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Breitbandanschluss für Könnerns Ortsteile

Gute Nachrichten in Krisenzeiten. Rund 1.500 bisher unterversorgten Haushalten in den Ortsteilen von Könnern können ab dem 30. April Bandbreiten von mindestens 50 Mbit/s. bereitgestellt werden.



Gute Nachrichten in Krisenzeiten. Der Salzlandkreis steht beim flächendeckenden Breitbandausbau kurz vor einem weiteren Etappenziel. Rund 1.500 bisher unterversorgten Haushalten in den Ortsteilen von Könnern können ab dem 30. April Bandbreiten von mindestens 50 Mbit/s. bereitgestellt werden. Die Deutsche Telekom hat Glasfaser verlegt und Verteiler neu aufgestellt oder mit moderner Technik aufgerüstet. Davon profitieren vorerst die Bürger in Beesenlaublingen, Beesedau, Kustrena, Mukrena, Zweihausen, Poblitz, Belleben, Haus Zeitz, Piesdorf sowie Strenznaundorf.

 

Landrat Markus Bauer freut sich, dass weitere kleine Orte im Salzlandkreis dank des Engagements der Kreisverwaltung im Breitbandzeitalter angekommen sind. Er sagt mit Blick auf die vielen neuen digitalen Angebote: „Gerade jetzt zeigt sich, wie wichtig ein hochwertiger Breitbandanschluss ist.“ Er betont, eine schnelle Internetverbindung in allen Teilen des Salzlandkreises sei die Voraussetzung, damit auch eine ländliche Region smart denken und sich damit smart entwickeln könne. „Dafür haben wir den Weg geebnet.“ In diesem Zusammenhang dankt er allen zuständigen Mitarbeitern der Kreisverwaltung und Partnern wie der Deutschen Telekom, die die anfangs im Land belächelte Idee zu einem Erfolg verhelfen.

 

Dank des Engagements des Salzlandkreises fließen insgesamt 33 Millionen Euro in die digitale Infrastruktur. Die Fördermittel hatte die Kreisverwaltung vor Jahren bereits bei Bund und Land eingeworben. Der Salzlandkreis übernimmt dabei die Aufgaben für die Städte und Gemeinden; nämlich überall dort Breitbandanschlüsse zu verlegen, wo es sich für Telekommunikationsfirmen selbst nicht rechnet. Damit schließt der Salzlandkreis die sogenannte Wirtschaftlichkeitslücke. Markus Bauer betont, es gehe dabei auch um gleichwertige Lebensverhältnisse im ländlichen Raum. „Wir wollen, dass das Leben auch abseits der Metropolregionen lebenswert bleibt.“

 

Roland Voigt, Regionalmanager der Deutschen Telekom, sagt: „Die Einrichtung eines Homeoffice ist damit kein Problem mehr.“ Wer schnelleres Internet nutzen möchte, kann ab sofort online oder telefonisch buchen. Im neuen Netz sind Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich. Das gilt auch für Musik- und Video-Streaming oder das Speichern in der Cloud. Das maximale Tempo beim Herunterladen steigt auf bis zu 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s). Beim Hochladen auf bis zu 40 MBit/s. Der Ausbaustand und die verfügbare Bandbreite kann unter www.telekom.de/sachsen-anhalt eingesehen werden.

 

Könnern zählt zu den flächenmäßig größten Ausbaugebieten im Salzlandkreis. Das stellte alle Beteiligten zwar vor besondere Herausforderungen. „Dank der problemlosen und schnellen Genehmigungsverfahren konnten die Baumaßnahmen sehr gut koordiniert werden“, lobt Landrat Markus Bauer die Zusammenarbeit. Ähnlich äußert sich auch Könnerns Bürgermeister Mario Braumann. Er sagt: „Wir haben jetzt den Anschluss an die Datenautobahn. Hohes Tempo im Internet ist ein digitaler Standortvorteil. Für die gesamte Kommune, aber auch für jede einzelne Immobilie.“

 

In Könnerns Kernstadt sowie den Ortsteilen Nelben, Trebnitz, Alt-Mödewitz, Edlau mit Hohenedlau, Kirchedlau, Mitteledlau und Sieglitz, Gerlebok mit Berwitz, Golbitz mit Garsena, Lebendorf mit Bebitz und Trebitz, Wiendorf mit Ibersdorf und Pfitzdorf sowie Zickeritz mit Brucke und Zellewitz laufen die Arbeiten für die neuen Breitbandanschlüsse noch. Aktuell stehen die Tiefbauarbeiten kurz vor dem Abschluss. Informationen zu Fertigstellungsterminen stehen in den nächsten Wochen zur Verfügung.

 

Auch in den anderen Regionen des Salzlandkreises wird trotz der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen weiter am Breitbandausbau gearbeitet. Allerdings erwartet der zuständige Fachdienst Informations- und Kommunikationstechnik, dass es zu Verzögerungen kommen kann. Grund: Insbesondere beim Tiefbau waren und sind neben deutschen auch ausländische Firmen mit den entsprechenden Arbeiten betreut. „Dennoch wird weiter gebaut und wir können in den nächsten Monaten sogar weitere Bereiche mit Breitband versorgen“, erklärt Fachdienstleiter Guido Maurer.

 

Weitere Informationen unter breitband.salzlandkreis.de.




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