Lost Places

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Mo

25

Apr

2016

234 Wohnungen in Bernburg Süd-Ost verschwinden

In der letzten Woche begannen weitere Abrissarbeiten in Bernburg. Jetzt geht es der Martin-Niemöller-Straße 39 bis 47 an den Kragen.


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Fr

02

Okt

2015

Abriss in der Martin-Niemöller-Straße Bernburg

Am Donnerstag geht's los, der Bagger steht bereit. In den letzten Wochen wurde die Martin-Niemöller-Straße 12 bis 20 entkernt. Das erste Teilstück, nämlich der Abriss des Wohnblocks mit Kosten in Höhe von 243.000 Euro soll kurz vor Weihnachten beendet sein. Mit dem Abriss verschwinden zunächst 60 Neubauwohnungen deren Eigentümer die Wohnungsgenossenschaft Bernburg ist. Weitere 174 Wohnungen der Martin-Niemöller-Straße 17 bis 47 werden anschließend abgerissen. Die Kosten für den gesamten Abriss betragen ca. eine Million Euro, dafür ging zum Jahresbeginn der Fördermittelbescheid von 977.000 Euro ein, ein Programm für den Stadtumbau Ost.

 

Bis 2017 sollen insgesamt 234 Wohnungen in der Plattenbausiedlung Zepziger Weg abgerissen werden. Allerdings werden nicht alle Neubaublöcke abgerissen, sondern vielmehr geht es um die die Steigerung der Wohnqualität. Im Kampf gegen den Wohnungsleerstand müssen einfach Wohnungen vom Markt genommen werden, und das obwohl die Stadt Bernburg einwohnerstärkste Stadt des Salzlandkreises überhaupt ist.

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Mo

30

Mär

2015

Erinnerungen an Makarenko Haus in Bernburg schwinden  

Am 09. März begannen die Vorbereitungen für den Abriss des Makarenko Hauses in Bernburg. Viele Erinnerungen an Betriebs- und Privatfeiern schwinden somit für immer. Heute, am 30. März 2015 wurde nun damit begonnen, den Hauptbaukörper ab zutragen. Laut Solvay, Eigentümer des Grundstückes ließ sich das seit mehr als 20 Jahren leerstehende ehemalige Klubhaus am Rheineplatz im Bernburger Stadtzentrum nicht vermarkten. Da eine Sanierung nicht wirtschaftlich gewesen wäre, soll nun der Weg für eine Neuansiedlung bereit stehen. Nun sollen die Chancen für die Vermarktung des etwa 2000 Quadratmeter großen Grundstück erhöht werden. Laut Angaben von Solvay liegt der Kaufpreis des Grundstückes bei 180.000 Euro. Auch ein Bebauungsplan der Stadt Bernburg mache den Weg für eine Neubebauung frei. Die Arbeiten werden vom Ingenieurbüro Geo Consult aus Blankenburg begleitet und sollen Ende April abgeschlossen sein.

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Do

19

Mär

2015

Käufer für die Solvay Grundstücke in Bernburg gesucht

Nach 25 Jahren Leerstand wird nun das Makarenko-Haus in Bernburg abgerissen. In den letzten Tagen wurde das Gebäude entkernt, schon kommenden Montag rücken die Abrissbagger an, wie Reinhard Block, Chef der Abrissfirma mitteilt. In sozialen Netzwerken werden nun Stimmen laut, dass dieses unter Denkmalschutz stehende Gebäude, welches einst Teil des ersten Bernburger Bahnhofes gewesen sein soll, nicht abgerissen werden dürfe, da es ja unter Denkmalschutz steht. Das dieses Gebäude 25 Jahre Wind und Wetter ausgesetzt war und keinen Käufer fand, ist genau diesen Stimmen egal. Erst Anfang des Jahres hatte die obere Denkmalschutzbehörde den Abriss des Gebäudes genehmigt. "Investoren seien nur auf das Grundstück inmitten der Stadt Bernburg scharf, störende unter Denkmalschutz stehende Gebäude werden einfach abgerissen, um ohne Sanierungs- und Denkmalschutzauflagen günstig an die Solvay-Grundstücke zu kommen", heißt es bei Facebook. Doch Solvay dementiert: "Aktuell gibt es keinen Käufer für das Grundstück Makarenko-Haus oder der Solvay-Villa". 

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Do

19

Mär

2015

Ehemaliges Handelshaus - Einblick in leeres Gebäude

Leere und verfallende Gebäude prägen das Areal am Saalplatz Bernburg, zugleich besitzt es Potenzial, eines der attraktivsten Wohnensembles der Innenstadt zu werden. Die jetzige Situation wird sich in den nächsten zwei Jahren grundlegend ändern, denn das Tauziehen zwischen Eigentümer und der Tochter der Stadt Bernburg, die Bernburger Wohnstättengesellschaft hat ein Ende. Jahrelang konnte man sich über den Kauf der Häuser nicht einigen. Seit der Wende gammeln die Gebäude zwischen vom ehemaligen Handelshaus im Kugelweg bis zur ehemaligen Musikschule am Saalplatz vor sich hin. Hauseigentümer sahen sich nicht in der Lage, die maroden Häuser zu sanieren. Mehr als 60% der Gewerbeflächen sind leer, die einzigen stabilisierenden Eckpfeiler des Saalplatzes ist das Maximus Saalplatz 3. Nun sollen hier aufwendige Umbauten, teils mit Abriss, teils mit moderner Sanierung folgen, woraus bis Frühjahr des übernächsten Jahres schicke Wohnungen entstehen sollen, darunter auch eine Penthouse-Wohnung. Die Investitionen von rund 7,7 Mio. Euro zwischen Freiheit und Kugelweg werden Denkmalschutz und Moderne in Einklang bringen.

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Mi

18

Mär

2015

Saalplatz Bernburg - Einblicke in leere Gebäude

Leere und verfallende Gebäude prägen das Areal am Saalplatz Bernburg, zugleich besitzt es Potenzial, eines der attraktivsten Wohnensembles der Innenstadt zu werden. Die jetzige Situation wird sich in den nächsten zwei Jahren grundlegend ändern, denn das Tauziehen zwischen Eigentümer und der Tochter der Stadt Bernburg, die Bernburger Wohnstättengesellschaft hat ein Ende. Jahrelang konnte man sich über den Kauf der Häuser nicht einigen. Seit der Wende gammeln die Gebäude zwischen vom ehemaligen Handelshaus im Kugelweg bis zur ehemaligen Musikschule am Saalplatz vor sich hin. Hauseigentümer sahen sich nicht in der Lage, die maroden Häuser zu sanieren. Mehr als 60% der Gewerbeflächen sind leer, die einzigen stabilisierenden Eckpfeiler des Saalplatzes ist das Maximus Saalplatz 3. Nun sollen hier aufwendige Umbauten, teils mit Abriss, teils mit moderner Sanierung folgen, woraus bis Frühjahr des übernächsten Jahres schicke Wohnungen entstehen sollen, darunter auch eine Penthouse-Wohnung. Die Investitionen von rund 7,7 Mio. Euro zwischen Freiheit und Kugelweg werden Denkmalschutz und Moderne in Einklang bringen.

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Mo

09

Mär

2015

Erinnerungen Makarenko Haus Bernburg

Heute begannen die Abrissarbeiten am ‪‎Makarenkohaus‬ in der Liebknechtstarße in ‪‎Bernburg‬. Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude stand seit mehr als 20 Jahren leer. Zuvor hatte das Landesverwaltungsamt den Abriss genehmigt. Das zum Chemieunternehmen Solvay gehörende 2000 Quadratmeter große Grundstück soll Platz für neue Möglichkeiten schaffen. Bereits im Jahr 1865 kaufte ‪#‎Solvay‬ den Gebäudekomplex von der Eisenbahngesellschaft.


Das Makarenko Haus wurde 1846 als ersten Bahnhof gebaut. Der ehemalig dreiteilige Bau war nicht nur der erste Kopfbahnhof, sondern auch Bahnhofsgaststätte und Hotel. Zwischen 1846 und 1865 fuhr zwischen Köthen und Bernburg eine Dampfeisenbahn, auch Herzog von Anhalt Bernburg machte hier Station.

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Do

27

Mär

2014

Lost places Post Bernburg

Am 07. Dezember 1884 erfolgte die feierliche Eröffnung des neuen Reichs-Postgebäudes in Bernburg im historischen Stil der wilhelminischen Zeit in Gegenwart des Staatssekretärs von Dr. Stephan. Einen Tag später wird das Postamt nach dem reichseigenen Gebäude verlegt und um 8 Uhr früh wird daselbst der Post- und Telegraphendienstbetrieb eröffnet. Nun hatte Bernburg sein eigenes Postamt, es ist das erste Postamt in Anhalt, an dem in den darauf folgenden Jahren Erweiterungsbauten vorgenommen wurden. Einen Tag später wurde im Postamt, neben dem reichseigenen Gebäude, Kaiserstraße 10, um 8 Uhr früh der Post- und Telegraphendienstbetrieb eröffnet. Mit der Verlegung des Postamtes trat eine anderweitige Anbringung bzw. Vermehrung der Postbriefkasten ein. 

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Mo

17

Mär

2014

Lost Places

Immer wieder Spannend und mit einem Auge Wehmut sind Bilder einer längst vergessenen Zeit. Gebäude die verlassen und dem Verfall preis gegeben, die bereits abgerissen wurden, die kaum jemand von innen kennt, Orte, die viel Geschichte zu erzählen haben. Eine Orgel, auf der einst in voll gefüllten Kirchen gesungen, auf deren Manuale Spieler zu Gottesdiensten in der versammelten Gemeinde Lieder sangen, sind für immer verstummt. Gebäude, wie die Spiegel-Chemie Bernburg, in welcher einst hunderte Menschen Fensterglas beschichteten, existiert nicht mehr. Dampfloks, die in der Kriegsmaschinerie eingesetzt und hunderttausende Kilometer Eisenbahnstrecke zurück gelegt haben, rosten vor sich hin. Geheime Züge, welche im Falle eines Atomangriffes schnell an jeden Ort zum Einsatz kommen sollten, verletzte zu versorgen, fahren nicht mehr. Bunkeranlagen, welche zu Kriegszeiten dem Schutz vor Luftangriffen dienten, verschwinden aus dem Gedächtnis. Kirchengebäude zerfallen, jüdische Friedhöfe zeugen vom Leid, welches über die  gekommen war, ganze Fabriken sind leer geräumt, dort wo tausende Säcke Getreide für das Überleben einer dunklen Zeit gemahlen wurde, ist totenstille eingekehrt. Das alles sind verlassene Plätze, die nur in der Erinnerung existieren.        

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Do

09

Jan

2014

Spektakuläre Einblicke in die Saalemühle Bernburg

Als vor einhundert Jahren Bernburg noch eine Schifferstadt war, herrschte in der Bernburger Saalemühle Hochbetrieb. Damals wurde hier bis zur Wende Getreide gemahlt, gelagert und verschifft. Auch das Wasserkraftwerk in der Mühle nutzt seit einem Jahrhundert die Kraft des Wassers. In Bernburg (Saale) am Flusslauf der Saale arbeiten gleich zwei Laufwasserkraftwerke. Das Wasserkraftwerk Mönchmeier, die ehemalige Papierfabrik und das Wasserkraftwerk Braml-Gmach, im ehemaligen Gebäude der Bernburger Saalemühle. Wir geben Ihnen mit unseren Bildern spektakuläre Einblicke in das für die Öffentlichkeit verschlossene Gebäude und einen fantastischen Blick vom Dach der Saalemühle auf die Stadt Bernburg. Am 20. Mai 2013 bestehen die Bernburger Wasserkraftwerke nun 20 Jahre unter der jetzigen Firmierung. Deshalb wird die Geschäftsführung zum Bernburger Saalesommer zu einem Tag der offenen Tür einladen. Neben Besichtigungen der Wasserwerke werden auch Führungen in die ehemalige Saalemühle angeboten. Das komplette Programm des Bernburger Saalesommer, welcher vom 05. bis 12. juni 2013 stattfinden wird, finden Sie in Kürze auf BBGLIVE.

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Mi

27

Mär

2013

Marienkirche Bernburg bekommt restaurierte Orgel

Wort und Musik gehört zusammen, das sagte einst Martin Luther. Als 2009 der Förderkreis ?Neue Orgel für Marien? von Pfarrer Johannes Lewek, Frau Arnhild Peters und Herrn Wolf-Dieter Kleinschmidt in Bernburg gegründet wurde, fing man an, die Überreste der Bernburger Orgel, wovon nur noch ein paar Holzpfeifen übrig waren, zu sortieren, aufzuräumen und vor allem Geld zu sammeln. In verschiedenen Aktionen wie einem Orgelbrunch wurde weiter Geld gesammelt und die Mitgliederzahl erweitert. Die Röver Orgel, deren Musik einst die Menschen in der Marienkirche Bernburg unterhielt, wurde um 1900 eingeweiht, aber irgendwann war sie kaputt und wurde zu DDR Zeiten als Ersatzteillager ausgeschlachtet. Erst waren es die Zinkpfeifen, dann die Bleirohre, dann der Spieltisch. Inzwischen ist die Mitgliederzahl des Förderkreises auf 35 herangewachsen und es wurden bereits 75.000 Euro gesammelt. Mit dem Geld konnte der Prospekt der Marienorgel wieder restauriert und hergestellt werden. Stück für Stück wurde sortiert und vor allem eine baugleiche Orgel gesucht.

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Di

12

Mär

2013

Abriss Bagger erreichen die letzten Überreste der Malzfabrik

Am 13. September 2012 erfolgte der Spatenstich für den Abriss der alten Malzfabrik in Nienburg. Markus Bauer, Bürgermeister von Nienburg war damals zuversichtlich, dass das alte Gemäuer noch im Jahr 2012 abgerissen ist. Jedoch hatte es schließlich etwas länger gedauert. Die Kosten für die Förderfähigkeit des Abrisses betrug eine dreiviertel Million Euro, wovon die Stadt Nienburg einen Anteil von 25% trägt. Mit Eingang des Zuwendungsbescheid des Landes musste der Abriss und die Entsorgung des kontaminierten Bodens finanziert werden. Seit Jahren war die Malzfabrik Wind und Wetter ausgesetzt, eine akute Gefahr für die Umwelt durch Schadstoffe aus der Behandlung des Saatgutes. Nach dem Abriss entstand hier zunächst eine Grünfläche, unter der alten Malzfabrik das historische Klostergelände. Einst stand hier eines der reichsten Klöster und später das Schloss. Abgerissen wurde jedoch nur die Fabrik, die Reste des Schlosses blieben stehen. BBGLIVE hat via Webcam den Abriss erlebbar gemacht, zugleich entstand aus den Webcam Bildern ein Zeitraffervideo des Rückbaus, eine gute Möglichkeit, die Verwandlung eines alten Gemäuers in eine blühende Landschaft für die Nachwelt zu erhalten. 

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So

03

Mär

2013

Bilder Rote Kirche Bernburg Waldau

Vor etwa 100 Jahren ließ die Waldauer Kirchengemeinde eine neue Kirche bauen, die 1894 eingeweiht wurde. Anlässlich der 1910 stattgefundenen großen Restaurierung der Kirche wurden An- und Einbauten späterer Jahrhunderte wieder beseitigt und so der ursprüngliche romanische Zustand wieder hergestellt. Aus dieser Zeit stammt auch der Altar. Die Kirche diente einige Jahrzehnte als Museum für Grabsteine. Am 10.10.1954 wurde erstmals wieder zu einer musikalischen Abendandacht eingeladen, und seitdem fanden hier hin und wieder Sonderveranstaltungen statt. Als dann die neue Kirche immer mehr verfiel, zog die Kirchengemeinde, inzwischen kleiner geworden, wieder in die alte Kirche ein. Die neue Kirche, mittlerweile in ruinösem Zustand, wurde 1990 verkauft. Die Evangelische Kirchengemeinde St. Stephani umfaßt 280 Mitglieder (Stand: 2005). Die Kirche liegt unmittelbar an der (am 20.8.1846 eingeweihten) Eisenbahnstrecke Bernburg - Güsten und nahe der Bundesstraße 71 am Ortsausgang in Richtung Magdeburg. Zur Straße der Romanik gehörend, ist sie nun wieder stärker in den Blickpunkt gerückt. 

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Do

24

Jan

2013

Malzfabrik Nienburg - Bilder einer langen Geschichte

Es war der 13. September des letzten Jahres, als Nienburgs Bürgermeister Markus Bauer den Startschuss für den Abriss der alten Malzfabrik gab. Zwar sollte das alte Gemäuer schon im alten Jahr verschwunden sein, jedoch gab es zeitliche Verzögerungen. Ein Schandfleck auf einem historischen Gelände verschwindet langsam, seit Wochenbeginn sind die Bagger mit ihren langen Auslegern wieder im vollen Gange. Im alten Jahr wurden die Nebengebäude und zwei Hauptgebäude bereits abgerissen, nun geht es dem letzten hohen Backsteingebäude an den Kragen. Was in der nächsten Woche davon übrig bleibt, ist ein zehn Meter hoher Schutthaufen. Dann wird nichts mehr an die alte Fabrik erinnern, außer Webcam-Bilder. Das Gelände lud in den letzten Jahrzehnten immer wieder zu einem großen Abendteuerspielplatz ein, allerdings nicht ganz gefahrlos. Bis zu 15 Meter tiefe Löscher der ehemaligen Getreidesilos bedeuteten Gefahr für Leib. In Kürze werden wir ihnen aber trotzdem alle Bilder der alten Malzfabrik von innen und außen präsentieren können.

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Mo

10

Sep

2012

Spannende Geschichten zum Tag des offenen Denkmals im Schloss Bernburg

Auch in Bernburg waren am gestrigen Sonntag zum Tag des offenen Denkmals viele Besucher gekommen, um sich das Schloss Bernburg aus einer anderen Perspektive anzusehen. Geführte Rundgänge durch die Baustelle des erwürdigen Schlosses zog hunderte Gäste nach Bernburg. Holger Köhncke, Baudezernent  der Stadt Bernburg zeigte die verschiedenen Räume des Schlosses und erklärte viel zu den Sanierungsarbeiten rund um das Thema Holz. Über 350 Besucher, viele von Außerwerts, sahen sich die ehemalige Hofstube, den grünen Saal, den weißen Saal und die ehemaligen Wohnräume der Herzogin Friedericke an. Interessant war das ehemalige Bad der Herzogin, hier stand einst eine rund Kupferbadewanne und im Oberlicht befand sich ein Bleiverglastes Fenster. Im grünen Saal befand sich von 1885 bis 2004 das Amtsgericht Bernburg, woran nicht mehr viel erinnert. Bei der Sanierung des Langhauses geht es in erster Linie um die Beseitigung der Schadensbilder. Hausschwamm, die Versalzung des Sandsteins sowie Rostsprengungen durch den schwarzen Stahl setzten dem Bau erheblich zu. Die Bauarbeiten im Schloss Bernburg werden sich wohl auf 20 Jahre erstrecken. Für die gesamte Schlosssanierung müssen rund 20 Mio. Euro veranschlagt werden. 

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Fr

09

Mär

2012

Bald Geschichte - Montag beginnt Abriss der Spiegelchemie Bernburg

Die Spiegel-Chemie Bernburg wurde 1918 von Max Ermes in Bernburg gegründet worden. Dieser entwickelte damals ein Verfahren, dass die Verspiegelung von Flachglas ungefährlicher machte. 1972 wurde der Betrieb verstaatlicht und hieß VEB Spiegelchemie Bernburg. Zunächst wurden Glasflächen verspiegelt, später kamen Beschichtungen von Hohlkörpern hinzu. Die Bausubstanz ist mit erheblichen Schadstoffen kontaminiert, neben Ammoniak und Milchsäure ist es vor allem Quecksilber, welches durch die Witterungseinflüsse bis weit in den Erdboden versickert ist. Durch alle Etagen bis in den Keller wurden außerdem Öle, Fette, Lösungsmittel und Schleifschlämme auf der Fläche gefunden. Die kontaminierten Flächen werden derzeit entsorgt. Bei unserer Begehung stießen wir auf allerlei Kanister und Gläsern mit verschiedenen Säuren. Unglaublich, unter welchen Arbeitsbedingungen hier mit hochgefährlichen Chemiekalien gearbeitet wurde. Die Geruchsbelästigung bei der Verspiegelung durch Ammoniak-Dämpfe war extrem hoch. Lüfter im Keller und am Fenster sorgten für ein wenig Frischluft. In den Fußböden überall Abflüsse, durch die wohl auch erhebliche Mengen Gifte in das Abwasser gelangten. In der ehemaligen Produktionshalle steht noch eine große Palette Spiegelglas, die nie abgeholt wurde. 

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