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Neue Corona-Fälle in Bernburg und Alsleben, Kita's teilweise geschlossen

Der Fachdienst Gesundheit meldete allein am Freitagmittag neun neue Personen, die sich nachweislich mit dem neuartigen Corona-Virus infiziert haben. In zwei Fällen handelt es sich um Erzieherinnen aus den Kindertagesstätten „Albert Schweitzer“ in Bernburg sowie „Gänseblümchen“ in Alsleben.


Der Salzlandkreis stellt sich auf ein weiter zunehmendes Infektionsgeschehen in den kommenden Tagen und Wochen ein. Der Fachdienst Gesundheit meldete allein am Freitagmittag neun neue Personen, die sich nachweislich mit dem neuartigen Corona-Virus infiziert haben. In zwei Fällen handelt es sich um Erzieherinnen aus den Kindertagesstätten „Albert Schweitzer“ in Bernburg sowie „Gänseblümchen“ in Alsleben. Beide Einrichtungen wurden nach Bekanntwerden der positiven Tests teilweise geschlossen. Das Gesundheitsamt ordnete zudem häusliche Quarantäne für die Kinder in den betroffenen Gruppen, jeweils ein Elternteil zur Betreuung sowie für die Erzieher der betroffenen Gruppen an. Sie sowie weitere Kontaktpersonen sollen am Montag in Bernburg auf den Sars-CoV-2-Virus getestet werden.

 

Der für das Gesundheitsamt zuständige Fachbereichsleiter Thomas Michling erklärt dazu, zunächst können nur die Kontaktpersonen getestet werden, die nach den Kriterien des Robert-Koch-Instituts länger als 15 Minuten intensiven Kontakt mit einer positiv getesteten Person hatten. Thomas Michling: „Kontaktpersonen der Verdachtsfälle wie Erziehungsberechtigte sowie Geschwisterkinder können zunächst nicht getestet werden. Sie sollten ihren Gesundheitszustand jedoch sehr genau beobachten. Sollten Symptome auftreten, sollen sich die Personen in diesen Fällen an unser Gesundheitsamt wenden.“ Personen mit Gesundheitsbeschwerden, die nicht in diesem Zusammenhang stehen, müssen weiterhin zunächst einen niedergelassenen Hausarzt kontaktieren.

 

Landrat Markus Bauer bedankte sich in diesem Zusammenhang für die reibungslose Kooperation mit dem Träger der Kindertagesstätte „Albert Schweitzer“ in Bernburg und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Gesundheitsamt. „Das ist wirklich gut gelaufen.“ Im Fall der Kindertagesstätte „Gänseblümchen“ in Alsleben sieht der Landrat dagegen noch Verbesserungsbedarf bei der Kommunikation. „Die Datenübermittlung seitens des Trägers war nicht optimal.“ Er betont: „Die zentrale Stelle für alle Entscheidungen bei der Eindämmung des Virus nach dem Infektionsschutzgesetz bleibt das Gesundheitsamt. Daran müssen sich zum Schutz der Gesundheit alle halten.“

 

Mit neun neuen Fällen steigt die Zahl der Personen im Salzlandkreis auf 167, die sich seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem neuartigen Corona-Virus infiziert haben. Davon gelten 131 Personen als genesen. Acht Personen waren am Freitag in medizinisch-stationärer Behandlung. Es bleibt weiterhin bei zwei Todesfällen im Zusammenhang mit dem Virus. Die Zahl der Quarantäne-Anordnung konnte am Freitag nicht ermittelt werden. Sie lag am Donnerstag bei rund 220. Die Zahl der Anrufer der Hotline bleibt weiter hoch. Am Freitag waren es 98.

 

Die Kreisverwaltung reagiert unterdessen auf die neue Situation. So ist die Hotline des Gesundheitsamts auch am morgigen Samstag zwischen 10 und 14 Uhr erreichbar. Zudem werden zusätzliche Mitarbeiter im Fachdienst ab kommenden Montag eingesetzt. Landrat Markus Bauer sagt: „Wir wollen niemanden mit seinen Fragen allein lassen.“ Er verweist in diesem Zusammenhang auf die Internetseite www.salzlandkreis.de/corona. Diese Sonderseite ist am Freitagmittag aktualisiert worden. Zu finden sind jetzt die wichtigsten Fragen und Antworten zum Virus, zur Pandemie sowie zum Verhalten in speziellen Situationen in der neuen FAQ-Rubrik. Der Landrat bedankte sich auch bei den Oberbürgermeister und Bürgermeister der Städte und Gemeinden für die bisher gute Zusammenarbeit bei der Eindämmung des Virus‘. Er hatte sie am Freitag über die neue Situation bei einer Beratung im Landratsamt unterrichtet.

 

Zuletzt noch ein Nachtrag zu unserer Corona-Meldung vom 15. Oktober: Die beiden positiv getesteten Personen aus der Verbandsgemeinde Saale-Wipper waren nach den Ermittlungen des Fachdienstes Gesundheit Gäste einer Geburtstagsfeier mit mehr als 30 Teilnehmern. Mittlerweile wurden zwei weitere Personen in diesem Zusammenhang positiv auf den neuartigen Virus getestet. Die Kontaktermittlung ist abgeschlossen, für 60 Personen wurde häusliche Quarantäne angeordnet.



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