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Impfzentrum Staßfurt, noch vor Jahresende soll es losgehen

Das Impfzentrum entsteht in einer ehemaligen Kinderklinik in Staßfurt. Das bietet große Vorteile rein praktischer und auch finanzieller Art. Salzlandkreis und AMEOS erweitern hier ihre Zusammenarbeit im Rahmen der Pandemiebekämpfung.


Vor gut zwei Wochen haben wir das Impfzentrum für die Corona-Schutzimpfungen im Salzlandkreis erstmals vorgestellt. Seitdem ist viel passiert in der weiteren Vorbereitung. Handwerker und Helfer waren fleißig vor Ort beim Aufbau der einzelnen Bereiche und Stationen. Zur Beschaffung der Ausrüstung und Materialien wurde viel kommuniziert und in die Wege geleitet. Wir stehen im engen Kontakt mit Hilfsorganisationen und Ärzten, denn die Impfteams müssen mit Personal untersetzt werden.

 

Das Impfzentrum entsteht in einer ehemaligen Kinderklinik in Staßfurt. Das bietet große Vorteile rein praktischer und auch finanzieller Art. Salzlandkreis und AMEOS erweitern hier ihre Zusammenarbeit im Rahmen der Pandemiebekämpfung.

 

Noch vor Jahresende soll es losgehen mit den ersten Impfungen nach festgelegter Prioriät, wenn ein Impfstoff zur Verfügung steht. Über die materiellen Anforderungen wird zu sprechen sein beim neuerlichen Vor-Ort-Termin am Mittwoch. Mindestens genauso wichtig sind die personellen Kapazitäten, mit denen der Betrieb stationär und bei den mobilen Teams abgesichert werden soll.

 

Von Anfang wollen wir die Bevölkerung mitnehmen und aufklären, denn auf ihre aktive Mitwirkung kommt es entscheidend an, dass die Schutzmaßnahmen Wirkung entfalten. Die Impfungen spielen eine wesentliche, wenn nicht die entscheidende Rolle, auf ihnen ruhen große Hoffnungen.

 

Die Überlegungen des Landrates reichen bis weit in das nächste Jahr. Sobald die angekündigten Impfstoffe zur Verfügung stehen, sollen die Einwohner im Salzlandkreis nach den Plänen des Bundesgesundheitsministeriums und einer entsprechenden Verordnung den Corona-Impfschutz auf freiwilliger Basis erhalten. Mit individuellem Impfschutz soll ein kollektiver Impfschutz in der Gesellschaft aufgebaut werden.

 

Freddy Eppacher, Direktor Bau und Technik der AMEOS Gruppe und ab Januar 2021 Regionalgeschäftsführer AMEOS Ost, sagt: „Als die Anfrage für das Impfzentrum kam, haben wir uns sofort für die Umsetzung bereit erklärt und konnten gemeinsam schnell einen idealen Standort identifizieren. Wir sind sehr froh, den Salzlandkreis mit der Bereitstellung der Räumlichkeiten und unserer technischen Kompetenz für den Betrieb zu unterstützen. Das Projekt spricht für die hervorragende Zusammenarbeit zwischen der AMEOS Gruppe als Gesundheitsdienstleister für den Landkreis und für unsere gesamte Region.“

 

Dr. Klaus Henning Thomas, Chefarzt für Pneumologie und Intensivmedizin und Leiter des medizinischen Krisenstabes AMEOS Ost ergänzt: „Es ist unser großer Wunsch, dass das Impfzentrum im Salzlandkreis von der Bevölkerung mit einer hohen Zahl an Impfungen maximal intensiv genutzt wird. Damit können wir den Weg zur Rückkehr in eine Normalität ebnen und leisten einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung der Pandemie“.

 

Das Impfzentrum nutzt vorhandene medizinische Infrastruktur, bietet viel Platz und nahe Parkmöglichkeiten. Der Aufwand zur Ertüchtigung des zuletzt nicht betriebenen Hauses am AMEOS-Standort ist überschaubar und schnell zu erbringen. Der Landkreis und der Gesundheitsdienstleister haben sich geeinigt, dass das Klinikobjekt samt vorhandener Einrichtung mietfrei genutzt werden kann. Um die Logistik und Impfstofflagerung, die einzurichtenden Funktionsräume, Ausschilderung und den erforderlichen Sicherheitsdienst kümmert sich die Kreisverwaltung. Beim Personal ist die breite Unterstützung der regionalen Ärzte, Rettungsdienste und Hilfsorganisationen erforderlich, der Kassenärztlichen Vereinigung des Landes Sachsen-Anhalt, der Bundeswehr und auch des Sozialministeriums. Das wird der wohl schwierigste Part, zumal es weder Vorgaben noch Erfahrungen gibt über die organisatorischen und zeitlichen Abläufe.

 

Der Salzlandkreis plant in seinem Impfzentrum mit vier Impfteams im Zwei-Schicht-Betrieb an einem Acht-Stunden-Tag. Jedes Team soll dabei unter FFP-2-Maskenschutz vier Impfplätze betreuen, braucht dafür einen Arzt und zwei bis drei Helfer. Außerdem ist vorgesehen, dass vier bis fünf mobile Impfteams die Pflegeeinrichtungen aufsuchen. Die im Landkreis tätigen Hilfsorganisationen DRK Bernburg und Staßfurt, ASB Aschersleben, Johanniter Unfall-Hilfe und DLRG haben bereits ihre Bereitschaft bekundet und Personal gemeldet. Darunter sehr viele Ehrenamtliche, die deshalb jedoch nur außerhalb ihrer Arbeit verfügbar sind.

 

Im Impfzentrum werden verschiedene Stationen installiert, angefangen vom barrierefreien Zugang, über die Registrierung, einen Wartebereich und die ärztliche Aufklärung bis zu den Impfplätzen und den Ruhebereich danach. Alles im Einbahnstraßensystem und mit Rahmenbedingungen, die jedem das Impfen, für das auch Barrieren zu überwinden sind, frei verantwortlich ermöglichen. Wer zuerst geimpft werden soll, kommt mit Einladung und Terminvereinbarung.

 

Die vorläufige Nationale Impfstrategie erläutert Details über die Priorisierung und den Ablauf der Massenimpfungen. Im Land Sachsen-Anhalt rechnet man derzeit mit ersten Teillieferungen von Impfdosen zum Jahresende und zu Jahresbeginn. Der Fokus für die ersten Impfungen liegt zunächst bei der Versorgung von Pflegebedürftigen und dem Personal in Pflegeeinrichtungen. Weiter können auch Krankenhäuser und kritische Infrastrukturen, wie beispielsweise Polizei, einbezogen werden. In der Organisation und Verteilung über das Impfzentrum liegt noch viel Arbeit.

 

„Wir stehen im Plan, die Zeit drängt“, teilt Landrat Markus Bauer mit. „AMEOS möchte ich für die jederzeit konstruktive Zusammenarbeit in der Pandemie-Bekämpfung meinen ausdrücklichen Dank aussprechen“, fügt er hinzu und verweist auch auf das gemeinsame Fieberzentrum und die Zusammenarbeit mit dem Zentrallabor in Bernburg. „Natürlich auch allen Hilfsorganisationen, Partnern und Helfern im Kreis, die uns nach Kräften unterstützen wollen. Schließlich wird sich der Salzlandkreis weiter dafür einsetzen, mit allen nötigen Schritten die Pandemie zurückzudrängen. Auf baldigen Schutzimpfungen ruhen große Hoffnungen.“

 

Das entbinde aber niemanden von der eigenen Verantwortung, der Einhaltung der Regeln und dem sorgsamen Umgang miteinander. Auch darauf verweisen der Landrat als Verwaltungschef im Salzlandkreis und die medizinisch Verantwortlichen von AMEOS. Schließlich sehnen sich alle nach einer Rückkehr zum normalen Leben in gewohnten, sicheren Strukturen.


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Kommentare: 4
  • #1

    Sabine (Dienstag, 22 Dezember 2020 11:48)

    Wird es auch eine Impfmöglichkeiten in Bernburg geben? Wie wird es mit hochbetagten Menschen im ländlichen Bereich, denen es nicht möglich ist ein Impfzentrum aufzusuchen?
    Meine Hochachtung den Organisatoren und den vielen Helfern.

  • #2

    Andre (Mittwoch, 23 Dezember 2020 22:42)

    Hier feiern sich Leute, die letztes Jahr ein Krankenhaus geschlossen haben. Auch im Kinderkrankenhaus gab es Intensivbetten. Heute fehlen bundesweit diese Betten. Wir haben in den letzten Jahren weit über 100 Krankenhäuser verloren, weil nicht wirklich rentabel. Jetzt feiern sich Leute, die aus Profitgier Kliniken schließen. Ach Sie fordern Demut und Dankbarkeit von mir, weil jetzt der Kapitalismus jetzt was gutes tut! Wie wäre es, wenn Krankenhäuser und auch Pflegeheime in staatliche Hand gehen und betrieben werden. Wenn wir nicht alles in China produzieren? Im Januar... Wir haben alles im Griff und brauchen keine Masken... Weil wir keine hatten. Jetzt steigen die Zahlen trotz Masken. Jetzt helfen nur noch FFP2 Masken. Ja, jetzt hat China liefern können. Was haben unsere Politiker nach dem 1. Lockdown getan? Nichts... Und jetzt... Theater und Schauspiel... Wie Amoes hilft jetzt und stellt Infrastruktur zur Verfügung... Ja und vorher geschlossen. Trotzdem schöne Feiertage und nen bissel nachdenken.

  • #3

    André (Donnerstag, 24 Dezember 2020 18:58)

    Ehrliche Meinungen bringt ihr ja doch nicht. Krankes System.

  • #4

    martin,jens-peter (Sonntag, 27 Dezember 2020 08:12)

    ich bin 100 prozent schwerbeschädigt.bekomme ich bescheid oder wie geht es von statten