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Schnellere Impfangebote im Salzlandkreis

Landrat Bauer: Können mit mehr Impfstoff vom Land Bewohner und Heimpersonal besser schützen


Erleichtert hat Landrat Markus Bauer die jüngste Mitteilung des Landes aufgenommen, dem Salzlandkreis in den nächsten Wochen mehr Impfstoffe bereitzustellen als bisher vorgesehen. Die nächste Lieferung von rund 2.000 Dosen des Biontech-Impfstoffes wird am 19. Januar erwartet. Von da an im wöchentlichen Rhythmus und in gleicher Menge, zunächst bis zum 16. Februar.

 

„Wir haben immer wieder darauf hingewiesen, dass nicht genug Impfstoff zur Verfügung steht, um allen Impfberechtigten sofort ein Angebot unterbreiten zu können. Mit der jetzigen Ankündigung erreichen wir erstmal Planungssicherheit und können schneller arbeiten“, betont der Landrat. „Zunächst müssen nach der Coronavirus-Impfverordnung des Bundes die besonders gefährdeten Bewohner der Alten- und Pflegeeinrichtungen immunisiert werden und das pflegerische und medizinische Personal. Auch unser Impfzentrum kann dann wieder ein größeres Zeitfenster anbieten für unsere ältesten Mitbürger, die zuerst geimpft werden müssen.“ Die Planungen dazu laufen gerade. Die Kreisverwaltung betont jedoch auch, dass sie sich dazu mit der Kassenärztlichen Vereinigung abstimme.

 

Denn die Terminvergabe für das Impfzentrum in Staßfurt erfolgt zentral über die Telefonhotline 116 117 und online über die Internetseite impfterminservice.de. Bis zum 8. Februar waren bereits 1.000 Termine vergeben seit Öffnung, auch an Auswärtige. Die Terminvergabe liegt nicht in Verantwortung des Landkreises. Auch darauf weist der Landrat nochmals hin. Aber er möchte das gern ändern und die Organisation in Eigenregie übernehmen. Das würde das Prozedere für die Betroffenen insgesamt erleichtern und die nachvollziehbare Unzufriedenheit in der Bevölkerung abbauen.

 

„Wir sind jedenfalls vorbereitet auf mehr und schnellere Schutzimpfungen im Salzlandkreis. Die Logistikketten funktionieren.“ Markus Bauer wiederholt seine Zielstellung, so schnell wie möglich allen, die in Frage kommen, ein Impfangebot unterbreiten zu können - angefangen in den Einrichtungen und dann auch schnell in der Fläche. Er präferiert ein Drei-Säulen-Modell zur Umsetzung der Impfkampagne, mit dem Impf- und Logistikzentrum, mit den mobilen Impfteams und mit den Hausärzten in den Orten, die ihre Patienten am besten kennen. „So nehmen wir Menschen die Angst, nicht rechtzeitig bedacht zu werden, vor unnötig komplizierten Verfahren und vielleicht selbst noch vor den neuen Impfstoffen, die doch helfen sollen im Umgang mit dem gefährlichen Virus.“ Das habe viel mit der Wertschätzung zu tun, die die Verantwortlichen den Senioren entgegenbringen und allen Menschen, die sich beruflich um die Gesundheit und das Wohl der Bevölkerung kümmern. „Deshalb danke ich auch allen Ehrenamtlichen, den Hilfsorganisationen, der Bundeswehr und den Ärzten, die uns bei der Umsetzung der Ziele unterstützen.“


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Kommentare: 1
  • #1

    Müller (Donnerstag, 14 Januar 2021 20:39)

    Herr Bauer,
    es wäre nur zu begrüßen, wenn der Salzlandkreis die Terminvergabe in Eigenregie übernehmen könnte. Dann würden nicht
    viele junge mobile Leute aus anderen Landkreisen nach Staßfurt zum impfen kommen und die älteren Mitbürger hätten vielleicht
    auch eine zeitnahe Chance eine Impfung zu bekommen.
    Setzen Sie sich auch weiter für die Bürger des Salzlandkreises ein. Für mich sind Sie ein bürgernaher Landrat !
    An dieser Stelle auch mal ein Dankeschön an die freundlichen Mitarbeiter der Corona-Hotline und der neuen Impf-Hotline des Salzlandkreises.