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Corona: Hilfen für Unternehmen im Salzlandkreis

Landrat verspricht Firmen aus dem Salzlandkreis gemeinsam mit Salzlandsparkasse, Agentur für Arbeit und Jobcenter Unterstützung.



Der Salzlandkreis wird die hiesige Wirtschaft in diesen schweren Zeiten mit allen Kräften unterstützen. Dafür stellen die Kreisverwaltung, die Agentur für Arbeit, das Jobcenter sowie die Salzlandsparkasse wichtige Informationen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer zur Verfügung. Dazu gehört auch eine Handlungsempfehlung. Landrat Markus Bauer sagt: „Wir wollen handeln, bevor Firmen – egal ob Kleinstunternehmer oder Mittelständler - in die Insolvenz rutschen und Existenzängste noch größer werden.“ Der Salzlandkreis wolle als Bindeglied Orientierung bieten. Wichtig ist seiner Aussage nach zudem, dass von der Krise wirtschaftlich Betroffene bei Bedarf Kurzarbeitergeld beantragen und die Hausbank kontaktieren.

 

Mit der Initiative verbindet Markus Bauer die Hoffnung, auch die Landes- und Bundesregierung bei der Bewältigung der noch bevorstehenden Herausforderungen in Bezug auf die Wirtschaft zu unterstützen. „Im Idealfall kann das Engagement des Salzlandkreises als Blaupause für andere Kommunen dienen.“

Der Landrat sagt, man könne aktuell zwar noch keine konkreten Aussagen zu Hilfen treffen, weil die Verhandlungen dazu auf Landes- und Bundesebene derzeit geführt werden. Zudem sei eine branchenspezifische Analyse zu den Auswirkungen der verhängten Maßnahmen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie notwendig. Gleichwohl sei es wichtig, dass Arbeitgeber und Arbeitnehmer frühzeitig alle Informationen zusammentragen, die für eine Antragsstellung notwendig ist. „Wir machen uns seit Tagen bereits auch Gedanken dazu, wie wir die Wirtschaft im Salzlandkreis in diesen außergewöhnlichen Zeiten stärken können.“ Der Landrat betont: „Wir lassen niemanden allein.“ Er sagt außerdem: „Nur wenn es Unternehmen und Menschen gut geht, kann es auch den Kommunen gut gehen.“

 

Der Vorstandsvorsitzende der Salzlandsparkasse, Hans-Michael Strube, sagt: „Wir werden beweisen, dass es richtig ist, nicht nur in guten Zeiten mit einem regionalen Geldinstitut zusammenzuarbeiten. Der Sparkassenvorstand sagte, man werde die Firmen gern beraten. „Sie können jederzeit auf uns zukommen.“ Des Weiteren sagte Hans-Michael Straube, man werde die Bargeldversorgung an allem 70 Geldautomaten und 20 Geschäftsstellen gewährleisten. Auch um dem Zahlungsverkehr analog und online zu gewährleisten, wird die Salzlandsparkasse alle notwendigen Maßnahmen veranlassen. Weitere Informationen dazu finden sich auf der Internetseite des Salzlandsparkasse.

 

Anja Huth, Vorsitzende der Agentur für Arbeit, sagt, Priorität habe aktuell die Bearbeitung von Anträgen auf Kurzarbeitergeld. „Auch, wenn die Tür geschlossen ist, sitzen die Mitarbeiter dahinter und bearbeiten die Anliegen.“ So gab es in den vergangenen Tagen über 330 Beratungen zum Kurzarbeitergeld. Sie ergänzt: „Ob es um einen telefonischen Beratungstermin, andere Fragen oder um die Arbeitsuchend- oder Arbeitslosmeldung geht, wir haben eine Hotline für unsere Bürgerinnen und Bürger eingerichtet.“ Hilfreich ist auch, dass die Arbeitslosmeldung vereinfacht wurde und ab sofort auch telefonisch möglich ist. „Unter der 03471 / 6890 190 haben die Menschen einen direkten Draht zudem Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Agentur für Arbeit Bernburg.“ Sie betont.“ „Wir agieren so gut es geht in diesen schwierigen Zeiten unbürokratisch und flexibel, so dass die Versorgung aller Menschen, die auf die Geldleistungen von der Arbeitsagentur angewiesen sind, sichergestellt ist,“ so Anja Huth.

 

Thomas Holz, Betriebsleiter des Jobcenters sagt, dass die Arbeitnehmer einen Antrag auf Grundsicherung stellen können, deren Kurzarbeitergeld nicht zur Sicherung des Lebensunterhalts ausreicht. Insoweit können auch Eltern einen Antrag auf Leistungen nach dem SGB II stellen, wenn sie für die Betreuung ihres Kindes eine unbezahlte Freistellung nehmen müssen und das danach verbleibende Einkommen nicht mehr zur Sicherung des Lebensunterhalts ausreicht. Der Betriebsleiter sagt, dass die Grundsicherung für den Monat gilt, indem der Antrag gestellt worden ist, egal an welchem Tag. Für die Berechnung der Leistungen wird das Einkommen berücksichtigt, das in dem jeweiligen Monat tatsächlich zur Verfügung steht. Aus Sicht des Jobcenters wäre eine Unterstützung für Solo-Selbständige und Kleinunternehmen wichtig.

 

Nachfolgend noch einmal alle Ansprechpartner, die Arbeitnehmer und Arbeitgeber jetzt kontaktieren sollten. Bitte haben Sie dabei auch Verständnis, wenn Sie nicht sofort jemanden erreichen.

 

Für Unternehmen sind folgende Telefonnummern und Internetseiten wichtig:

 

 

Beim Thema Kurzarbeit sollten Sie sich hier informieren:

 

 

Zum Thema Liquidität ist folgendes zu sagen:

 

  • Firmenbetreuer der Hausbank kontaktieren
  • Zusammenarbeit mit ihrem Steuerberater empfohlen, z.B.
  • fällige Steuerzahlungen stunden
  • Steuervorauszahlungen beim FA herabsetzen lassen
  • Stundung fälliger Zahlungen, Verzicht auf Säumniszuschläge und Zinsen

 

 





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