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Kran im künftigen Fahrstuhlschacht aufgebaut

Die Bodenplatte mit der Verlegung der Medien soll schon Ende Oktober fertig gestellt sein, sodass der Rohbau aus vorgefertigten Elementen beginnen kann. Ende des Jahres könnten bereits zwei der vier Etagen stehen.


Investition 7,85 Mio. Euro, Fertigstellung September 2021

 

Die Bodenplatte mit der Verlegung der Medien soll schon Ende Oktober fertig gestellt sein, sodass der Rohbau aus vorgefertigten Elementen beginnen kann. Ende des Jahres könnten bereits zwei der vier Etagen stehen. Je nach Witterung könnte der 4 geschossige Rohbau Ende Februar 2021 stehen, sodass im Anschluss das Dach, die Fenster, Türen und Fassadendämmung erfolgt. Dann erfolgt der Innenausbau, geplant sind 52 Wochen ab Bodenplatte, also die Fertigstellung Ende September 2021. Aufgrund von den erhöhten Baukosten von 7,85 Mio. Euro liegt der Mietpreis bei 10,20 EUR pro Quadratmeter. 

 

Die Lage ist die Beste, die für das Bauvorhaben zu finden war

 

Dafür spricht vor allem die Anbindung zur Stiftung, zum Stadtzentrum mit Wochenmarkt für soziale Kontakte und die Hilfeleistung der Stiftung für die Bewohner. Die barrierefreie 50 - 70 qm große Wohnungen werden ausschließlich an ältere Menschen vermietet. Zur Straße hin entstehen innen liegende verglaste Loggien, in Richtung Garten Balkone. Der viergeschossige Neubau bietet auf 1.780 qm 30 Wohnungen, auf welche bereits 85 Anmeldungen kommen. Insgesamt investiert die Wohnungsgenossenschaft Bernburg 7,85 Mio. Euro. Fertigstellung ist für September 2021 geplant.

 

Entwurf: Dipl.-Ing., Dipl.-Ing. Arch (TU) Dagmar Menzel
Entwurf: Dipl.-Ing., Dipl.-Ing. Arch (TU) Dagmar Menzel

Nach Abriss der Häuser vor einigen Monaten wurde ein Bodenergänzungsgutachten erstellt. Das Ergebnis war das schlimmste, was überhaupt vorstellbar ist. Zum einen war der Bodengrund weder tragbar noch gut verdichtbar, zum anderen war dieser stark mit Sulfaten belastet. Deshalb musste das komplette Erdreich bis zu einer Tiefe von 3,50 ausgetauscht werden. Im Vorfeld wurden Bohrpfähle zur Abstützung der benachbarten Wohnhäuser gesetzt, um ein Abrutschen zu verhindern.

 

Schlechter hätte Bodenergänzungsgutachten nicht sein können

 

Die gemessenen Schadstoffklassen reichen von Z1 und Z2 bis Z2+, das schlimmste Ergebnis, was man sich hätte vorstellen können, denn die Entsorgung des Abraumes kostet zwischen 6,33 EUR/qm und 73 EUR/qm. Dazu kommt, das die momentane Abraumhalde auf der Baustelle erst abtransportiert werden kann, wenn die Analyse der Beprobung vor liegt, denn nur dann weiß das Fuhrunternehmen, wohin der Abraum transportiert werden muss. Und wenn die Halde abtransportiert wurde, wird das darunter liegende Erdreich ebenfalls mit tragfähigem Material ausgetauscht. Dann erfolgt wieder eine Beprobung und erst dann der Abtransport. Doch ein Ende ist in Sicht, Ende September sollen die Gründungsarbeiten abgeschlossen sein.

 

Unstimmigkeit mit der Stadtverwaltung

 

Im Vorfeld gab es allerdings Unstimmigkeiten, denn bezüglich Fassadengestaltung des Appartementhaus in der Halleschen Straße 30 gab es ein Missverständnis zwischen der Stadtverwaltung und der Wohnungsgenossenschaft Bernburg e.G.. Nach Einreichung des Bauantrages für die 30 Wohnungen beim Landkreis und Weiterleitung an die Stadt Bernburg mit Hinsicht auf das Planungsrecht sah der Fassadenentwurf weis aus. Die Stadtverwaltung wusste nichts von der Absprache mit der oberen und unteren Denkmalschutzbehörde. Im Bauantrag wurde das Bauvorhaben mit 4 Etagen, zulässigem Flachdach, Verzicht auf die Andeutung eines Daches im oberen Geschoss, sowie der Verzicht auf eine historisierende Bebauung sowie Farbgestaltung mit der unteren Denkmalschutzbehörde abgestimmt. Das Ergebnis des entwickelten Entwurfs mit der Denkmalschutzbehörde waren gedecktere Farben. (Siehe Entwurf)



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