zentrale Botschaft des Salzlandkreises war dabei: „Wir lassen niemanden allein. Wir unterstützen, soweit uns das möglich ist.“ Der Fachbereichsleiter betonte, die Notbetreuung von Kindern unter 12 Jahren ist gesichert; ab Mittwoch ausschließlich für die Eltern, die in einem von der Landesregierung vorgebenden Bereich arbeiten, der zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung notwendig ist. In diesem Zusammenhang erklärte Mathias Kiegeland, dass die Entscheidung, welche Kinder in den Einrichtungen konkret notbetreut werden, im zuständigen Fachdienst 22 des Salzlandkreises getroffen werden. Er bittet deshalb alle Eltern darum, die Formulare möglichst bis Dienstagmittag, 17. März, bei den jeweiligen Kita-Leitungen abzugeben, damit diese die Formulare im Fachdienst zur Entscheidung vorlegen können. „Wir bitten ausdrücklich darum, die Formulare schnellstmöglich abzugeben.“

 

Bei den Gesprächen mit den Vertretern von Kindertagesstätten und Schulen im Salzlandkreis wurde auch deutlich, dass viele Eltern ihre Kinder am Montag tatsächlich zu Hause betreut und nicht auf die Notbetreuung zurückgegriffen haben. Genaue Zahlen dazu variieren von Einrichtung zu Einrichtung und können nicht genannt werden.

 

Zur Klarstellung: Zur Notbetreuung in den Schulen kann der Salzlandkreis keine Aussagen treffen. Zuständig ist das Landesschulamt.

 

Schnell Klarheit schaffen

 

Die Bundesregierung hat neue Leitlinien im Kampf gegen den Corona-Virus beschlossen. Landrat Markus Bauer kann die Empfehlungen aus Berlin an die Länder inhaltlich nachvollziehen. „Das ist eine klare Haltung der Bundesregierung in diesen schwierigen Zeiten“, sagt er mit Blick auf die Empfehlungen der Virologen sowie den Erfahrungen aus Ländern wie Italien. Der Landrat fordert allerdings landesweit einheitliche Regelungen – egal, ob die Landesregierung es jetzt wie in Bayern handhabt oder es alternative Entscheidungen gibt. „Wir brauchen jetzt eineindeutige Antworten auf existenzielle Fragen.“ Unternehmen, Angestellte, Familien insbesondere mit Kindern – alle benötigen seiner Aussage nach schnell Klarheit, wie es weitergeht. Auch Landkreise sowie Städte und Gemeinden müssten wissen, wie sie sich zu verhalten haben. Markus Bauer sagt: „Es darf nicht unnötig Angst entsteht.“

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Kommentare: 1
  • #1

    Eike Stabler (Montag, 16 März 2020 20:10)

    Hallo
    Wie sieht es mit Schul -Rheaeinrichtungen wie zum Beispiel das Bfw Staßfurt aus. Dort werden keine Sicherheitsmaßnahmen wie zum Beispiel 1,50 Abstand bei den Unterrichtstischen eingehalten.
    Wenn man nachfragt, heißt es nur, es ist ein freier Träger und das müsse die Rentenstelle Mitteldeutschland klären. Leider bekommt man dort keinen ans Telefon und somit keine Auskunft.
    Es wäre nett wenn sich jemand unser annimmt und schnell antwortet.