Sa
15
Jan
2011
Wir haben nachgefragt, die Stadt Bernburg antwortet.
Aufgrund der vielen Kommentare auf bbglive zum Thema Hochwasser Bernburg haben wir bei Krisenstab in Bernburg nachgefragt. Viele Fragen richteten sich auf das Thema: Informationspolitik der Stadt Bernburg. Wir haben mit den Dezernenten der Stadt Bernburg Holger Dittrich und Holger Köhncke am Abend gesprochen,
haben uns umgeschaut und kritische Fragen gestellt. Freundlich und ehrlich wurden all die Fragen unserer Webseitenbesucher beantwortet. Die erste Frage beschäftigte sich mit den angeblichen Evakuierungsplänen des Altenheimes auf der Saalehalbinsel. Auch wenn kein Anlass zur Sorge besteht, es muss für den Fall der Fälle immer ein Plan bestehen, bettlegerische Menschen im Falle eines Heizungs- oder Stromausfalles evakuieren zu können. Das Problem ist nicht das Hochwasser oder ein steigender Pegel, sondern die Tatsache, dass ein vollaufender Heizungskeller einfach ein Problem darstellt, wenn die Heizung ausfällt oder der Strom. Das schlimmste ist, wenn Bewohner eines Altersheimes im kalten ohne Licht verharren müssen. Wie für jedes öffentliches Gebäude gibt es auch hier einen Evakuierungsplan. Die Feuerwehr Bernburg pumpt Wasser aus dem Keller des Altenheimes ProVita. Sollte die Heizung ausfallen, dann würde der Evakuierungsplan des Landkreises und der Stadt Bernburg in Zusammenarbeit mit dem Rettungswesen und dem Heimbetreiber die betroffenen Menschen verlegen. Die Heimleitung stellt dazu auch außerhalb von Bernburg zu Verfügung. Im Moment besteht jedoch dafür keinerlei Handlungsbedarf. Im unwahrscheinlichsten Falle, das die Heizung ausfällt, dann ist Vorsorge getroffen. Ein Shuttleservice der öffentlichen Hand hat die Transportlogistik organisiert.
Für Sie am Telefon Holger Dittrich und Holger Köhncke
Zu den Pegeln der Zuflüsse der Saale zählen die Weiße Elster, die Unstrut und die Pegel der Saale oberhalb von Halle. Oberhalb von Halle haben nun zwei Pegel den Scheitel erreicht, doch diese haben nicht die Höchstmarke der letzten Tage erreicht.
Die Pegel der Weißen Elster in Gera und Zeitz sinken und sind niedriger als vor zwei Tagen. Auch der Pegel in Klein Dalzig sinkt, der Pegel in Oberthau stagniert. Der Scheitelpunkt der Unstrut ist bereits überschritten, jedoch ebenfalls niedriger als vor zwei Tagen.
Der Bezugspegel der Saale in Halle wird den Scheitelpunkt am Montag erreichen. Dass bedeutet für Bernburg, dass am Dienstag hier der Scheitelpunkt erreicht wird. Die Kollegen des LHW trafen die Aussage am Samstagmittag, dass der Scheitelpunkt eventuell auch früher erreicht wird, in etwa der Höhe des Pegels vor zwei Tagen.
Am Wochenende tagt täglich um 10 Uhr der Krisenstab der öffentlichen Hand in Bernburg. Dazu gehören auch Termine vor Ort. Seit der Ziehung des Wehres in Liethe ist auch die Gefahr vorüber, dass die Wipper zu erheblichen Überschwemmungen beitragen können.
Laut ELWIS Prognose wird der Scheitel gegen 02 Uhr in Halle Trotha mit 667 cm, somit also 10 cm unter dem Höchststand vor Zwei Tagen erwartet.
Am Platz der Jugend in Bernburg wurden die Pumpen des THW gewechselt, diese sorgen für eine größere Durchflussmenge im kritischen Bereich und pumpen 17qm Wasser pro Minute. Hier werden stündliche Messungen vorgenommen.
Im gesamten Salzlandkreis sind 48 Straßen wegen des Hochwassers gesperrt.
Der 24 Stunden Bereitschaft verzeichnet 50 – 60 Anrufe am Tag. Die Meisten Anfragen richten sich zum Thema Wegbeschreibung, Straßensperrungen, Pegelstände, Sandsäcke und Shuttleservice. Die Stadt Bernburg hat auf dem Parkplatz des Platzes der Jugend bei Lidl Sand und Säcke kostenfrei zur Verfügung gestellt.
Der Bereitschaftsdienst in der Hochwasserzentrale beträgt 24 Stunden, die Dezernenten der Stadt Bernburg Holger Dietrich und Holger Köhnke sitzen seit 18 Uhr in der Hochwassermeldestelle und übergeben nach einem 12 Stundendienst. Die Stadt Bernburg beruhigt die Bewohner der Stadt, ein wenig Gelassenheit ist angebracht. Das schlimmste ist Panikmache, es besteht keine Gefahr für Leib und Leben. Ein wenig Eigenverantwortung und Eigenvorsorge muss jeder Bewohner der betroffenen Hochwassergebiete selbst aufbringen. Die Feuerwehr und die Stadt, dass Ordnungsamt und die Wasserwehr nehmen sich jeden einzelnen Fall betroffener Bürger an.
Auch eine Eigenkritik machte Dittrich und Köhncke, die Telefonhotline hätte kostenfrei oder zumindest eine Festnetznummer sein können und die Informationsqualität auf der Webseite der Stadt könnte besser sein. Ein herzliches Dankeschön bekamen wir für unsere Pressearbeit und Informationsvielfalt unterstützt durch tagesaktuelle Bildberichte. Über eine engere Zusammenarbeit mit BBGLIVE müsste nachgedacht werden. Aktuelle Informationen zu den Pegelständen erhalten Sie hier:
Kommentare: 4
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#1
man kann nur hoffen das das wasser bald zurück geht, lob an alle freiwillen helfer und an bbglive für die schnelle informationen
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#2
nun ja, im moment steigt es leider wieder.
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#3
Die Waldklinlik Bernburg wurde weder von der Feuerwehr noch vom THW beliefert.Es besteht und bestand zu keinem Zeitpunkt Gefahr noch durch das Hochwasser oder durch eindringendes Grundwasser.
Bereits nach dem Hochwasser 2002/2003 wurde aus eigenen finanz. Mitteln eine Spundwand um den Hochwassergefährdeten Bereich der Waldklinik errichtet.Diese ist in eine Tiefe von 220 cm in den Erdboden gerammt und hat einen Hochwasserschutz von 90 cm.So das einerseits das eindringen von Grundwasser verhindert wir und andererseits nach Auskunft des zuständigen Landesamtes keine Gefahr besteht das die Waldklinik vom hochwasser geflutet
werden könnte.
auch ist es nicht möglich das durch eindringendes Grundwasse dir Heizungen Ausfallen könnten.Selbts wenn durch eindringendes Grundwasser die Heizungen abgeschaltet werden müssten,würde der altbau der Waldklinik über den Neubau versorgt der bekannlich in einer sog. weissen Wanne steht.Das gleiche gilt für die Stromversorgung,die so angelegt ist, das diese vom der Waldklinik Ilberstedterstr.
mit übernommen wird.Über die Ilberstedterstr.erfolgt für die Dauer des Hochwassers die Gesamte Versorgung der Waldklinik mit eigenn Mitteln und ohne Fremde Hilfe.
im Gegensatz zu vielen anderen, hat die Geschäftführung der Waldklinik aus den vorheringen Hochwassern gelernt und die nötigen Vorkehrungen getroffen um jede Gefahr für Patienten,Personal,und die Gebaeude abzuwenden.
die Verantwortlichen der Stadt, hätten bevor Sie öffentlich in (Presse,Rundfunk,Fernsehen) von eventuellen Evakuierungsplänen in denen auch die Waldklink genannt wurde sich ein Bild vor Ort von den Gegebenheiten der Waldklinik machen sollen.
Dann hätte man nicht, mit dem Wort Evakuierung die Angehörigen der Patienten in Angst un Schreckken versetzt und uns wäre es erspart geblieben den ganzen Tag am Telefon besorgte Angehörige zu beruhigen.
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#4
was ist mit die otto dorne schule in der segasse 42

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